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Graupaer kämpfen für Geldautomaten

Die Sparkassenfiliale wurde geschlossen. Jetzt fährt ein Mobil den Ort an. Die Bewohner klagen über mangelnden Service und haben eine Hoffnung.

Die Sparkassenfiliale in Graupa wurde bereits geschlossen. Das finden viele Graupaer nicht gut und hoffen, dass wenigstens der Geldautomat bleibt.
Die Sparkassenfiliale in Graupa wurde bereits geschlossen. Das finden viele Graupaer nicht gut und hoffen, dass wenigstens der Geldautomat bleibt. © Archivbild: Karl-Ludwig Oberthuer

Das Aus für die Sparkassenfiliale in Graupa ist bereits beschlossen. Schon seit dem Frühjahr hat die Filiale coronabedingt zu und wird auch nicht wieder eröffnet. Stattdessen fährt jetzt zweimal wöchentlich ein Sparkassenmobil den Ort an, das folgende Öffnungszeiten hat: Mittwoch 11.30 bis 12.30 und Donnerstag 13 bis 14.30 Uhr. Haltepunkt ist der Parkplatz an der Lohengrinstraße gegenüber dem Schlosspark.

Das übliche Kundenverhalten von früher, in eine Filiale der Sparkasse zu gehen und eine Überweisung vorzunehmen oder einen Dauerauftrag abzugeben, sei immer seltener geworden. "Bei den Kunden der Sparkasse hat Corona zu einem äußerst starken Schub in der Nachfrage und der Nutzung von digitalen Bankangeboten geführt“, erklärt Joachim Hoof, Vorstandsvorsitzender der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Schließung.

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Aus für den Geldautomaten in Graupa?

Ob diese Begründung auf Verständnis bei den Graupaern stößt, muss jedoch bezweifelt werden. "Viele im Dorf bedauern das endgültige Aus der Filiale", sagt Graupas Ortsvorsteher Gernot Heerde. Die Graupaer hoffen nun, dass wenigstens der Geldautomat erhalten bleibt und kämpfen dafür. Dazu hätten sich zahlreiche Bürger bereits an den Ortschaftsrat gewandt. Schriftlich wie auch mündlich. Die ständige Möglichkeit, Bargeld abzuheben sei wichtig für Bürger, Selbstständige sowie für die kulturellen Einrichtungen in Graupa, den Richard-Wagner-Stätten, betont Heerde. "Der Abbau des Geldautomaten ist nicht nachvollziehbar, zumal das Unternehmen Ostsächsische Sparkasse Dresden immer mit dem Service vor Ort wirbt", betont der Ortschef. Der Ortschaftsrat wird zeitnah Kontakt mit den Verantwortlichen des Geldinstituts aufnehmen, um sich für den Erhalt des Geldautomaten einzusetzen.

Doch nach einer Anfrage von Sächsische.de sieht es schlecht aus. "Aufgrund des veränderten Kundenverhaltens wird der Geldautomat in Graupa voraussichtlich gegen Ende November abgebaut", sagt Marcus Herrmann, stellvertretender Unternehmenssprecher der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

Graupa ist indes nicht die einzige Gemeinde in der Region, die vehement für den Verbleib der Sparkassen-Leistungen vor Ort kämpft. Auch Hohnstein setzt sich für den Erhalt der Sparkassen-Filiale in der Stadt ein.

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