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Sandstein und Musik: Weniger Konzerte, weniger Karten

Der zweite reduzierte Festival-Jahrgang ist fast ausverkauft. Chancen gibt es noch für Schandau und Stürza. Das nächste Jahr bringt ein Jubiläum.

Die "Saitenenthusiasten" sind am 25. September in Bad Schandau zu Gast - und noch gibt es Karten.
Die "Saitenenthusiasten" sind am 25. September in Bad Schandau zu Gast - und noch gibt es Karten. © ELLEN TURKE FOTOGRAFIE

Noch immer sind Kulturveranstaltungen und Konzerte etwas Besonderes. Auch wenn es gefühlt volle Kalender gibt, findet nur ein Teil der geplanten Veranstaltungen statt. Die zwei zum Auftakt der zweiten diesjährigen Halbzeit von "Sandstein und Musik" am ersten September-Wochenende gehören dazu. Der Auftakt zur zweiten Hälfte des Festivaljahrs im Schloss Batzdorf bei Meißen mit „Die Nachtigall des Zaren“ lebte von dem wunderbaren Ort und den Interpreten um Corinna Harfouch. "Künstlerisch vollendet dargeboten, balancierten sie auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Tragik", sagt Karsten Blüthgen. Er ist Dramaturg und Sprecher der Festival Kultur Sächsische Schweiz Fekuss gGmbH, die das Musik-Festival sowie die Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch organisiert.

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Von den dieses Jahr organisierten 30 Konzerten fanden bisher lediglich fünf statt, neun sollen noch folgen. Ein Teil musste wieder ersatzlos gestrichen werden, sagt Karsten Blütghen. Andere Konzerte soll es im kommenden Jahr endlich geben, so von und mit Hinrich Alpers, amarcord und Philharmonischem Kinderchor Dresden, Carion, german hornsound, dem Philharmonischen Streichtrio Dresden und Trio Zadig. Voriges Jahr konnten von den 27 geplanten Konzerten sogar nur sechs im September und Oktober stattfinden.

Die persönlichen Geschichten der Musiker

Die Karten für die "Sandstein und Musik"-Konzerte sind immer gefragt, dieses Jahr aber offenbar besonders. Denn aktuell gibt es nur noch für die am 25. September in Bad Schandau und tags darauf in Stürza Karten. Alle weiteren neun Konzerte bis Dezember sind ausverkauft, sagt Blüthgen. Die genehmigte Auslastungsquote schwankt je nach Gegebenheiten von Ort zu Ort. Mehr als die Hälfte der normalerweise zugelassenen Plätze sind aufgrund der Corona-Abstände derzeit jedoch nirgends möglich. "Es kann aber sein, dass durch geänderte Vorschriften kurzfristig weitere Tickets in den Verkauf gehen bzw. wir bestehende Wartelisten abarbeiten können", sagt Blüthgen.

"Jedes Konzert, das wir planen, sollte für sich besonders sein." Manchmal sind es auch die persönlichen Geschichten der Musiker, die es dazu machen. So spielt mit Karl-Wilhelm Hultsch ein junger Oberlausitzer noch nicht sehr lange die Tuba bei den renommierten Harmonic Brass.

Programm für 2022 erscheint im Herbst

Während die aktuelle Saison läuft, wird bereits die nächste vorbereitet. Es wird die 30. sein. Sie soll unter dem Motto „Saat und Ernte“ stehen und Rückschau auf die Festivalgeschichte mit dem Nachholen verschobener Konzerte verbinden. Stilistisch ist das bewährte breite Spektrum zu erwarten: klassische Kammermusik und Lesung, Lied und Kabarett, Blechbläserensemble, Orgel solo und Jazzquartett, sagt Blüthgen. Künstlerinnen und Künstler wie Dorothee Oberlinger, Corinna Harfouch, Peter Rösel und das Ensemble amarcord werden neben den Abenden mit dem künstlerischen Leiter Ludwig Güttler erwartet. Das detaillierte Programm soll im Herbst 2021 erscheinen.

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