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Dippoldiswalde

Als der „Sonderzug“ ins Stasiheim rollte

Lindenbergs Honni-Parodie war für DJs in der DDR tabu. Einer spielte sie trotzdem, in einem Saal voller Geheimpolizisten.

„Gleichgültiger, pessimistischer Mensch mit abgetragener Kleidung“: Die Stasi mochte Udo Lindenberg nicht. Im Ferienheim des MfS sang er immerhin für zwölf Sekunden.
„Gleichgültiger, pessimistischer Mensch mit abgetragener Kleidung“: Die Stasi mochte Udo Lindenberg nicht. Im Ferienheim des MfS sang er immerhin für zwölf Sekunden. © privat, BStU

Udo Lindenberg stand unter Schock, als er nach der Wende zum ersten Mal seine Stasiakte las, „wegen all der Tragik dieses Spitzeltums“, so schreibt er 2013 im Vorwort einer Dokumentensammlung der Stasiunterlagenbehörde. „Was ich zum Beispiel für Klamotten trug, oder die Toiletten-Honni-Sache, das ist so weggetreten.“ Seine Geschichte mag ja lustig sein, sinniert der Rockmusiker, „doch unsere Freunde in der DDR hatten nichts zu lachen.“ Einer dieser Freunde lebte damals in Altenberg: Manfred Krause, Schallplattenunterhalter.

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