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Hier geht es bald nicht mehr gemütlich zu

„Zur gemütlichen Ecke“: Das ehemalige Gasthaus in Rohne soll zur Kita werden – mit großen Herausforderungen im Denkmalschutz.

Das ehemalige Gasthaus „Zur gemütlichen Ecke“ in Rohne soll einer neuen Kita weichen. Wie das mit dem Denkmalschutz zu vereinbaren ist, soll noch in diesem Jahr geklärt sein.
Das ehemalige Gasthaus „Zur gemütlichen Ecke“ in Rohne soll einer neuen Kita weichen. Wie das mit dem Denkmalschutz zu vereinbaren ist, soll noch in diesem Jahr geklärt sein. © Constanze Knappe

Rohne. Der rote Klinkerbau an der Ecke Spremberger-/Mühlweg steht unter Denkmalschutz. Unter anderem wegen seiner das Ortsbild prägenden Fassade. „Zur gemütlichen Ecke“ steht noch immer an der rechten Gebäudehälfte dran. Doch in dem ehemaligen Gasthaus Paulick hat es sich schon ewig niemand mehr gemütlich gemacht. Es hat seit langem geschlossen.

Mit der Gemütlichkeit könnte es sowieso schon bald vorbei sein – wenn Bautrupps anrücken. Denn an dieser Stelle soll die neue Kita Milenka entstehen. Einstimmig hat der Gemeinderat Schleife in seiner jüngsten Sitzung die Planungsleistungen für Gebäude und Innenräume zum Neubau der Kita in Rohne vergeben. Den Auftrag wird die Rauh, Damm, Stiller und Partner Planungsgesellschaft mbH aus Weißwasser ausführen. Wie Bauamtsleiter Steffen Seidlich sagte, habe er sich zusammen mit dem Planer und dem Ortsvorsteher Matthias Jainsch (CDU) das Objekt vorab angeschaut.

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Das Zeitfenster ist eng

Aktuell sei das Planungsbüro in umfangreiche Vorhaben in Bad Muskau involviert. Dennoch habe man, so der Bauamtsleiter weiter, der Gemeinde Schleife versichert, dass man in der Lage sei, den Auftrag zeitgerecht auszuführen. Vor fünf Jahren war das Büro am Umbau des Gemeindeamts in Schleife beteiligt, bekam kleinere Aufträge an der Kita in Schleife übertragen und ist der Verwaltung auch durch andere Vorhaben bestens bekannt. Zudem kämen die Mitarbeiter aus der Umgebung.

Die Planungsleistungen sollen stufenweise ausgeführt werden. Das wohl größte Problem sieht Steffen Seidlich im Denkmalschutz des Eckgebäudes. In welcher Form oder ob überhaupt zurückgebaut werden darf, wird deshalb eine der ersten Fragestellungen an die Architekten sein. Nach Seidlichs Worten sei es wichtig, noch in diesem Jahr die Abstimmungen mit der Behörde hinzukriegen. Der Bauamtsleiter der Gemeinde Schleife begründete dies mit dem engen Zeitfenster für das Vorhaben, welches in zwei Jahren geschafft sein muss. Vorstellbar sei, die Räume für das Personal im Obergeschoss des Klinkerbaus unterzubringen, das Erdgeschoss werde selbstverständlich behindertengerecht zugänglich sein. Man stünde aber noch am Anfang.

Leag hilft bei der Finanzierung

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Über das Für und Wider wurde lange gestritten. Jetzt soll ein Grundsatzbeschluss her. Geld kommt von Freistaat und Kreis. Aber nur bis Ende 2022.

Für das Bauvorhaben „Neubau Kita Rohne“ ist dem Planungsbüro in Weißwasser eine finanzielle Obergrenze von 1,5 Millionen Euro vorgegeben. Einen Eigenanteil hat die Gemeinde Schleife dafür nicht zu stemmen. Finanziert wird die Maßnahme durch den Freistaat Sachsen und die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag). Neben Abwasser, Breitband und dem Neubau der Feuerwehr Rohne ist das eine der vier Maßnahmen zur Beseitigung des bergbaubedingten Nachholbedarfs, wie sie 2017 in einer gemeinsamen Willenserklärung vereinbart worden waren. Nach dem Abriss des alten Feuerwehrhauses in unmittelbarer Nachbarschaft der „Gemütlichen Ecke“ geht der Neubau zügig voran.

Wie das neue Gerätehaus wird dann auch die neue Kita Teil der neuen Ortsmitte von Rohne sein – und ein Ausdruck dessen, dass es sich in dem Ortsteil der Gemeinde Schleife, der ja definitiv nicht mehr der Kohle weichen muss, gut leben lässt.
Die neue Kita Milenka wird 60 Plätze haben. Mit einem Grundsatzbeschluss zum Neubau hatte der Gemeinderat Schleife Anfang Juli die Weichen dafür gestellt. Bis 2022 müssen die Gelder abgerufen und verbaut sein. Der nun erteilte Auftrag für die Planungsleistungen kommt quasi dem offiziellen Startschuss gleich.

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