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Bautzen: Citymanagerin gekündigt

Weil der Stadtrat die Gelder gestrichen hat, kann der Innenstadtverein die Stelle nicht fortführen. Auch die Romantica steht auf der Kippe.

Bautzens Citymanagerin Yvonne Tatzel, ihre Stelle läuft Ende Mai aus.
Bautzens Citymanagerin Yvonne Tatzel, ihre Stelle läuft Ende Mai aus. © Steffen Unger

Bautzen. Der Innenstadtverein hat der Bautzener Citymanagerin gekündigt. Grund sei die auslaufende Finanzierung der Stelle durch die Stadt, sagte der Vorsitzende des Vereins, Jörg Heber, auf Anfrage von Sächsische.de. Die Kündigung erfolgt zum 31. Mai. Von der Entscheidung betroffen ist auch die Zukunft von Veranstaltungen wie der Romantica. Ohne professionelles Citymanagement sei der Verein nicht in der Lage, Veranstaltungen in dieser Art und Größe zu organisieren, so Heber.

Hintergrund der Kündigung ist die Haushaltsplanung der Stadt Bautzen. Ende Februar hatte der Stadtrat entschieden, insgesamt 110.000 Euro neu zu verteilen. Die Gelder sollen für Veranstaltungen in der Krone, für den Bürgerhaushalt und für eine Studie genutzt werden, die sich mit der Entwicklung des Güterbahnhofsgeländes befasst. Im Gegenzug wurde diese Summe bei der Tourismusförderung und beim Innenstadtverein eingespart. Davon ist nun auch die Stelle der City-Managerin betroffen.

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Bereits zweite Stelle vakant

Wie es ab 1. Juni weitergeht, ist im Moment völlig offen. Das gilt auch für die Frage, ob das Citymanagement überhaupt Bestandteil des Innenstadtvereins bleibt. Denkbar sei auch, eine nähere Anbindung an die Stadtverwaltung und die Nutzung durch mehrere Vereine, zum Beispiel den Tourismusverein, sagt Jörg Heber.

Besprochen werden sollen die weiteren Maßnahmen und Möglichkeiten auf der Vollversammlung des Innenstadtvereins. Diese wurde wegen der Corona-Krise verschoben und soll sobald wie möglich nachgeholt werden. „Es bleibt zu wünschen, dass es eine Lösung gibt, die allerdings auch von städtischer Seite gewollt sein muss“, sagt der Vereinsvorsitzende.

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Mit der Citymanagerin ist nun bereits die zweite Stelle im Bereich Wirtschaftsförderung, Marketing und Pressearbeit vakant. Erst vor vier Wochen hatte Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) den langjährigen Leiter des Amtes für Pressearbeit und Stadtmarketing beurlaubt. Die Entscheidung, für die Ahrens keine Gründe nannte, stieß bei großen Teilen des Stadtrats auf Kritik. Der Hauptausschuss des Stadtrats hatte zuvor mehrheitlich eine Kündigung des Amtsleiters abgelehnt. (SZ)

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