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Beim Technitzer Kuchenlauf läuft es wieder

Bei der Neuauflage der traditionellen Veranstaltung ist einiges anders. Eines ist aber geblieben.

Der spätere Sieger, Steffen Wohlfarth (Nummer 004) gehörte beim Kuchenlauf zur ersten Startgruppe.
Der spätere Sieger, Steffen Wohlfarth (Nummer 004) gehörte beim Kuchenlauf zur ersten Startgruppe. © Dietmar Thomas

Technitz. Der Technitzer Kuchenlauf ist wieder auferstanden. Mit neuem Organisationsteam hat die traditionelle Veranstaltung ein erfolgreiches Comeback gefeiert.

73 Teilnehmer, darunter 59 auf den beiden Hauptstrecken über acht und 13 Kilometer, damit sind die Organisatoren von der Laufgruppe des ESV Lok Döbeln zufrieden. „Sicher hat die Corona-Krise den einen oder anderen Läufer von einer Teilnahme abgehalten. Doch damit wollen wir uns nicht großartig befassen. Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, sagte Silke Dewitz vom Organisationsteam. Sie dankte den insgesamt 22 Helfern, die im Start- und Zielbereich sowie an der Strecke tätig waren. „Eine große Hilfe war die Unterstützung der Sponsoren sowie des Döbelner SV Vorwärts“, so Silke Dewitz.

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Hygiene-Konzept mit Kreissportbund abgestimmt

Damit der Lauf in Corona-Zeiten überhaupt vonstatten gehen konnte, hatten die Veranstalter ein Hygiene-Konzept erarbeitet und dieses mit dem Kreissportbund Mittelsachsen abgestimmt. So wurde der Start für die beiden Hauptstrecken in Wellen vollzogen. Im Abstand von einer Minute wurden jeweils fünf Läufer losgeschickt. Dabei kamen die Veranstalter ohne Transponder aus. Die Uhrzeit wurde an eine Wand des Kanuheims projiziert. Beim Zieleinlauf wurde jeweils die Startzeit abgezogen und so die Wettkampfzeit des jeweiligen Athleten ermittelt.

Ein Nachteil des Hygiene-Konzepts bestand allerdings darin, dass nach dem Lauf kein Duschen möglich war. Doch damit konnten die Sportler letztendlich leben. Auch weil an einem Ritual festgehalten wurde: Nach dem Lauf gab es für jeden Athleten ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee. „Zudem hat die Bäckerei Hüttig die beiden Siegertorten spendiert“, freute sich Silke Dewitz. Bei den Frauen hatte Andrea Zange aus Meißen die acht Kilometer mit 40:36 Minuten am schnellsten bewältigt. Ihre Freude über die Siegertorte war groß. „Ich laufe gern, esse aber genauso gern Kuchen“, sagte die 58-Jährige. Sie laufe zwischen 25 und 35 Kilometern in der Woche, um sich fit zu halten.

Große Siegerehrung fällt diesmal aus

Noch einige Kilometer mehr, nämlich etwa 70 bis 80, spult Steffen Wohlfarth vom LC Auensee Leipzig jede Woche herunter. Der 37-Jährige lief die 13 Kilometer in 51:08 Minuten. „Die Strecke war durch den Regen teilweise leicht rutschig und hat ein anspruchsvolles Profil“, schätzt der Gesamtsieger ein. Er sei gern bei den Läufen der Mittelsächsischen Lauftour dabei, sagte der Leipziger. Zuletzt war er beim Eichberglauf in Waldheim dabei, den er als Zweiter auf der 14-Kilometer-Strecke beendet hatte.

Anita Häußler, die Organisationsleiterin der Mittelsächsischen Lauftour, ist froh, dass nun doch wieder Laufveranstaltungen angeboten werden können. Aufgrund der Corona-Krise waren die ersten fünf Läufe der Lauftour abgesetzt worden. Auch der Döbelner Halbmarathon im September ist bereits abgesagt. Eine Gesamtwertung soll es dennoch geben. „2020 kommen alle noch stattfindenden Wettkämpfe in die Wertung, es gibt keine Streichwerte. Die Platzierten erhalten eine Urkunde. Eine große Siegerehrung wird es diesmal aber nicht geben“, sagte Häußler.

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