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Bestatter vergrößert sich in Niesky

In neuen Räumen am Zinzendorfplatz zeigt sich das Familienunternehmen Hinz. Das bedeutet mehr Platz für Beratung und jetzt auch zum Abschiednehmen.

Mitarbeiterin Susan Tempel und Inhaber Sebastian Hinz erledigen Restarbeiten im neuen Abschieds- und Trauerraum. Mit dem Umzug in die Geschäftsräume am Zinzendorfplatz ist dafür jetzt Platz geworden. Heute öffnet das neue Büro.
Mitarbeiterin Susan Tempel und Inhaber Sebastian Hinz erledigen Restarbeiten im neuen Abschieds- und Trauerraum. Mit dem Umzug in die Geschäftsräume am Zinzendorfplatz ist dafür jetzt Platz geworden. Heute öffnet das neue Büro. © SZ/Steffen Gerhardt

Der Umzugsweg ist von der Bautzener Straße zum Zinzendorfplatz nur ein kurzer gewesen, die räumlichen Verbesserungen sind dagegen sehr groß. So lautet die Einschätzung von Sebastian Hinz, der das Bestattungsunternehmen Eva-Maria Hinz in zweiter Generation führt. Ab heute findet die Trauerarbeit in den Gewerberäumen des ehemaligen Geschenkehauses Barthel statt, in die der Bestatter jetzt gezogen ist. „Damit haben wir rund das Doppelte an Fläche zur Verfügung. Im Gegensatz zu dem, was wir vorher in Niesky hatten“, sagt Sebastian Hinz.

Neben einem Büro für die täglichen Arbeiten steht ein Gesprächsraum zur Verfügung. Hier werden die Familienangehörigen zur die Beerdigung beraten und auch die Formalien geklärt, die mit dem Ableben verbunden sind. Dafür ist Mitarbeiterin Susan Tempel zuständig. „Unsere Aufgabe ist es, nicht nur für eine würdige Bestattung zu sorgen, sondern auch das Bürokratische mit den Angehörigen des Verstorbenen zu regeln, so sie das wünschen“, erzählt Susan Tempel. Die 35-Jährige ist nicht nur Angestellte, sondern auch Lebenspartnerin von Sebastian Hinz. Zusammen haben sie vier Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Susan Tempel weiß nur zu gut, was Familie bedeutet und wie sie funktioniert. „Jeder Trauerfall ist ein anderer, sich auf die Menschen einzustellen und ihnen ihre Wünsche zu erfüllen, das macht die Arbeit so spannend und vielfältig“, erzählt sie. Dazu gekommen ist die junge Frau durch ihren Lebenspartner. Seit vier Jahren ist sie tätig und das macht ihr viel Spaß, auch wenn oft viele Tränen fließen. Vorher hat sie im Handel und bei der Post gearbeitet. Sie ist also eine Seiteneinsteigerin, genauso wie Sebastian Hinz. Er ist in das Familienunternehmen im März 2010 gekommen, nachdem seine Mutter aus Altersgründen die Führung abgegeben hatte. Zuvor war der 44-Jährige als Lehrausbilder für Landmaschinen bei Mainz tätig.

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Eva-Maria Hinz hat sich 1997 in Weißenberg als Bestatterin selbstständig gemacht. Auch als Branchenfremde. Denn gearbeitet hat sie vorher als Erzieherin in einem Kindergarten. Mit ihren 70 Jahren ist sie im Familienunternehmen, deren Namen es weiterhin trägt, noch tätig. Sie übernimmt zum Beispiel die Nachtbereitschaft am Telefon. „Als Bestatter musst du rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, erreichbar sein. Denn nur die wenigsten Leute sterben werktags zwischen 8 und 16 Uhr“, nennt Sebastian Hinz die Schattenseite dieses Berufes. Umso wichtiger ist es, verlässliche Mitarbeiter an der Seite zu haben. „Und die haben wir, darauf bin ich stolz!“, sagt Hinz über seine drei Mitarbeiterinnen, die beiden Subunternehmer sowie die sechs immer einsatzbereiten Männern, die im Nebenjob den Sarg oder die Urne in die Erde bringen.

Seit 21 Jahren ist das Bestattungsunternehmen Hinz bereits in Niesky präsent. Vor allem aus Hohendubrau hat es damals den Wunsch gegeben, auch in Niesky präsent zu sein, um den weiteren Weg nach Weißenberg nicht mehr fahren zu müssen. Das Gleiche wiederholte sich in Kittlitz, sodass Hinzes sich entschlossen, ab 2006 auch in der Gemeinde mit einem Büro vertreten zu sein. Der Zuspruch der Menschen von Niesky und Umgebung hat die Familie bestärkt, in der Stadt zu bleiben und mit ihrem Büro ein drittes Mal umzuziehen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Räumlichkeiten können Hinzes jetzt den Angehörigen einen Abschieds- und Trauerraum bieten, der Platz für 25 Personen hat und in dem der Sarg oder die Urne des Verstorbenen aufgebart werden kann. Der Zugang erfolgt diskret und barrierefrei vom Hinterhof aus.

Damit hat das zuletzt als Sonnenstudio genutzte Geschäft im Brüderhaus wieder eine Zukunft. Dafür stehen jetzt die freigewordenen Räume an der Bautzener Straße zur Vermietung frei.

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