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Bismarckturm fristet einsames Dasein

Das Bauwerk auf der Landeskrone versinkt im Dornröschenschlaf. Anderswo steht der gleichnamige Turm bei Festen im Mittelpunkt.

Von Gabriela Lachnit
 2 Min.
Bismarcksäule auf dem Südgipfel der Landeskrone
Bismarcksäule auf dem Südgipfel der Landeskrone © SZ-Archiv / Pawel Sosnowski

Mit Wehmut schaut die Landeskron-Wirtin Rosita Vogt nach Neugersdorf und auf den dortigen Verein Team Bismarckturm. Der kümmert sich seit vielen Jahren um den dortigen Bismarckturm. Er steht in der Oberlandstadt auf dem Gipfel des Hutungsberges, direkt an der Grenze zu Tschechien und 474 Meter über dem Meeresspiegel.

Jedes Jahr vom Frühling bis zum Herbst lädt der Verein zum Aufstieg auf den Turm und zu Festen rund um das 1902 errichtete Bauwerk ein. Das könnte sich Rosita Vogt auch für den Bismarckturm auf der Landeskrone vorstellen. Die Bergwirtin hat aber noch niemanden gefunden, der ein offenes Ohr für ihr Anliegen hat.

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Im Görlitzer Rathaus liegen derzeit keine Anfragen von Vereinen vor, die auf eine Nutzung des Bismarckturms auf dem Hausberg abzielen. „Eine Nutzung wäre dann mit der Naturschutzbehörde abzustimmen“, betont Stadtsprecherin Sylvia Otto. Der Bismarckturm auf dem Südgipfel der Landeskrone – auch als Bismarcksäule benannt – ist 1901 eingeweiht worden und war damals der erste in Schlesien. 1993/94 ist er grundlegend saniert worden.

Die Bismarcksäule aus Naturstein wird von der Stadt regulär unterhalten, wie die Stadtsprecherin sagt. Öffentlich zugänglich ist sie nicht. „Der Zugang in den Turm wäre für viele Menschen nur bedingt sinnvoll, da im Inneren hinter der Tür nur eine kleine Aufstellfläche von etwa 1,5 mal 1,5 Metern vorhanden ist“, erklärt Frau Otto. Maßnahmen am Turm selbst seien in den vergangenen Jahren nicht notwendig gewesen. Nach Abstimmungen zwischen Naturschutz und Denkmalschutz sind im Dezember 2014 Schnittmaßnahmen an Gehölzen an der Bismarcksäule durchgeführt worden, um diese wieder besser ins Blickfeld der Besucher der Landeskrone zu rücken, erklärt die Sprecherin.

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