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Familie wird nach Polen abgeschoben

Polizisten haben einen Bus bei Kodersdorf kontrolliert. Vier Personen waren dort illegal. Einige Stunden später ertappten die Beamten drei Schwarzarbeiter.

Symbolbild
Symbolbild © Archiv/Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)

Eine indische Familie, die am Dienstag von der Bundespolizei Ludwigsdorf
in Gewahrsam genommen wurde, ist inzwischen nach Polen abgeschoben worden. Wie Bundespolizei-Sprecher Michael Engler mitteilt, saßen der 41-jährige Mann, dessen 37-jährige Ehefrau und die beiden gemeinsamen Kinder im Alter von sechs und 14 Jahren in einem polnischen Reisebus, der am Dienstagabend kurz vor Mitternacht auf der Autobahn A4 bei Kodersdorf angehalten wurde.

Mit dem Bus wollten die vier offenbar nach Frankfurt am Main fahren, um von dort aus nach Portugal zu fliegen. Wie später zu erfahren war, sollte in Portugal der neue Lebensmittelpunkt liegen, nachdem ein Asylverfahren in Polen endgültig gescheitert war. Letztlich war aber schon die Einreise nach Deutschland strafbar, denn allen fehlten die erforderlichen Aufenthaltstitel, so Engler.

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Bundespolizei erwischt Schwarzarbeiter auf dem Rückweg

Drei mutmaßliche Schwarzarbeiter sind auf ihrem Rückweg in die ukrainische Heimat von Bundespolizisten gestoppt worden. Die Fahnder waren in der Nacht zum Mittwoch auf einen auf der Autobahn A4 in Richtung Görlitz fahrenden Kleinbus aufmerksam geworden. "Die fünf Insassen des polnischen Fahrzeuges sind später an der Anschlussstelle Nieder-Seifersdorf kontrolliert worden", sagt Engler. Dabei ergab sich gegen zwei 24-jährige und einen 49-jährigen Ukrainer der Verdacht der illegalen Erwerbstätigkeit und somit auch der Verdacht eines ausländerrechtlichen Verstoßes.

Dem Trio droht nun eine Ausweisung durch die Görlitzer Ausländerbehörde. Weil einer der beiden 24-Jährigen in der Dienststelle eine Beamtin beschimpfte, wurde gegen diesen Beschuldigten zudem Anzeige wegen des Verdachts der Beleidigung erstattet. Gegen den 46-jährigen polnischen Fahrer des Kleinbusses wird nun wegen des Verdachts des Einschleusens ermittelt.

Bei ihm könnte es sich laut Engler um denjenigen handeln, der die ukrainischen Arbeiter nach Deutschland beziehungsweise an entsprechende Baufirmen vermittelt hat. Lediglich der Beifahrer, ebenfalls ein Mann aus der Ukraine, durfte seine Reise ohne Konsequenzen fortsetzen.

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