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Diese Corona-Regeln gelten nun in Sachsens Schulen

Keine generelle Maskenpflicht, Tests nach Reisen in Risikogebiete, Einbahnstraßen: So soll der Regelbetrieb in Sachsens Schulen jetzt funktionieren.

Im Unterircht werden Schüler und Lehrer in Sachsen keine Masken tragen müssen. Dafür gelten andere Corona-Regeln..
Im Unterircht werden Schüler und Lehrer in Sachsen keine Masken tragen müssen. Dafür gelten andere Corona-Regeln.. © dpa

Dresden. Nach sechs Wochen Sommerferien kehren Sachsen Schüler an diesem Montag in die Klassenräume zurück. Anders als vor der Sommerpause sollen nun alle Schüler wieder täglich zur Schule gehen und nicht mehr im Wechsel auch zu Hause lernen. Es ist das erste Mal seit den landesweiten Schulschließungen im März, dass die Schulen wieder in den regulären Betrieb wechseln - wenn auch unter Pandemiebedingungen. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) appellierte aber bereits zuvor an die Bürger. „Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Schulen und Kitas ist es entscheidend, dass sich die Gesellschaft verantwortungsbewusst verhält.“

Sachsen verzichtet wegen der im Freistaat weiterhin niedrigen Corona-Infektionszahlen  auf eine Maskenpflicht an Schulen und Kitas. „Jeder, der ein Schulgebäude betritt, muss aber eine Maske bei sich führen“, sagte Piwarz. Lehrern und Schülern wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Unterrichts empfohlen. Die Schulen entscheiden eigenverantwortlich, ob während der Pausen oder auf dem Schulgelände eine Maske zu tragen ist. Schulfremde Personen, etwa Eltern, sind dagegen grundsätzlich verpflichtet, eine Maske zu tragen, wenn sie sich im Schulgebäude- und gelände aufhalten.

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Corona-Maßnahmen sollen bis zu den Winterferien gelten

Das ist in der Allgemeinverfügung für den Betrieb der Kitas und Schulen geregelt. Sie soll vom Beginn des neuen Schuljahres am 31. August bis zum Ende der Winterferien am 21. Februar 2021 gelten. Damit soll Planungssicherheit für die Schulen garantiert werden. „Wir machen damit aber auch deutlich, dass wir keine landesweit gültigen Beschränkungen mehr wollen“, sagte Piwarz, „es sei denn, die Infektionslage verschärft sich wieder.“

Um Corona-Infektionen in den Schulen zu vermeiden, müssen Lehrer, Eltern und Schüler einen negativen Corona-Test vorlegen, wenn die sich innerhalb der vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Ohne Test dürfen sie Kindertagesstätten, Einrichtungen der Kindertagespflege und Schulen nicht betreten. Die Schul- oder Kitaleitung muss über den Aufenthalt informiert werden. 

Auch Personen, die nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert sind oder mindestens ein Symptom - Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen, allgemeines Krankheitsgefühl -  erkennen lassen, dürfen nicht in die Schulen und Kitas. Die Regelung gilt auch für die Herbstferien, sagte Piwarz. 

Nach Angaben des Kultusministeriums findet der Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen statt. Der Schulbesuch ist Pflicht. Die 485.000 Schüler werden ab Beginn des neuen Schuljahres an fünf Tagen in der Woche in ihren Klassen und Kursen nach dem geltenden Lehrplan unterrichtet. In den Schulen sollen aber weiterhin Hygienekonzepte gelten. In der Allgemeinverfügung steht:

  • unverzügliches Händewaschen nach Betreten der Schule 
  • Dass in den Klassenzimmern während des Unterrichts spätestens alle 30 Minuten gelüftet werden muss.
  • Regelmäßiges Desinfizieren.
  • Tägliche Dokumentation aller in der Schule tätigen Personen.
  • Einbahnstraßenregelungen, um den Schülerverkehr zu kontrollieren.
  • die Abgrenzung von einzelnen Klassen auf dem Schulgelände, wenn möglich

Eltern-Erklärung in Kitas bleibt

Piwarz betonte, dass der Grundsatz bleibe, dass nur gesunde Kinder eine Schule oder Kita besuchen. Eltern müssen deswegen weiterhin in den Kindertagesstätten schriftlich bestätigen, dass das Kind keine Covid-19-Symptome hat: Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen, allgemeines Krankheitsgefühl. Schnupfen zählt nicht dazu, sagte Piwarz.  Ohne die Erklärung werde das Kind an diesem Tag nicht betreut, teilte das Ministerium mit. Eltern müssen in Kitas und auf dem Gelände eine Schutzmaske tragen.

Für den Hort ist diese schriftliche Gesundheitsbestätigung nicht erforderlich. Fremde müsse aber grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung in einer solchen Einrichtung tragen.

Sachsen hatte sich die Wiederaufnahme des Regelbetriebes an Schulen von zwei wissenschaftlichen Studien flankieren lassen. Dabei kam heraus, dass Schulen bislang keine Hotspots bei der Verbreitung des Coronavirus waren.

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