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„Die Bundeswehr ist im Moment eine Schattenarmee“

Statt mit der Nato-Großübung Defender, beschäftigt die Bundeswehr in Sachsen sich jetzt mit Corona. Vom Besuch einer Kaserne, die jetzt Krankenhäusern hilft.

Von Franziska Klemenz
 10 Min.
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Normalerweise fährt Ronald Rakete (l.) Betten durchs Klinikum. Jetzt fährt er Material zur Bundeswehr, das Hauptmann Hannes Markert ihn einlagern lässt.
Normalerweise fährt Ronald Rakete (l.) Betten durchs Klinikum. Jetzt fährt er Material zur Bundeswehr, das Hauptmann Hannes Markert ihn einlagern lässt. © Ronald Bonß

Die Kleiderordnung der Dresdner Kaserne hat sich gewandelt, seit Klaus Finck ein Gros der Leute nach Hause schickte. Sie sollen keine Infektion riskieren, bleiben in Bereitschaft. Der Oberst befehligt in diesem Moment eine andere Armee. Ihre Uniformen schillern und sind lila, 20 Schokoladenhasen hocken auf dem Schreibtisch. Für die Leute, die noch arbeiten, um der zivilen Welt zu helfen. Als sich Lkw 70 Kilometer weit an der Grenze zu Polen stauten etwa, rückten Soldatinnen und Soldaten mit Wasser an. Als Krankenhäuser keine Lager-Möglichkeiten mehr hatten, suchte man Platz auf dem Kasernengelände. Der Feind hat sich geändert, er heißt jetzt Corona. Auch für die Bundeswehr. 

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