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Erfolg im Kampf gegen den Hautkrebs

Carmen Sagasser hatte jahrelang immer wieder Metastasen. Welche besondere Behandlungsmethode am Städtischen Klinikum Dresden ihr geholfen hat.

Dr. Jan-Henning Schierz und die Krebspatientin Carmen Sagasser schauen sich die Aufnahmen einer PET-CT an.
Dr. Jan-Henning Schierz und die Krebspatientin Carmen Sagasser schauen sich die Aufnahmen einer PET-CT an. © Sven Ellger

Dresden. Sieben Jahre ist es mittlerweile her, dass Carmen Sagasser die Diagnose bekam: Hautkrebs an der Zehe. Er hatte sich unter dem Nagel gebildet. "Dann musste mir auch die ganze Zehe abgenommen werden", erzählt die heute 62-Jährige. 

Zwei Jahre lang hatte sie danach keine Probleme. Doch 2015 kehrte der Krebs zurück. Ihr wurde Lungenkrebs diagnostiziert, dann wurden Metastasen in der Leber entdeckt. Der Krebs wurde bestrahlt und ging zurück. Immer wieder gab es auch beschwerdefreie Zeiten. 

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Doch 2018 und auch 2019 kamen der Krebs und die Metastasen erneut zurück, mal im Magen und mal im Knie. Was ihr schließlich geholfen hat: regelmäßige Untersuchungen im sogenannten PET-CT. 

Die Abkürzung steht für Positronenemissionstomographie. Das ist ein bildgebendes Verfahren, mit welchem man einerseits die Funktion des Körpers (im PET) und andererseits die Form des Körpers (im CT) darstellen kann. Hierfür werden leicht radioaktive Medikamente in eine Vene injiziert und nach einer Wartezeit Aufnahmen in einem Gerät durchgeführt. Die Untersuchung selbst dauert allerdings länger als ein normales CT, in der Regel 30 bis 60 Minuten.

Einer von wenigen PET-CT-Standorten in Sachsen

Im Anschluss an die Untersuchung kann der Arzt mit hoher Treffsicherheit zum Beispiel zwischen erkranktem Gewebe und Narbengewebe unterscheiden und Therapieempfehlungen aussprechen. Oft wird das Verfahren am Städtischen Klinikum für die Tumorsuche genutzt. Das Krankenhaus ist einer von nur wenigen PET-CT-Standorten in Sachsen und versorgt unter anderem auch Patienten aus den Landkreisen Görlitz, Bautzen, Meißen, Mittelsachsen und Zwickau sowie aus dem Süden von Brandenburg.

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Dr. Jan-Henning Schierz, Oberarzt und Facharzt für Nuklearmedizin und Radiologie ist der behandelnde Arzt von Carmen Sagasser. "Die Patientin hatte bösartigen Hautkrebs und war seitdem bei uns in Behandlung. Mit dem PET-CT konnten wir die Metastasen gut erkennen. Da sie zum Teil sehr klein sind, gelingt das im normalen CT nicht immer", so Schierz. Die Strahlenbelastung sei beim PET-CT geringer. Und Carmen Sagasser ist heute frei von Metastasen.

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