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Dresden: Licht am Ende des Tunnels

Das gewaltige Rohr für die Fernwärmetrasse ist unter der Leipziger Straße hindurchgepresst. Ab September wird der Autobahnzubringer gesperrt.

Während Tunnelbauer Sven Blumenstein am anderen Ende die neue Röhre inspiziert, liegen vorn bereits die ersten Fernwärmerohre darin.
Während Tunnelbauer Sven Blumenstein am anderen Ende die neue Röhre inspiziert, liegen vorn bereits die ersten Fernwärmerohre darin. © René Meinig

Dresden. Vor dem Straßenbahnhof Mickten hat die Drewag jetzt eine Großaktion geschafft. Ein 38 Meter langer Rohrtunnel führt unter der Leipziger Straße hindurch, teilt Bauüberwacher Alexander Schneider von der Drewag Netz mit. So konnte die große Hydraulikpresse bereits wieder aus der sieben Meter tiefen Baugrube direkt vorm Straßenbahnhof gehoben werden. Seit Anfang August hatte sie ein 1,2 Meter hohes Rohr abschnittsweise durch den Untergrund gedrückt. War ein Rohrstück drin, musste es mit dem nächsten verschweißt werden. Allein das hatte einen Tag gedauert. 

Am Mittwoch war es geschafft. Das Tunnelrohr führt jetzt unter der Leipziger Straße hindurch bis zur großen Baugrube am Ende der Wurzener Straße. Die gewaltige Hydraulikpresse ist bereits abgebaut, erklärt der Bauüberwacher. Jetzt beginnen die Monteure damit, die beiden Fernwärmerohre abschnittsweise einzuschieben und zu verschweißen. Bereits kommende Woche soll das geschafft sein. Dann werden noch die Anschlüsse zu den bereits verlegten Rohren in der Leipziger Straße hergestellt, sodass die dortige Baugrube verfüllt werden kann. In das Pendant direkt vorm Straßenbahnhof kommt ein unterirdisches Fernwärmebauwerk. So können in diesem Abschnitte des Netzes für nötige Instandsetzungen oder Reparaturen abgeschaltet werden.

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Das ist die große Baugrube vor dem Straßenbahnhof Mickten, in die das Fernwärmebauwerk kommt. In diesem können Abschnitte des Netzes für nötige Instandsetzungen oder Reparaturen abgeschaltet werden.
Das ist die große Baugrube vor dem Straßenbahnhof Mickten, in die das Fernwärmebauwerk kommt. In diesem können Abschnitte des Netzes für nötige Instandsetzungen oder Reparaturen abgeschaltet werden. © René Meinig

Ist die Baugrube verfüllt, kann Anfang September die Wurzener Straße wieder freigegeben werden, da die Arbeiten dort dann abgeschlossen sind. Doch auf der Lommatzscher Straße kommt es dann ganz hart.

Der Autobahnzubringer wird bis zur Micktner Straße voll gesperrt. So muss der Verkehr über die ausgebaute Bunsenstraße umgeleitet werden. Zwar wird das erste Stück zwischen Leipziger und Franz-Lehmann-Straße Ende September fertig. Doch außer für Anlieger und Busse bleibt die Lommatzscher geschlossen. 

Ende September werden noch Sperrzäune am nächsten Stück bis zur Trachauer Straße aufgestellt. Zwei Monate später fallen sie zumindest im Abschnitt zwischen Leipziger und Micktner Straße weg. Aber erst kurz vor Weihnachten sollen die Bauarbeiten auf der Lommatzscher Straße abgeschlossen sein, sodass sie Mitte Dezember wieder freigegeben werden kann. Bis Februar 2021 verlegen die Bauleute dann die letzten Leitungen in der Micktner Straße. Für die Strom- und Fernwärmetrasse investiert die Drewag rund 3,4 Millionen Euro.

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