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Schafft Dynamo noch das Wunder?

Letzter in der 2. Bundesliga – der Abstieg von Dynamo Dresden ist bedrohlich nahe. Schaffen die Schwarz-Gelben den Klassenerhalt? Die große Analyse.

Auf die Unterstützung der Fans wird es auch ankommen. Doch immer, wenn es besonders schlecht um Dynamo steht, ist auf sie Verlass.
Auf die Unterstützung der Fans wird es auch ankommen. Doch immer, wenn es besonders schlecht um Dynamo steht, ist auf sie Verlass. © Lutz Hentschel

Die wichtigsten zwei Weisheiten zuerst: Entscheidend, das hat sich natürlich längst rumgesprochen, ist auf’m Platz. Und: Im Sport zählen nur die Ergebnisse, nicht das ganze Drumherum. Deshalb, und so lässt sich das eine mit dem anderen verbinden, ist Dynamo Dresden weit abgeschlagen Tabellenletzter in der zweiten Fußball-Bundesliga. Auf einen schwachen Spätsommer folgte ein trostloser Herbst. Und als der Winter begann, waren die Profis endgültig am Ende, nicht nur in der Tabelle.

Das bedeutet: Der Abstieg in die dritte Liga droht nicht nur, er ist beängstigend nahe. Und damit der Verlust von acht Millionen Euro allein an Fernsehgeldern, was erhebliche Konsequenzen haben kann. Arbeitsplätze in Dynamos Geschäftsstelle sind gefährdet, die ganze Entwicklung des Vereins. Den Spielbetrieb einstellen, aufgeben und freiwillig absteigen – das wäre die eine Möglichkeit. Die andere: kämpfen, alles versuchen und vielleicht doch das Unmögliche möglich zu machen. Dynamo hat sich für Zweiteres entschieden, und auch wieder neue Hoffnung geschöpft. Schafft Dynamo wirklich noch das Wunder? Die SZ analysiert die wichtigsten Faktoren.

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Ab und zu eine Aufmunterung ist nicht genug in dieser vertrackten Situation – und der Mann deshalb genau der Richtige. Seine Stimme ist laut, vor allem aber unverkennbar. Knarzig, sächsisch, authentisch. „Herrlicher Ball“ hallt es über den Trainingsplatz, „guter Pass“. Und auch die Frequenz der Kommentare ist beachtlich, im 30-Sekunden-Rhythmus gibt es Lob von zweithöchster Stelle. Heiko Scholz, den alle nur Scholle rufen, ist der neue Assistent des neuen Cheftrainers Markus Kauczinski. Scholz ist gebürtiger Görlitzer. Er hat zudem viele Jahre seines Berufslebens als Spieler und Trainer in Leipzig und Dresden verbracht. Das hört man.

© Robert Michael/dpa

Die Frisur ist die gleiche wie in den 1980er-Jahren, nur sind die Locken inzwischen grau. Seine Fußballschuhe sind nicht gelb, pink oder grün, sondern immer noch schwarz. Nach jeder Einheit putzt er sie sorgfältig und eigenhändig. Ein bisschen wirkt es, als sei der 54-Jährige aus der Zeit gefallen. Einfach, bodenständig, unkompliziert. Vielleicht tut er Dynamo gerade deshalb so gut. Denn er wurde geholt, als es gar nicht mehr ging und Trainer Cristian Fiel mit seiner Idee vom Fußball grandios gescheitert war. Fiel hatte die Mannschaft schlichtweg überfordert. Das Ergebnis waren spürbare Verunsicherung im Team und der letzte Platz in der zweiten Liga.

Dort steht Dynamo jetzt, rund zwei Monate später, noch immer. Am kommenden Mittwoch endet die Winterpause mit einem Heimspiel gegen den Karlsruher SC. Es ist ein entscheidendes, zumindest ein richtungsweisendes. Geht auch dieses Spiel verloren, würde der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, der schon jetzt sieben Punkte beträgt, wohl weiter wachsen. Die Lage wäre noch aussichtsloser.

Scholz muss man danach nicht fragen, er ist durchweg positiv. Nur bei einem Spiel stand er als Cheftrainer an der Seitenlinie, dann kam, wie geplant, Kauczinski. Der hat viel Erfahrung in der zweiten Liga und soll den – gemessen an der Mitgliederzahl – größten sächsischen Sportverein vorm Absturz retten.

Im Training gibt Kauczinski die Richtung vor, er erklärt, demonstriert, korrigiert. Assistent Scholz hilft dabei. Was aber noch wichtiger ist: Scholz übernimmt die Rolle des Stimmungsaufhellers für eine Mannschaft, die zum Abschluss des vergangenen Jahres mut- wie ratlos wirkte. Die von den eigenen Fans angespuckt und mit Bierbechern beworfen wurde. Die ein hoffnungsloser Fall zu sein schien.

Die Hoffnung nicht verlieren und niemals aufgeben

Nun ist die Stimmung eine andere. Der Weihnachtsurlaub bei Familie und Freunden hat daran sicher seinen Anteil, genauso wie das sonnige Klima beim gut einwöchigen Trainingslager in Südspanien. Und bestimmt half auch Scholz mit seinem kauzigen Lob, seinem trockenen Humor und seiner wohltuenden Bodenständigkeit. In Andalusien wurde wieder gelacht, gefrotzelt und sogar gewonnen, wenn auch nur in zwei Testspielen. Die Sätze, die man nun hört, klingen anders als noch im Dezember. Aus „Wenn wir so weitermachen, haben wir in der zweiten Liga nichts zu suchen“ wurde ein „Es wird verdammt schwer, aber wir packen das.“ Der Blickwinkel hat sich verändert. Das hat entscheidend mit den neuen Trainern zu tun.

Auch er könnte helfen, weil er weiß, wie’s geht. Wie man also so ein Wunder schaffen kann. Aber Sören Gonther durfte und sollte den Verein vor der Saison verlassen. Jetzt ist er Stammspieler beim Erzrivalen in Aue, auf einer Position, für die Dynamo weiter nach Verstärkung sucht: im Abwehrzentrum. Man könnte Gonther nachtrauern – oder sich einfach auf seine Erfahrung berufen, nachträglich sozusagen. Die hat er schließlich mitgebracht, als er 2017 vom FC St. Pauli nach Dresden kam.

In der Saison zuvor war er mit dem Hamburger Kiezklub nämlich zur Winterpause in einer genauso aussichtslos erscheinenden Lage wie Dynamo jetzt: Tabellenletzter mit nur elf Punkten.

„Das wird schon“, meinte Gonther damals trotzig. „Weil ich Vertrauen in die Mannschaft hatte und wusste, dass wir die Qualität besitzen“, erklärte er später seinen ungebrochenen Optimismus. Tatsächlich spielte St. Pauli eine fulminante Rückrunde, gewann zehn von 17 Partien, holte 34 Punkte und kletterte bis auf Platz sieben. Eines der Schlüsselerlebnisse dabei: der 2:0-Erfolg gegen Dynamo. Gonthers wichtigste Erkenntnis war jedoch: „Im Laufe einer Saison gibt es immer Rückschläge. Es kommt einzig und allein darauf an, wie man damit umgeht.“ Er jedenfalls hat mit seiner Mannschaft vor drei Jahren die richtige Reaktion gezeigt.

Dynamos Trainer Markus Kauczinski (2.v.r.) ist zuversichtlich, dass Dynamo den Klassenerhalt schafft.
Dynamos Trainer Markus Kauczinski (2.v.r.) ist zuversichtlich, dass Dynamo den Klassenerhalt schafft. © Matthias Rietschel/dpa

Und das hat auch Trainer Kauczinski gemeint, als er kürzlich nach seiner Zuversicht gefragt worden ist. „Ich glaube – und das haben andere schon gezeigt –, dass man anders wiederkommen kann“, meinte er zu den Chancen der Aufholjagd nach der Winterpause. Außer St. Pauli hatte in der gleichen Saison auch Aue gezeigt, wie es geht, ist nach 13 Zählern nach der Hälfte der Saison mit 39 Punkten am Ende auf Platz 14 gelandet und in der Liga geblieben.

Was außerdem hilfreich wäre: Wenn andere in einen Abwärtstrend rutschen. So erwischte es in jener Saison die Würzburger Kickers, die zur Hälfte mit 27 Punkten auf Platz sechs sogar auf den Aufstieg hofften. Doch im Frühjahr gelang ihnen kein einziger Sieg. Sie wurden durchgereicht und stiegen direkt ab. Die zweite Bundesliga wird nicht von ungefähr als eine Wundertüte bezeichnet. Die Tabellenkonstellation mag noch so klar erscheinen, es ist alles möglich. Jeder kann gegen jeden gewinnen. Die Qualitätsunterschiede zwischen den Mannschaften in der zweiten Liga sind kleiner als in der ersten.

Auch deshalb wäre es fatal, wenn sich Dynamo bereits jetzt aufgäbe. Eine Jetzt-erst-recht-Mentalität ist gefragt. Kauczinski drückt das so aus: „Wichtig ist, dass man mental einen Zugang dazu findet und unter dem Druck trotzdem Fußball spielen kann.“ Dieses Selbstbewusstsein war Dynamo abhandengekommen, aber der Eindruck in der Vorbereitung ist ein positiver. Was unstrittig auch an den Neuzugängen liegt. Vor allem die erfahrenen Josef Husbauer, Patrick Schmidt und Marco Terrazzino verstärken das Team nicht nur fußballerisch, sie geben ihm einen neuen Geist. Mit ihrer Überzeugung können sie die anderen mitreißen: Kopf hoch, weiter geht’s, wir schaffen das!

Zuletzt ist Dynamo im Mai 2014 aus der 2. Bundesliga abgestiegen – mit Tränen bei Romain Bregerie (links) und Tobias Müller. 
Zuletzt ist Dynamo im Mai 2014 aus der 2. Bundesliga abgestiegen – mit Tränen bei Romain Bregerie (links) und Tobias Müller.  © Robert Michael

Und wenn nicht? Was, wenn selbst eine sehr gute Rückrunde nicht für das Wunder reicht? Wenn drei andere am Ende einfach besser dastehen? Dann würde Dynamo nach vier Jahren Zweitligazugehörigkeit (so lange übrigens wie nie zuvor) wieder mal in die dritte Liga absteigen. Wobei: Wäre das nicht vielleicht sogar das Beste angesichts des tatsächlich schwer aufzuholenden Rückstands? Also noch einmal einen Schritt zurückgehen, Kräfte sammeln, sich neu formieren und dann stärker denn je zurückkommen?

In der SPD, um mal kurz den Fußballkosmos zu verlassen, trauert man dieser nach der Bundestagswahl 2017 vergebenen Chance inzwischen mehr denn je nach. Statt in der Opposition den Neuanfang zu wagen, stürzt die Partei in der Wählergunst immer weiter ab. In der Politik werden Regierungspausen gern als heilsam bezeichnet. Fußball aber funktioniert so nicht. Ein Gesunden in der dritten Liga ist mittlerweile unmöglich, zumindest für Dynamo.

Vor fünf Jahren war das noch anders. Im Mai 2014, als mit der 2:3-Heimniederlage gegen Bielefeld der direkte Abstieg besiegelt wurde, befand sich der Verein am Nullpunkt. Sportchef Ralf Minge, damals erst wenige Monate wieder im Amt, sprach vom Koma-Patienten Dynamo.

Doch die Intensivstation ist längst verlassen. Aus sieben Millionen Euro Schulden wurden binnen fünf Jahren mehr als neun Millionen Euro auf der Habenseite und die Strukturen deutlich professioneller. Das neue Trainingszentrum, das im Sommer eröffnet wird, ist dafür nur ein Beleg.

Der Abstieg jetzt hätte indes womöglich fatale Folgen. Die finanziellen Konsequenzen wären fürs Erste sogar noch die kleinste Sorge. Eine Saison in der 3. Liga verkraftet Dynamo aus wirtschaftlicher Sicht ohne Probleme, wenngleich der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born beim Durchrechnen festgestellt hat: „Nichts ist so teuer wie der Abstieg.“

Die Mannschaft darf sich nicht auf andere verlassen

Die TV-Einnahmen würden von gut neun Millionen Euro auf reichlich eine Million sinken. Doch auf die Treue der Sponsoren könnte sich der Verein verlassen, auch wenn die Überweisungen in Liga drei sicher kleiner ausfallen. Und auch die Zuwendung der Fans bliebe. Die fast 30.000 kämen auch in der 3. Liga, erst recht, wenn Dynamo dann wieder regelmäßig gewinnt.

Das ist der entscheidende Punkt. Erfolg lässt sich im Sport ganz sicher planen, ein Aufstieg aber nicht. Diese Erfahrung musste zuletzt erst wieder der große Hamburger SV machen, der den Bundesliga-Abstieg als Betriebsunfall ansah und sofort zurückkehren wollte in Liga eins. Nun findet man sich das zweite Jahr in Folge in einer Liga mit Dynamo wieder. Und es gibt etliche Beispiele mehr: Kaiserslautern, 1860 München, Hansa Rostock, Braunschweig... Alle vor ein paar Jahren noch stolze Erstligisten, die jetzt in der 3. Liga dümpeln – und schon froh wären, wenigstens wieder zweitklassig zu sein.

Ein Abstieg, das steht fest, würde Dynamo sehr weit zurückwerfen, zunächst einmal sportlich und vor allem auch im selbst formulierten Anspruch, in absehbarer Zeit zumindest im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg mitmischen zu können.

Wie schon in den vergangenen zwei Jahren ist man nun erst mal am anderen Ende der Tabelle gefordert. Es geht um den Ligaverbleib. Und dafür sind statistisch gesehen in der Regel 40 Punkte nötig. Dynamo muss in den 16 Spielen also 27 Punkte holen, um die magische Marke zu erreichen. Doch selbst die muss nicht immer zum Klassenerhalt reichen. Dynamo selbst hat das schon mal erlebt.

Im Januar 2006 hatten die Schwarz-Gelben sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Unter dem neuen Cheftrainer Peter Pacult und mit einigen Verstärkungen gelangen acht Siege in den verbliebenen 18 Spielen. Insgesamt ergab das 41 Punkte. Es war trotzdem zu wenig! Weil vier Mannschaften direkt absteigen mussten – jetzt sind es nur zwei – und die Konstellation am letzten Spieltag gegen Dynamo war.

Und manchmal sind dann selbst eigene Siege wertlos. Dynamos 3:1 in Rostock nutzte damals nichts, weil der souveräne Spitzenreiter VfL Bochum beim Abstiegskandidaten Unterhaching nur 0:0 spielte. Auf die Siege vermeintlicher Spitzenteams gegen vermeintliche Abstiegskandidaten darf man zwar hoffen, sollte letztlich aber besser nicht darauf angewiesen sein.

Deshalb fordert Sportgeschäftsführer Ralf Minge: „Wir müssen das von Spiel zu Spiel angehen. So abgedroschen das klingt.“ Kauczinski wirft ein: „Wir wissen, dass wir einen gewissen Schnitt brauchen. Das hängt natürlich auch davon ab, wie viel die anderen holen, wir haben nicht alles in der eigenen Hand.“

Allerdings ist es die große Ausnahme, dass 40 Punkte nicht zum Klassenerhalt reichten. Bisher erwischte es außer Dynamo den Chemnitzer FC, der 1996 sogar 42 Punkte hatte, aber die um zehn Treffer schlechtere Tordifferenz, sowie ein Jahr später Waldhof Mannheim mit genau 40 Zählern. Aue musste 2018 mit dieser Bilanz in die Relegation. Und setzte sich durch.

Entscheidend ist auch der Rückhalt von den Fans

Diese zusätzliche Chance ist ein weiterer Mutmacher für die Dresdner, denn in der Relegation sind sie quasi Meister. 2011 schafften sie so den Aufstieg und zwei Jahre später den Klassenerhalt – jeweils gegen den VfL Osnabrück. Der fällt als möglicher Gegner zwar diesmal aus, aber: Er kommt zum letzten Spieltag am 17. Mai nach Dresden. Warum sollte diese Ansetzung nicht auch ein gutes Omen sein?

Wenn es allein um die Unterstützung der Zuschauer ginge, wäre man sorgenfrei. Da gehört Dynamo zur Spitzengruppe. Und gemessen an der Kapazität des Stadions hat sogar nur der FC St. Pauli mehr Zuschauer. Exakt 26.903 Menschen sahen durchschnittlich die bislang neun Heimspiele in Dresden – aber nur drei Siege. Trotzdem, und das ist das Phänomen dieses Vereins, der sich nicht zu Unrecht Sportgemeinschaft nennt, bleiben einzelne Erfolgsfans zu Hause, die meisten aber kommen jedes Mal wieder.

© Robert Michael

Und so wird das Rudolf-Harbig-Stadion am Mittwoch zum ersten der 16 Endspiele um den Klassenerhalt vielleicht nicht ausverkauft sein, aber bestens gefüllt. „Es ist für mich ein emotionaler Verein“, hat Cheftrainer Kauczinski als einen seiner Gründe genannt, das Job-Angebot eines Abstiegskandidaten anzunehmen. „Ich mag es, wenn Stimmung ist, wenn es voll ist, wenn es laut ist. Das macht es aus, das hat mich gereizt: Trotz der vertrackten Lage etwas bewegen, etwas aufbauen zu können.“

Dass deshalb auch die emotionalen Ausschläge, wie Vereinsikone Minge gern sagt, größer sind als anderswo, schrecke ihn nicht. Als die Spieler von den Fans kurz vor Weihnachten am Stadionzaun beschimpft wurden, zeigte Kauczinski dafür Verständnis. „Es sind unsere Fans, denen müssen wir uns stellen und Verantwortung übernehmen. Wenn man da rauskommen will, ist es wichtig, nichts schönzureden. Wir müssen uns hinstellen und anhören, was wir in dem Moment verdient haben.“

Solche klaren Worte kommen an. Und sie fördern das, was im Leitbild des Vereins unter Punkt eins steht: „Unsere Urkraft liegt im Zusammenhalt, erwachsen aus Erfolgen, Niederlagen und Umbrüchen.“ So sehr die Anhänger von der schwachen Hinrunde enttäuscht waren, so bedingungslos unterstützen sie den Neustart. Die Hoffnung steht über jedem Zweifel. So war das schon immer, selbst nach dem tiefsten Tiefpunkt.

2001 verloren sich zum Heimspiel gegen Nordhausen in der vierten Liga nur noch 920 Zuschauer im brüchigen Stadion. Doch zum Start der nächsten Saison waren 2.000 mit in Grimma. Es war der Anfang vom Aufstieg, weil die Mannschaft um ihren Erfolgstrainer Christoph Franke damals diesen Aufbruch mitgelebt hat. Wenn sie das Gefühl, gemeinsam etwas erreichen zu können, auch jetzt vermitteln kann, ist das von unschätzbarem Wert.

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Es hängt ganz sicher viel vom Ergebnis am Mittwoch gegen Karlsruhe ab, noch mehr allerdings von der Einstellung, die sie während des Spiels zeigen. Entscheidend ist schließlich aufm Platz. Wenn es dort nicht stimmt, kippt die Stimmung schnell. Und dann, wirklich nur dann, wäre Dynamo chancenlos.

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