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Eisschnellläufer treffen sich zum Jubiläum

Vor 50 Jahren wurde in Weißwasser die Sektion gegründet. Gesucht sind „Ehemalige“ für das Wiedersehen am 23. Mai.

Von Sabine Larbig
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Peter Weszkalnys ist einer der Organisatoren des Eisschnelllauf-Treffens in Weißwasser, zu dem auch Olympiasieger wie Olaf Zinke kommen.
Peter Weszkalnys ist einer der Organisatoren des Eisschnelllauf-Treffens in Weißwasser, zu dem auch Olympiasieger wie Olaf Zinke kommen. © Joachim Rehle

Wenn Peter Weszkalnys seine Erinnerungs-Alben und Fotos mit einstigen Sportkameraden von der Sektion Eisschnelllauf ansieht, kommt er schnell ins Plaudern. „Damals, 1970, als die Sektion gegründet wurde, war ich 16 Jahre alt und aktiver Schwimmer. Doch der Eissport lockte mich und so entschied ich, Eisschnellläufer zu werden“, erzählt der Gablenzer.

Mit der großen Sportlerkarriere klappte es natürlich nicht mehr. Dem Eisschnelllauf blieb Weszkalnys jedoch treu. Momentan befasst er sich besonders intensiv mit dieser sportlichen Vergangenheit. Denn Peter Weszkalnys gehört neben Ex-Sportlern wie Stefan Meistring, Roland Schulze und Jochen Philipp zum Vorbereitungsteam für ein besonderes Treffen in Weißwasser.

„Wir organisieren seit fast einem Jahr das Jubiläumstreffen für ehemalige Sportler, Übungsleiter, Kampfrichter und Trainer der Sektion Eisschnelllauf der SG Dynamo Weißwasser. Es findet am 23. Mai 2020 statt“, begründet Weszkalnys. Was sich einfach anhört, ist eine enorme Herausforderung für die Macher, die die Idee dazu bei einer Stammtischrunde hatten und sich seit März 2019 einmal im Monat zur Absprache treffen. „Durch Wegzug können wir kaum auf Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Kontakte der Ehemaligen zurückgreifen, wodurch Einladungen-Verschicken ebenso unmöglich ist wie das Planen der Bewirtung anhand von Teilnehmerzahlen oder gar die Bestellung von Anreise- oder Übernachtungsmöglichkeiten“, erläutert Weszkalnys. Gesetzt wird daher auf Mund-zu-Mund-Propaganda und die Hoffnung, dass noch in der Region wohnende Eltern, Familienangehörige, Freunde oder Bekannte vom Treffen berichten und dadurch viele Ehemalige zum Treffen anlässlich 50 Jahre Eisschnelllauf kommen.

Geklappt hat das System bereits 2002 und 2010, als je zwischen 150 und 200 Teilnehmer kamen. „Diesmal rechnen wir deshalb mit etwa 300 Teilnehmern“, so Weszkalnys optimistisch. Die Gaststätte „Fuchsbau“ in der Eisarena Weißwasser ist für das Treffen am 23. Mai bereits gebucht. Abgesprochen mit dem Gaststättenbetreiber ist ebenfalls die Absicherung der gastronomischen Versorgung. Sogar ein gläsernes Erinnerungsgeschenk sowie eine kleine Bildbroschüre mit Schnappschüssen aus der Sektionsgeschichte wird es dank vieler Sponsoren für alle Teilnehmer des Jubiläumstreffens geben. Ein Rahmenprogramm gibt es aber nicht. „Die Leute wollen sich erfahrungsgemäß einfach wiedersehen, miteinander reden, ihre Erfahrungen und Erinnerungen austauschen“, so der Mitorganisator aus Gablenz.

Trotzdem wird es auch Überraschungen geben. Dazu zählen die Begrüßung der Teilnehmer durch Weißwassers OB Torsten Pötzsch, der sogar Schirmherr des Treffens ist, ebenso wie ein Wiedersehen mit den Olympiasiegern Christa Luding-Rothenburger und Olaf Zinke, deren Karrieren in Weißwasser begannen. „Ihre Teilnahmezusagen freuen uns als Organisationsteam sehr“, bekennt Weszkalnys. Wie er gegenüber Tageblatt weiter verrät, werden ebenfalls die ehemaligen Trainer Achim Franke und Horst Meinhardt anreisen. Während Franke bei Dynamo Berlin die Eisschnelllauftalente trainierte, war es in Weißwasser der Ex-Eishockeyspieler, später Eisschnellläufer und DDR-Meister Meinhardt. Ihn zog es von Berlin nach Weißwasser, um hier – gemeinsam mit anderen ehemaligen Spitzensportlern und Sportlerinnen – die neue Sektion mit aufzubauen und als Trainer tätig zu sein. Auch Peter Weszkalnys, der nach seiner aktiven Zeit weiter als Übungsleiter und Kampfrichter bei der Sektion tätig war, wurde einst von Horst Meinhardt trainiert. Kein Wunder, dass sich der Gablenzer schon sehr auf ein Wiedersehen mit seinem heute bei Hamburg lebenden Ex-Trainer freut.

Obwohl die Eisschnelllauf-Ära in Weißwasser nur 20 Jahre dauerte, galten Stadt und SG Dynamo als Talenteschmiede des Eissports, aus der zahlreiche spätere DDR-Meister, Weltmeister und Olympioniken hervorgingen. Mit dem Jubiläumstreffen wollen die Organisatoren die Erinnerung an diese Zeit lebendig halten, ehemaligen Aktiven die Möglichkeit eines Wiedersehens geben und im kollektiven Bewusstsein verankern, dass Weißwasser mehr als „Hockeytown“ war und ist. Es ist auch die Stadt, der Eiskunstläufer und Eisschnellläufer zu sportlichem Ruhm verhalfen.

Treffen: 23. Mai, ab 17 Uhr, Eisstadion („Fuchsbau“)
Kontakt/Anmeldung Teilnehmer:  03576 241834 (Meistring) oder  03576 222599 (Weszkalnys)

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