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Finden die Dresdner Feste doch statt?

Ab 1. September sollen Großveranstaltungen mit über 1.000 Personen wieder erlaubt werden. Was das für Stadt- und Elbhangfest bedeutet.

Ob das Stadtfest so wie 2019 wieder stattfinden kann, ist trotz der neuen Entscheidung noch offen.
Ob das Stadtfest so wie 2019 wieder stattfinden kann, ist trotz der neuen Entscheidung noch offen. © René Meinig

Dresden. Am Dienstag verkündete Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD), ab 1. September sollen Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen wieder erlaubt werden.

Was heißt das für die Dresdner Feste? Euphorie ist durch die Ankündigung nicht ausgebrochen, denn es gibt noch viele offene Fragen.

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"Wir warten ab, bis die Verordnung herausgegeben wird", sagt Stadtfest-Organisator Frank Schröder. Es komme nämlich auf die Nebenbedingungen an, sagt er. "Es klang an, dass die Kontaktnachverfolgung gesichert werden müsse." Also, bei Corona-Fällen die konkreten Personen benannt werden müssen, die mit einem Infizierten in Kontakt waren."

"Bei mehreren 100.000 Besuchern jedem einen Muttizettel mitzugeben, der auszufüllen ist, wäre nicht möglich", sagt Schröder. "Dann könnte auch das Stadtfest nicht stattfinden." Es sei aber noch zu früh, dies zu entscheiden. Schröder rechnet damit, dass das Land die Verordnung, die am 18. Juli inkraft treten soll, ein oder zwei Tage davor veröffentlicht. "In der Woche danach kann dann eine Entscheidung durch den Veranstalter, die Stadt Dresden, getroffen werden." Schröder organisiert und führt es im Auftrag der Stadt durch. Es wurde bereits wegen Corona verschoben, soll nun vom 2. bis zum 4. Oktober stattfinden.

Nichts ändern wird die Ankündigung Köppings beim Elbhangfest, so Chefin Lydia Göbel. Eine Absage des auf den 18. bis 20. September verschobenen Elbhang-Festes wird immer wahrscheinlicher. "Es gibt nach wie vor Unsicherheiten über die Hygienemaßnahmen und ob die Gäste dann überhaupt kommen würden", so Göbel.  "Die verbleibende Zeit für die Vorbereitung des umfangreichen Programms könnte zu knapp werden", so auch Sprecher Holger Friebel. Und das Risiko für Rückschläge bei der Corona-Bewältigung sei groß, wie Ereignisse in anderen Städten zeigen. 

Der Vereinsvorstand hatte vergangene Woche über die Situation beraten. Der Vorstand beschloss dabei, eine Verschiebung des Festes auf 2021 vorzuschlagen. Die endgültige Entscheidung wird nun eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 23.
Juli treffen.

Das 30. Elbhangfest wurde aufgrund der Corona-Krise bereits im März von Juni auf den 18. bis 20. September verschoben. Da eine erfolgreiche Feier als wenig wahrscheinlich angesehen wurde und eine kurzfristige Absage oder ein Totalausfall den Verein in die Insolvenz treiben würde, fiel die Entscheidung zunächst einstimmig für eine Verschiebung in den September.  

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