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Flora et Herba trotzt Corona

Der Mensch im Einklang mit der Natur: Zum 16. Mal lockt Sachsens größter Naturmarkt nach Röderaue auf die Frauenhainer Insel.

Thomas Goldbach vom gleichnamigen Bettenhaus stellt auf dem Markt moderne Upcycling-Technik vor.
Thomas Goldbach vom gleichnamigen Bettenhaus stellt auf dem Markt moderne Upcycling-Technik vor. © Archiv/Kristin Richter

Röderaue. Alle reden von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Für die Initiatoren von Flora et Herba nun wirklich nichts Neues. Denn mit ihrer Idee haben ausgewählte Händler und Direktvermarkter seit 15 Jahren eine Plattform, ihren Beitrag zu einer besseren ökologischen Lebensweise zu präsentieren. Auch in diesem Jahr - der Coronakrise zum Trotz - wird es am 13. September von 10 bis 18 Uhr wieder soweit sein. Gerade in Zeiten einer globalen Pandemie sei es wichtiger denn je, den Planeten und dessen kostbare Natur – unser aller Lebensgrundlage – zu schützen.

Allerdings:  Was kann jeder Einzelne im Alltag tun, um seinen Beitrag zu leisten? Muss Altes immer schon sofort durch Neues ersetzt werden? Stefan Schwager von der Volkssternwarte Riesa hat Antworten und Ideen für eine der größten Herausforderungen unserer Generation. Wer die Welt retten will, muss natürlich gesund und fit sein. Wie wir Krisensituationen mit Körper und Seele meistern und weiterhin lebensfroh bleiben, zeigt uns Heilpraktikerin Ilona Berner.

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Trendmarken in der Centrum Galerie
Trendmarken in der Centrum Galerie

Auch die Centrum Galerie ist mit vielen internationalen Marken und lokalen Händlern bei der langen Nacht des Shoppings dabei.

Den Anfang dafür könnten wir im Schlafzimmer machen. Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen mit schlafen. Das richtige Bett ist also essenziell für unser Wohlbefinden. Was viele nicht wissen: alte Feder- oder Daunendecken und Kopfkissen können neu aufbereitet werden. 

Das Bettenhaus Goldbach reinigt Gänse- und Entenfedern ohne Chemikalien mittels Wärme und Luftstrom. Wie diese traditionelle und zugleich moderne Upcycling-Technik aussieht, stellt Thomas Goldbach auf dem Markt vor. Seine aktuellste Erfindung, das „Kalte-Füße-Bett“, hat er für alle Frostbeulen auch dabei. 

Stichwort Reinigung. Mikroplastik in Kosmetik verschmutzt Trinkwasser und Meer, gefährdet Mensch und Tier. Das muss nicht sein! Wer auf der Suche nach tollen Naturseifen aus pflanzlichen Ölen ist, wird bei Familie Zimmermann fündig. Seit 2013 haben sie sich das Prädikat „regional, nachhaltig, transparent und fair“ auf die Fahne geschrieben. 

Wer sich auch für kulinarische Öle interessiert, kann sich am Stand der Ölmanufaktur vom Huttenberg umsehen. Hier werden Leinöle vom Biobauern CO2-neutral und ohne Abfall verarbeitet. Die kaltgepressten und ungefilterten Schätze verfeinern garantiert jedes Mahl. 

Passend dazu freuen sich die Organisatoren besonders, erstmalig die „Sächsische Tomatenkönigin“ zu begrüßen. Aus ihrer über 600 Sorten großen Sammlung wird Birgit Kempe etwa 200 verschiedene Tomaten auf der Insel präsentieren. Seit 1999 produziert sie das Saatgut all ihrer Paradiesäpfel, die in verschiedenen Farben und Mustern gedeihen und vor allem schmecken. Tipps und Tricks für den Eigenanbau und die Erhaltung der Frucht hat sie natürlich parat.

Ein Hinweis der Veranstalter: Es werden alle nötigen Sicherheits- und Abstandvorkehrungen getroffen. Hygiene- und Desinfektionsmittel stehen allen Besuchern – Dank Kerstin Boragk von der Löwen-Apotheke Großenhain und Gröditz – selbstverständlich zur Verfügung. Der Eintritt kostet vier Euro (Kinder bis zwölf Jahre frei).

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