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Viel Müll im Wald

Im Schnitt hat jeder im Kreis Görlitz voriges Jahr 89 Kilo Restmüll produziert. Bedenklich stimmen die Wildverkippungen.

Couch und Kühlschrank: Der Containerplatz an der Dr.-Kahlbaum-Allee in Görlitz ist immer wieder beliebter Platz für illegale Müllentsorgung.
Couch und Kühlschrank: Der Containerplatz an der Dr.-Kahlbaum-Allee in Görlitz ist immer wieder beliebter Platz für illegale Müllentsorgung. ©  Archiv/Nikolai Schmidt

Minimal ist die Zahl angestiegen: Während die Menschen im Kreis Görlitz 2018 etwa 88 Kilogramm Restmüll pro Kopf fabriziert haben, waren es voriges Jahr 89 Kilogramm.

Im Vergleich zu den sachsenweit 122 Kilogramm Restmüll liegen die Görlitzer weit unter Schnitt. Das teilt der Landkreis Görlitz in seiner Abfallbilanz mit. Um den Trend unabhängig von der Einwohnerentwicklung darzustellen, erfolgt eine entsprechende Umrechnung.

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Mülltrennen geht besser

Die Einwohner im Kreis würden ihren Müll auch gut trennen. Ein Indiz dafür sei die steigende Zahl beim Bioabfall – 92 Kilogramm pro Person. „Trotz des guten Ergebnisses sind die Bioabfallmengen im Restabfallbehälter zu hoch“, teilt der Kreis mit. „Ziel ist es, möglichst viele Einwohner über die Biotonnensammlung zu erreichen, um die Restabfallmenge sichtbar zu reduzieren.“ Immer wieder würden auch Wertstoffe wie Kunststoff oder Metall im Restmüll landen. Und andersrum stellt der Kreis auch immer wieder Fehlwürfe in der Gelben Tonne fest.

Schwierigkeiten in Großwohnanlagen

„Die Qualität der Mülltrennung leidet besonders in Großwohnanlagen“, teilt der Kreis mit. „Mit einer ordnungsgemäßen Trennung über die flächendeckend eingeführte Gelbe Tonne für Leichtverpackungen oder die Aufstellung einer Biotonne für Speisereste oder Küchenabfälle kann jeder Einwohner einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.“ Beim Sperrmüll wurden voriges Jahr 41 Kilo pro Einwohner gesammelt, das sind zwei Kilo mehr als im Vorjahr. Bei der Wertstoffsammlung von Papier, Pappe, und Glas hingegen gab es keine Veränderungen. 

Bedenklich seien dagegen die Zahlen bei der illegalen Müllentsorgungen: Allein 10,24 Tonnen Restabfall, 1,41 Tonnen Sperrmüll, elf elektronische Geräte, 178 Altreifen und eine Tonne Asbest sowie gefährliche Abfälle wurden im vergangenen Jahr aus den hiesigen Wäldern geholt. (SZ)

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