merken
PLUS Görlitz

Rosenhof startet Riesen-Reitsport-Turnier

Seit Dienstag messen sich in Görlitz sechs Tage lang Springreiter, danach vier Tage lang Dressurreiter – alle auf Top-Niveau.

Der für den RSV Rothenburg startende Kamenzer Marvin Jüngel wird versuchen, in die Phalanx der renommierten Reiter beim Rosenhof-Turnier einzudringen.
Der für den RSV Rothenburg startende Kamenzer Marvin Jüngel wird versuchen, in die Phalanx der renommierten Reiter beim Rosenhof-Turnier einzudringen. © Hans-Ernst Friedrich

Während viele Veranstalter mit der Streichung oder Verkleinerung ihres Sportevents auf die Corona-Krise reagieren, geht der Rosenhof Görlitz jetzt, wo es einige Lockerungen in den Pandemie-Bestimmungen zulassen, den genau entgegengesetzten Weg: Das Turnier, das in den vergangenen Jahren als reines Springturnier wegen der tollen Anlage und der hochkarätigen Ausschreibung schon Spitzenreiter angelockt hatte, wurde noch einmal erweitert. 

Ab dem heutigen Dienstag messen sich sechs Tage lang Springreiter in insgesamt 25 Prüfungen. Jeden Tag werden vier bis fünf Prüfungen durchgeführt, mit riesigen Teilnehmerfeldern. In der Spitze gibt es über 100 (!) Nennungen für eine Prüfung. „Nachdem so viele Turniere wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, wollten wir den Sportreitern bei uns so viele Startmöglichkeiten wie möglich bieten“, erklärt Tina Kage vom veranstaltenden Rosenhof-Verein. 

Arbeit und Bildung
Alles zum Berufsstart
Alles zum Berufsstart

Deine Ausbildung finden, die Lehre finanzieren, den Beruf fortführen - Hier bekommst Du Stellenangebote und Tipps in der Themenwelt Arbeit und Bildung.

Viele Profireiter am Start - und die Besten von hier

Die Görlitzer haben das Niveau der Spitzenprüfungen etwas reduziert (und damit auch das Preisgeld). Es sind aber immer noch fünf S*- und zwei S**-Prüfungen ausgeschrieben. Außerdem gibt es in Görlitz wieder Qualifikationschancen für das Bundeschampionat in Warendorf mit fünf- und sechsjährigen Springpferden. Der Höhepunkt des Springturnieres, der Große Preis am Sonntag, hat in diesem Jahr einen Stern weniger. „Wir sind unseren Sponsoren, insbesondere unseren Hauptsponsoren Autohaus Scholz und AFP Group, sehr dankbar, dass sie so zu uns stehen und uns damit dieses Turnier ermöglichen“ sagt Tina Kage. Das Turnier bleibt sportlich hochkarätig, ist an leistungssportlich orientierte und Profireiter gerichtet und wird dankbar angenommen.

 Alle bekannten Reiter, die schon in den vergangenen Jahren da waren, kommen wieder: Dazu gehören Derbysieger André Thieme, Thomas Kleis und die Titelverteidigerin Amke Strohman, die sich in Görlitz mit gleich 25 (!) Pferden angemeldet hat und Bereiter mitbringt, damit diese Pferde möglichst viele Startmöglichkeiten bekommen. Die besten Reiter des Landkreises lassen sich diese Startchance natürlich auch nicht entgehen. Unter anderem sind die Rothenburger Philipp Schober und Marvin Jüngel am Start, die Kodersdorferin Kristin Kuhn und die Görlitzerin Svenja Arndt. Wie gut sie sich in dem hochklassigen Teilnehmerfeld behaupten können, wird eine spannende Frage.

Zuschauer dürfen dabei sein

Das Beste aber am Mammutturnier: Zuschauer sind zugelassen! „Bis zu 1.000 Personen dürfen auf die Anlage. Wir haben ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet. Platz haben wir genug, um Abstände zu wahren. Die Starter müssen wegen einer möglichen Nachverfolgung viel Papier ausfüllen. Die Zahl der Zuschauer erfassen wir über den Eintritt“, erklärt Tina Kage, die sich fast dafür entschuldigt, dieses Mal einen kleinen Obolus von den Zuschauern einzufordern: drei Euro für Erwachsene und ein Euro für Kinder. Eine Wochenkarte mit Eintritt zu allen Veranstaltungen soll schlappe fünf Euro kosten. „Wir brauchen das Geld, um keine Miesen zu machen“, erklärt die Mitorganisatorin und verweist darauf, dass sich unzählige Helfer ehrenamtlich bei diesem Turnier engagieren. Um den Turnierplatz sorgen entsprechend aufgestellte Sitzgelegenheiten dafür, dass Abstände eingehalten werden. Solange dies möglich ist, gibt es auch keine Maskenpflicht. Die Organisatoren setzen dabei ausdrücklich auch auf die Eigenverantwortung der Besucher. 

Am Rande des Platzes gibt es noch Einiges mehr: die in den vergangenen Jahren schon gewohnten Imbissangebote und auch den kleinen Rummel mit Fahrgeschäften. Ein Kommen lohnt sich also auch für Familien. Nach dem Springturnier bleiben die Stallzelte gleich stehen, der Platz wird neu hergerichtet. Denn von Donnerstag bis Sonntag (13. bis 16. August) folgt erstmals auch ein Rosenhof-Dressurturnier dieser Größenordnung. „Schließlich lechzen auch die Dressurreiter nach Startmöglichkeiten“, erklärt Tina Kage. Es wird 17 Prüfungen von Anfänger bis S-Niveau geben. Höhepunkt wird eine S***-Sterne-Dressurprüfung am 16. August. Auch hier haben sich schon viele, auch bekannte Dressurreiter angemeldet.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Görlitz