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Großbaustelle Luther-Gymnasium

Ferienzeit ist Bauzeit an den Schulen des Landkreises Mittelsachsen. In Hartha gibt es deshalb keine Sommerschule.

Uwe Nitschke von der Firma DAM bereitet die Verlegung von Datenkabeln im Gymnasium in Hartha vor.
Uwe Nitschke von der Firma DAM bereitet die Verlegung von Datenkabeln im Gymnasium in Hartha vor. © Norbert Millauer

Region Döbeln. Ferienzeit ist Bauzeit. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Schulen der Region wird während der schulfreien Zeit besonders intensiv gebohrt, geschraubt, gehämmert. Auch der Landkreis investiert in diesem Sommer in seine Bildungsstätten. Zur Großbaustelle ist daher unter anderem das Martin-Luther-Gymnasium in Hartha geworden.

Keine Sommerschule wegen Baulärm

Dort wird dieser Tage ein neues Datennetz installiert. Jeder Raum erhält dabei neue Technik, um die Voraussetzungen für den interaktiven Unterricht zu schaffen. Da, wo bisher kein Internetanschluss zur Verfügung stand, wird dieser entsprechend nachgerüstet. Zudem entsteht aus zwei bisherigen Klassenräumen ein größerer Mehrzweck- beziehungsweise Multifunktionsraum.

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 Die Arbeiten sind sehr lärm- und staubintensiv. Es gibt auch Kernbohrungen, sagt Kreissprecher André Kaiser. Aus diesem Grund verzichtet das Gymnasium auch auf eine Sommerschule in der ersten beziehungsweise fünften Ferienwoche, teilt Schulleiterin Heike Geißler mit.

 Obwohl sie und ihr Kollegium den Schülern gern dieses Angebot unterbreitet hätten. Lernen auf der Baustelle? Das war aber einfach keine durchführbare Option. Der Großteil der Arbeiten soll bis zum Ende der Ferien abgeschlossen sein. Restarbeiten werde es noch in den Herbstferien geben, ergänzte André Kaiser.

Multifuktionsraum lässt sich teilen

Der neue Multifunktionsraum entsteht in der vierten Etage des Gebäudes, das über keine Aula verfügt. Für knapp 100 Personen wird der neuen Raum nutzbar sein. Bei Bedarf ist auch eine Teilung in zwei separate Klassenzimmer möglich. In dem Raum befindet sich zudem ein Lager für Tische und Stühle. Eingebaut werden auch Rollos sowie eine Akustikdecke. Die Beleuchtung wird erneuert. Zudem erhält auch dieser Raum interaktive Tafeln und Medientechnik, informierte Kaiser. Genutzt werden könne der Bereich zukünftig für größere Veranstaltungen oder Elternabende.

Containerstellplatz wird vergrößert

Doch auch im Außenbereich der Schule wird gebaut. Dort wird der Stellplatz für die Container erweitert. Hintergrund sind hier Sicherheitsbestimmungen, sagt die Schulleiterin. Bisher war auf dem Stellplatz zu wenig Platz für die Container. Das werde sich nun ändern. Doch im Vergleich zu den Vorhaben im Inneren des Schulhauses sei der Stellplatz nur ein kleines Projekt. 

Knapp 3.000 Euro sind dafür nötig. Weitere 3.400 Euro sind für Malerarbeiten in den Informatikräumen des Gymnasiums vorgesehen. Kleinigkeiten im Vergleich zu den rund 395.000 Euro, die sich der Landkreis die neue Verkabelung sowie den Multifunktionsraum kosten lässt. 

Damit geht jedoch nur ein Bruchteil der 1,7 Millionen Euro an Investitionen in die Werterhaltung der landkreiseigenen Schulen nach Hartha. Gebaut wird während der Sommerferien im Auftrag des Kreises unter anderem auch in der Regenbogenschule in Döbeln.

Schulleiterin Heike Geißler zeigt den neuen Multifunktionsraum, in dem zukünftig bis zu 100 Personen Platz nehmen können.
Schulleiterin Heike Geißler zeigt den neuen Multifunktionsraum, in dem zukünftig bis zu 100 Personen Platz nehmen können. © Norbert Millauer

Sandspielplatz wird im September fertig

Rund 90.000 Euro sind dort für den Umbau der Toilette im Keller vorgesehen sowie die Sanierung der Waschtische in den Klassenräumen. Im Außenbereich entsteht zudem ein Sandspielplatz. Dieser wird rund 83.000 Euro kosten. Während die sanitären Anlagen bereits im August fertiggestellt sein sollen, ist für den Spielplatz ein Ende der Arbeiten im September geplant, teilte der Landkreis mit.

Aber auch ins Berufliche Schulzentrum Döbeln-Mittweida wird weiter investiert. So hat im Juli der nächste Bauabschnitt in Sachen brandschutztechnischer Ertüchtigung am Schulteil Döbeln in Haus A begonnen. 

Insgesamt sind dafür fast 1,8 Millionen Euro nötig. In den Ferien werden 87.000 Euro verbaut. Abschluss der Gesamtmaßnahme soll im Jahr 2022 sein. Am Schulteil in Rochlitz läuft bereits seit April die Erneuerung von Fenstern, Glasfassade und Sonnenschutz. 

Rund 189.000 Euro sind dafür notwendig. Mit rund 152.000 Euro wird der größte Betrag jetzt während der Sommerferien investiert. Abschluss der Arbeiten hier soll im November 2020 sein.

Schwimmbecken für Förderschule

Die aktuell größte Maßnahme an Schulen im Landkreis ist der Bau eines Lehr- und Schwimmbeckens für die Förderschule in Flöha. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Fertigstellung soll Ende 2021 sein.

Die Kosten für die zahlreichen Maßnahmen an den Bildungsstätten in Trägerschaft des Landkreises summieren sich insgesamt auf 11,5 Millionen Euro. Teilweise kann Mittelsachsen dabei auf Fördergeld zurückgreifen, unter anderem aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ oder „Invest Schule“.

Geld für Laptops, PC und Tafeln

Für die digitale Ausstattung der kreiseigenen Schulen gab es kürzlich noch mehr Geld, Wie das Landratsamt bekannt gab, ging in der vergangenen Woche ein Bescheid über 3,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm“ Digitale Schule“ ein.

 „Mit dem Geld werden die Einrichtungen bis 2024 unter anderem mit Laptops, PC oder interaktiven Tafeln ausgestattet. Außerdem sind an zahlreichen Schulen Investitionen beziehungsweise Baumaßnahmen im Bereich Netzwerk- oder Servertechnik notwendig“, hieß es dazu in einer Mitteilung der Behörde. 

Derzeit liefen weitere Detailabstimmungen mit den Schulen über die Beschaffung der Technik. Die Unterstützung war vom Landkreis beim Bund nach der Bedarfsermittlung an den schulen beantragt worden, so André Kaiser.

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