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Löbau

Hans Golombek scheidet als Stadtrat aus

Der CDU-Fraktionsvorsitzende aus Löbau gibt sein Mandat nach 17 Jahren ab. Als Grund nennt er seine angeschlagene Gesundheit. 

Hans Golombek gibt gibt sein Mandat im Löbauer Stadtrat nach 17 Jahren auf.
Hans Golombek gibt gibt sein Mandat im Löbauer Stadtrat nach 17 Jahren auf. © Archivfoto: Matthias Weber

Jedenfalls für die CDU konnte er bei der Kommunalwahl noch einmal die meisten Stimmen auf sich vereinen. Gut 650 Löbauer gaben Hans Golombek am 26. Mai ihre Stimme dafür, seine Arbeit als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat weiterzuführen. Ein Ergebnis, das der Ebersdorfer auch auf seine Bekanntheit zurückführt. "Es war eine reine Personenwahl", sagt er.

Doch nun, noch vor der ersten Sitzung des neu gewählten Stadtrates, hat der 69-Jährige entschieden, sein Mandat nicht anzutreten - ein Rückzug nach 17 Jahren im Löbauer Stadtrat. Schon in den zurückliegenden Wochen war der Platz von Hans Golombek bei den Sitzungen leer geblieben. Nun macht er es offiziell: "Ich bin gesundheitlich stark angeschlagen. Es ist absehbar, dass ich nicht mehr voll einsatzfähig bin", sagt er auf SZ-Nachfrage. Überhaupt sei er nur zur Wahl angetreten, weil er auf eine Besserung gehofft hatte. "Aber in den letzten Wochen hat sich ergeben, dass es keinen Sinn macht", sagt er.

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Statt sein Mandat nicht voll wahrnehmen und damit seiner Verantwortung vor den Wählern nicht gerecht werden zu können, entschied er, lieber gleich zu Beginn der Wahlperiode wieder zurückzuziehen. Hans Golombeks politische Nachfolge ist bereits geregelt. "Mit Andreas Röntsch rückt ein hervorragend geeigneter Stadtrat nach", sagt Golombek. Der Ingenieur saß bisher bereits für die CDU im Rat, erreichte bei der Wahl aber nicht genügend Stimmen. Nun macht ihm Hans Golombek den Weg frei.

Mit dem Rückzug von Hans Golombek endet eine langjährige lokalpolitische Karriere in Löbau und der Region. Bis 1990 hatte der gelernte Maschinenbauer und Landwirtschaftstechnik-Meister die einstige Forstwerkstatt am Löbauer Berg geleitet. 1990 trat er der CDU bei und wechselte als damals noch hauptamtlicher Bürgermeister des heute nach Löbau eingemeindeten Ebersdorf in die Lokalpolitik. Das nötige Verwaltungswissen musste er sich damals berufsbegleitend erst aneignen. "Es gab damals die Anforderung, den sogenannten Angestelltenlehrgang 2  zu absolvieren", erinnert er sich. An der Hochschule Zittau paukte er dafür zweieinhalb Jahre lang und erlangte so einen Abschluss als Verwaltungswirt. Nach der Eingemeindung von Ebersdorf wurde er 1995 in Großhennersdorf zum Bürgermeister gewählt. Aus diesem Amt schied Hans Golombek 2002 aus und wurde anschließend Stadtrat in Löbau. Für diese Zeit lobt er die stets konstruktive Arbeit aller Räte zum Wohle der Stadtpolitik als größten Verdienst des Stadtrates.

Nun will er ein bisschen kürzer treten. "Ich habe eine schöne Schmetterlingswiese und den Garten als Hobby", sagt Hans Golombek. Da bleibe genug zu tun, was ihn ausfüllt.

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