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Kamenz

Hier lassen Profis ihre Messer schärfen

Seit 40 Jahren sorgt die Scherenschleiferei Kahl in Kamenz für funktionierende Klingen jeder Art. Auch große Firmen gehören zur Kundschaft.

Im kleinen Laden steht Mama Barbara noch hinterm Verkaufstresen. Mit ihren 72 Jahren hilft sie ihrem Sohn Matthias aus. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Zurzeit arbeitet er am neuen Stollenmesser fürs Advents Spectaculum (im Bild).
Im kleinen Laden steht Mama Barbara noch hinterm Verkaufstresen. Mit ihren 72 Jahren hilft sie ihrem Sohn Matthias aus. Die beiden sind ein eingespieltes Team. Zurzeit arbeitet er am neuen Stollenmesser fürs Advents Spectaculum (im Bild). © René Plaul

Kamenz. Klingklangklong. Die Ladenklingel hat heute wieder mal gut zu tun bei Kahls. Die Mitarbeiterin einer ansässigen Zahnarztpraxis packt zwei kleine Zangen auf den Tisch. Die müssten nachgebessert werden. Ein anderer Kunde holt sein ziemlich stumpfes, in Zeitungspapier eingewickeltes Brotmesser aus der Tasche. In etwa sieben Tagen kann er es wieder haben. So scharf, dass man fast einen Waffenschein braucht. Zurzeit liegt viel Arbeit an. Eigentlich immer. Matthias Kahl schaut zufrieden ins Auftragsbuch. Gut Ding will Weile haben, meint er. Handarbeit ist nach wie vor gefragt. Auch in einer hoch technologisierten Welt. Und man weiß, was man hat. „Wer einmal ein ordentlich geschliffenes Messer oder eine Schere in der Hand hatte, lernt den Wert schätzen“, sagt der Kamenzer. Keiner gibt sich gern mit einer sogenannten „Gieke“ ab.

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