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Hochsteinwirtin wartete lange auf Staatshilfe

Gastwirtin Martina Mertsch hoffte auf schnelle Unterstützung in der Corona-Krise. Die kam - aber zunächst nicht vom Staat.

Martina Mertsch ist die Inhaberin der Hochsteinbaude in Königshain.
Martina Mertsch ist die Inhaberin der Hochsteinbaude in Königshain. © Gabriela Lachnit

Martina Mertsch ist die Wirtin des Berggasthofes "Hochsteinbaude" in Königshain bei Görlitz. Sie hatte bei der kleinen Reihe "Hier koche ich" der Sächsischen Zeitung mitgemacht. Dabei erzählte sie, dass sie schon drei Wochen lang auf die staatliche Unterstützung wartet. Denn auch sie musste ihre Gaststätte schließen, hatte keine Einnahmen mehr, dafür aber fortlaufend Rechnungen zu begleichen.

Soforthilfe war ein Segen

Martina Mertsch war in großer Sorge. Ihren Koch musste sie in Kurzarbeit schicken, ihre Tochter, die im Berggasthof mitarbeitet, entlassen. Den Antrag auf Soforthilfe vom Staat stellte sie alsbald. Für die 72-Jährige war das eine Herausforderung, schließlich hat sie nicht jeden Tag mit Computerprogrammen zu tun. Sie machte sich schon Gedanken, ob sie möglicherweise auf Internetbetrüger hereingefallen war.

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Denn die waren schnell aktiv und versuchten, an Daten von Unternehmen heranzukommen, um selbst die Hilfsgelder zu kassieren. Doch dann schließlich gelang es Martina Mertsch nach unzähligen Versuchen und langen Wartezeiten, doch telefonisch nachzufragen, ob ihr Antrag überhaupt angekommen war und warum sie so lange warten musste.

Endlich kam die Unterstützung. "Das war ein Segen für mich", sagt Frau Mertsch, "die ganz große Anspannung war plötzlich weg." 

Hilfsangebote auch von fremden Menschen

Sehr berührt haben die Wirtin vom Berggasthof mehrere Anrufe von Freunden und Bekannten, die nach Erscheinen des Zeitungsbeitrages Frau Mertsch ihre Unterstützung anboten, auch finanzielle. "Auch fremde Menschen wollten für mich spenden", erzählt sie. Aber sie lehnte die Spenden ab, weil schon bald die Hilfe vom Staat eintraf. Trotzdem freut sich Martina Mertsch noch heute über so viel Hilfsbereitschaft.

Mittlerweile ist auch die Hochsteinbaude wieder geöffnet. Für Wanderer und Ausflügler bietet die Wirtin draußen den Kiosk-Betrieb mit Terrasse vor der imposanten Felsenkulisse an. Der Gastraum in der Hochsteinbaude ist aber nur am Wochenende geöffnet.

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