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Wie sich Kodersdorf den Verkehr im Ort wünscht

Bus und Bahn sollen besser vernetzt werden. Das ist nicht leicht. Bald aber könnte der ganz große Wurf gelingen.

Wird der Haltepunkt Kodersdorf Bahnhof bald zum P+R-Standort mit E-Bikes zum Weiterfahren in den Ort? Die Untersuchungen dazu laufen.
Wird der Haltepunkt Kodersdorf Bahnhof bald zum P+R-Standort mit E-Bikes zum Weiterfahren in den Ort? Die Untersuchungen dazu laufen. © André Schulze

Bis Ende Mai hatten die Kodersdorfer Zeit, ihre Wünsche zur Gestaltung der künftigen Mobilität im Ort mitzuteilen. Die Mobilitätswerk GmbH aus Dresden hatte dazu im Auftrag der Zukunftswerkstatt Lausitz 800 Briefe verschickt. Auch im Internet konnten sich die Einwohner daran beteiligen.

Mit 50 Rückmeldungen fiel die Reaktion allerdings relativ mager aus. Doch Bürgermeister René Schöne schreckt das nicht. Viele Dinge seien vorher schon angesprochen worden. Die Umfrage habe die Kernaussagen nun noch einmal bestätigt. "Da geht es zum Beispiel darum, das Ortszentrum mit den Einkaufsmöglichkeiten verkehrstechnisch besser zu erschließen."  Aber auch Rufbus und Bürgerbus spielen eine Rolle.

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Genauso wie die bessere Verknüpfung von Bus- und Bahnverkehr sowie die Anbindung der Ortsteile. Interessant zudem: Besonders oft wird eine Direktverbindung mit dem Bus zwischen Görlitz und Kodersdorf angeregt. Immerhin pendeln täglich rund 350 Arbeitnehmer aus der Neißestadt ins Gewerbegebiet an der B 115. René Schöne findet aber auch diesen Hinweis überlegenswert: P+R am Bahnhof Kodersdorf mit Weiterfahrt auf dort wartenden E-Bikes.

Maßgeschneidertes Programm soll entstehen

"Insgesamt sehen wir uns durch die Hinweise in unseren Bemühungen bestärkt, Kodersdorf in eine neue verkehrstechnische Zukunft zu führen", so der Bürgermeister. Wenn alle Informationen aufgearbeitet seien, werde es eine öffentliche Bürgerversammlung geben, in der die Ergebnisse der Befragung und der Ausblick auf die Fortführung des Projektes vorgestellt werden.

Auch wenn der Leidensdruck, den Verkehrsbereich zu verändern, momentan nicht besonders groß sei - Schöne begründet das mit dem aktuell billigen Benzin und Autos, die ihren Käufern dank Rabatt- und Fördergeldern nahezu hinterhergeworfen würden - arbeite man doch mit Hochdruck weiter an der Verbesserung der innerörtlichen Mobilität. "Wir wollen ein maßgeschneidertes Programm auf die Beine stellen, wann welches Verkehrsmittel genutzt werden kann. Alles was auch nur ansatzweise auf dem Markt ist, soll einbezogen werden."

Einstieg in Großprojekt autonomes Fahren

Große Hoffnung setzt der Gemeindechef auf das Projekt zum autonomen Fahren, in das sich Kodersdorf einklinken möchte. Die sächsische Staatskanzlei hat ihre Unterstützung bereits zugesagt. Und auch aus der Wirtschaft gibt es großes Interesse. In nicht mehr allzu weiter Ferne könnte demnach ein Fahrzeug in der Gemeinde seine Testfahrten antreten, das anfangs zwar durch einen Fahrer manövriert wird, mit der Zeit aber mit seiner autonomen Funktionsweise immer mehr selbst klarkommen muss. "Fahrten bei Regen, Nebel, wenn Tiere die Straße queren - all das wollen wir untersuchen. Mit einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 70 km/h", erzählt der Bürgermeister über das sich abzeichnende Großprojekt.

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