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Kamenz

Lavida im Aufbruch

Tobias Jantsch zieht mit seinem Studio in Kamenz um. In seinen neuen Traum investiert er eine Million Euro.

Lavida zieht innerhalb von Kamenz um. „Wir setzen wie immer auf Individualität und das besondere Etwas. Und das wird man nun noch mehr in unseren neuen Räumen an der Hoyerswerdaer Straße 24 finden“, sagt Chef Tobias Jantsch. Die Zahnarztpraxis im Erdgesch
Lavida zieht innerhalb von Kamenz um. „Wir setzen wie immer auf Individualität und das besondere Etwas. Und das wird man nun noch mehr in unseren neuen Räumen an der Hoyerswerdaer Straße 24 finden“, sagt Chef Tobias Jantsch. Die Zahnarztpraxis im Erdgesch © Matthias Schumann

Kamenz. Endlich ist alles in trockenen Tüchern. Jetzt darf die Neuigkeit auch endlich an die Luft: Lavida Kamenz ist im Aufbruch. Das Zentrum für Gelenk- und Wirbelsäulenrekonditionierung zieht im September um. Innerhalb der Stadt. Und wird weiterhin gut erreichbar für die Kundschaft bleiben. Auch wenn die neuen Räume vielleicht ein bisschen kleiner daher kommen – zahlreiche Verbesserungen und exklusive Angebote warten dann dort auf die Patienten. „Wir setzen wie immer auf Individualität und das besondere Etwas. Und das wird man nun noch mehr in unseren neuen Räumen an der Hoyerswerdaer Straße 24 finden“, sagt Chef Tobias Jantsch.

Dafür hat er eine wunderschöne Villa erworben. Dort baut er in den nächsten Monaten deren erste Etage und das Dachgeschoss um. Daran musste er in den letzten Monaten mehr als nur einen Gedanken verschwenden. Denn alles musste sehr schnell gehen. Die Zeit drängte leider. „Ich habe mir mehrere Objekte in der Stadt angesehen, auch einen Neubau auf der grünen Wiese angedacht. Aber dieses Objekt hier war einfach das richtige“, sagt er.

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Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt

Dass es überhaupt zum Neustart kommt, ist nicht in zwei Sätzen erklärt. Und doch stellt der Kamenzer seine Beweggründe nicht in den Fokus. „Manchmal muss man im Leben umplanen. Und manchmal trennen sich auch gemeinsame Wege mit einem glatten Schnitt“, sagt er. „Die Werte zwischen mir und meinem bisherigen Vermieter haben sich verschoben. Wir kamen am Ende nicht mehr auf einen gemeinsamen Nenner“, so Tobias Jantsch. Das ist schade, zumal man sich an der Talstraße etwas wirklich Zukunftsträchtiges aufgebaut hatte. Und vor Kurzem erst neue Räume eingeweiht wurden. „Ich trauere der Zeit jedoch mittlerweile nicht mehr hinterher, obgleich ich sehr dankbar bin, dass es sie gab. Und ich natürlich auch dankbar für die Möglichkeiten bin, die sich mir hier vor vielen Jahren eröffneten“, so Tobias Jantsch.

Lavida ist mittlerweile weit über die Stadtgrenzen bekannt. Grund dafür ist vor allem die unkonventionelle Herangehensweise seines Gründers. Der 36-Jährige hat ein Konzept. Es klingt so ungewöhnlich wie einleuchtend. Und es kommt super an bei der Kundschaft. „Ich bin davon überzeugt, dass der Körper von Natur aus mit allem ausgestattet ist, um sich selbst gesund zu erhalten. Dieses Gleichgewicht wird meiner Meinung nach durch drei Hauptfaktoren gestört: Stress durch ein Trauma, chemischer Stress der eine Vergiftung des Körpers nach sich zieht und psychischer Stress“, sagt er. Da genau hinzuschauen, hat sich Jantsch zur Aufgabe gemacht. Er spricht viel mit seiner Kundschaft, reflektiert Verhaltens- und Lebensweisen. Hört zu. Spricht aus. Und geht Veränderungen mutig an.

Individuelle Gruppen

Nun stehen zur Abwechslung einmal im eigenen Leben Veränderungen an. Meistens eröffnen sich dadurch aber auch neue Wege. „Wir waren natürlich geschockt, als wir die Kündigung im April bekamen, doch wir mussten und haben sie akzeptiert“, sagt er. Innerhalb eines halben Jahres musste daraufhin etwas Neues gefunden und den Anforderungen entsprechend umgebaut werden. Das war und wird sportlich. Für einen kurzen Moment hatte Tobias Jantsch sogar darüber nachgedacht, den Sitz des Zentrums ganz nach Dresden-Blasewitz zu verlegen, wo er seit November 2018 erfolgreich eine Filiale betreibt. „Doch das war nur eine ganz kurze Überlegung, die ich schnell verworfen habe. Man darf das Mutterschiff eines Unternehmens einfach nicht schließen“, sagt er. Zumal er selber in Kamenz als Heimat angekommen ist und sich nicht dringlich verändern möchte.

Viele seiner Patienten sind heilfroh darüber. Denn das wöchentliche Training in kleinen individuellen Gruppen mit persönlichem Trainer und besonderen Behandlungen gehört für viele zum Leben dazu. Exklusive Geräte, spezielle Anwendungen, persönliche Beratungen – das macht Lavida aus. Laut Tobias Jantsch braucht der Körper die Balance. Egal ob es sich um Muskulatur, Faszien, Sehnen, Bänder oder die Psyche handelt. Sobald sich eine Dysbalance einstellt, wird sich der Körper melden. Sei es durch einen eingeschränkten Bewegungsapparat, Schmerzen - bis hin zu Depressionen. Nach und nach hat der Fitnesstrainer seine Theorie mit handfesten Beweisen untermauert. Viele sehr persönliche Erfahrungsberichte kann man auf der Homepage nachlesen. Geschichten von Menschen, die eigentlich schon keine Hoffnung mehr hatten. Auch in Dresden ist der Run auf die Marke Lavida groß.

Wenn Tobias Jantsch jetzt in Kamenz noch einmal im großen Stil investiert, dann ist dies gut durchdacht. Immerhin geht es um eine Million Euro. „Hier in der Villa haben wir aber neue Möglichkeiten. Vor allem auch im angrenzenden Gartengrundstück“, sagt er. Kleine Trainingsgruppen können künftig in einer wunderschönen grünen Oase trainieren. Ein angrenzendes Gartenhaus steht zudem zur Verfügung. Genügend Parkplätze sind vorhanden und die Lage könnte nicht besser sein – nah an der Altstadt und doch ruhig gelegen. Die Osteopathieabteilung zieht in ein tolles Kaminzimmer ein. „Die Bedingungen werden insgesamt exklusiver. Das ist aber auch der Wunsch meiner Kundschaft“, sagt er. Mittlerweile bildet das Zentrum übrigens seinen ersten Azubi aus. Und ein neuer Trainer stieß zum Team dazu. Darauf ist man stolz. Es gibt viel zu tun. Die Zahnarzt-Praxis im Erdgeschoss bleibt natürlich im Haus.

„Wenn wir im September eröffnen, gibt’s ein kleines Fest“, verspricht der Chef. Bis dahin gilt: Arbeit, Arbeit, Arbeit …