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Leerstehende Häuser sollen saniert werden

Mehrere Brachen im Zentrum der Dresdner Neustadt sind zum kleinen Politikum geworden. Nun will der Eigentümer handeln. 

Blick auf die Häuser Katharinenstraße 8 und 10
Blick auf die Häuser Katharinenstraße 8 und 10 © Sven Ellger

Zwei seit vielen Jahren leer stehende Häuser in der Äußeren Neustadt sollen wiederbelebt werden. Das kündigt der Eigentümer, die Argenta Unternehmensgruppe, an. Derzeit werde geprüft, inwieweit die Gebäude in der Katharinenstraße 8 und 10 so saniert werden können, dass sie heutigen Wohnanforderungen entsprechen, heißt es. „Ziel ist es, sie wieder bewohnbar zu machen“, so ein Sprecher.

Die Häuser waren zuletzt in den Fokus geraten, weil sie Teil sogenannter Scheinbesetzungen in Dresden waren. Zum Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt ließen Unbekannte zunächst Transparente an einer leer stehenden Villa in der Königsbrücker Straße herab, wenig später wurden Plakate an die Häuser in der Katharinenstraße gehängt und zu weiteren „Besetzungen“ in Dresden aufgerufen. Bisher sind es aber die einzigen Aktionen der Gruppe geblieben.

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Ende Juni hängten Unbekannte ein Transparent an der Katharinenstraße auf. 
Ende Juni hängten Unbekannte ein Transparent an der Katharinenstraße auf.  © PR

Die Häuser an der Königsbrücker Straße gehören zum Industriegelände der Dental Kosmetik. Der Eigentümer ist auch hier die Argenta Gruppe. „Eine Sanierung dieser Häuser ist nicht geplant, solange dort der Betrieb stattfindet. Eine Verlegung des Betriebs von seinem historischen Standort ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen“, erklärt das Unternehmen. Durch den Lärm, der bei Anlieferung und Produktion entstehe, sei eine Wohnnutzung unmöglich. „Sollte die Stadt eine städtebauliche Neubauplanung auf dem Gelände anstreben, wird zu überlegen sein, wie mit den Häusern zu verfahren ist.“ Dann solle untersucht werden, inwiefern die Gebäude „wirtschaftlich vertretbar“ saniert werden könnten. 

Vor Wochen hatte die Stadtratsfraktion der Grünen einen Antrag vorgestellt, der eine Entwicklung des Gebiets der Dental-Kosmetik anstrebt. Das Unternehmen müsste demnach den Standort verlassen. Einen Beschluss der Prüfung durch den Stadtrat gibt es noch nicht. 

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