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Großenhain

Mamma Mia und mehr

Beim Tanzzirkel hat das neue Schuljahr begonnen. Auftritte zum Bauernmarkt und im Advent werden vorbereitet.

Tanzpädagogin Alexandra Herer (r.) übt mit Schülern des Tanzzirkels Großenhain eine neue Choreografie ein. Es geht um das neue Winterstück.
Tanzpädagogin Alexandra Herer (r.) übt mit Schülern des Tanzzirkels Großenhain eine neue Choreografie ein. Es geht um das neue Winterstück. © Kristin Richter

Großenhain. Flotte Rhythmen aus dem Musical Mamma Mia kommen aus der Konserve, während die Mädchen in schwarzer Trainingskleidung die Arme schwingen und in die Knie gehen. Jazz- und Modern Dance sind noch immer das Markenzeichen des Vereins Tanzzirkel, bei dem jetzt das neue Schuljahr begann. Gruppen wurden neu zusammengestellt – nach Größe und Fähigkeiten, nicht unbedingt nach dem Alter. Denn schon stehen die nächsten Auftritt ins Haus.

Alexandra Herer aus Dresden ist seit zwei Jahren die Tanzpädagogin für eine fundierte Ausbildung. Die 28-Jährige stammt ursprünglich aus Berlin und leitet in Dresden noch weitere Tanzgruppen. An der Waldaer Straße gibt es vier Kurse: von den Jüngsten im Vorschulalter bis zur Seniorengruppe. Immer dienstags wirbeln die Mädchen durch den ehemaligen Speisesaal des Baukombinates. An Jungen fehlt es leider im Revier – obwohl der heutige Profihandballer Lukas Krzikalla auch im Tanzzirkel sein Gefühl für den Ball und die Schritte schulen konnte, wie man hier stolz berichtet. Interessierte Knaben können also durchaus angemeldet werden.

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Im Büro beraten derweil die Vorsitzende Kerstin Eichhorn und Vorstandsmitglieder über das Logo des Vereins. Denn neue T-Shirts sollen bestellt werden. „Bleibt das Schneckchen oder machen wir was anderes“, fragt Eichhorn und zeigt auf das Bild einer flotten Biene, die auch draußen am Eingang in Tanzpose steht. Am Ende der Diskussion wollen die Vereinsleute das Logo behalten, das manche Pocahontas nennen. Denn irgendwie steht es nicht nur für den hier praktizierten Showtanz, sondern auch für die soziale Arbeit im Verein. 

Beim Landratsamt hat Vereinschefin Eichhorn Geld für das Projekt „Vom Mädchen zur Frau“ bekommen. „Wir sind hier auch für die Schülerinnen da, wenn sie mal Probleme haben. Wir beraten zur Ernährung und Gesundheitsvorsorge oder auch Selbstverteidigung“, begründet Kerstin Eichhorn. Auch Arbeitseinsätze sind in der Vereinsarbeit selbstverständlich.

Große Tanzfeste kann der aktuell 60 Mitglieder umfassende Verein nicht mehr auf die Beine stellen – das sei zuviel Aufwand, heißt es. Das letzte Tanzfest des 23-jährigen Vereins war 2012 in der Remontehalle. Doch regelmäßig treten die Eleven öffentlich auf. So beim Fest der Sinne und demnächst zum Bauernmarkt bzw. beim Weihnachtsmarkt.

Schon jetzt wird deshalb mit Schlitten geübt. Bei den Kostümen kann sich der Tanzzirkel auf die erfahrene Schneiderin Marion Kornmann verlassen. Die choreographische Arbeit ist allein der Tanzpädagogin überlassen. Doch, um ihr Honorar und die Miete zu erwirtschaften, muss der Vereinsvorstand viele, viele Hürden der deutschen Bürokratie überwinden.

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