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Mehr als 50 000 Besucher feiern in Kamenz

Wie ist das Forstfest 2019 gelaufen? Nach sieben fröhlichen Tagen zieht die SZ Bilanz.

Nach dem Ausfall 2018 gab es an diesem Fortfestmittwoch wieder ein herrliches Höhenfeuerwerk über Kamenz. Natürlich stiegen die Besucherzahlen deswegen auf dem Festplatz rasant an. Im Übrigen wusste das Feuerwerk durch Raffinesse zu gefallen und überzeugt
Nach dem Ausfall 2018 gab es an diesem Fortfestmittwoch wieder ein herrliches Höhenfeuerwerk über Kamenz. Natürlich stiegen die Besucherzahlen deswegen auf dem Festplatz rasant an. Im Übrigen wusste das Feuerwerk durch Raffinesse zu gefallen und überzeugt © Matthias Schumann

Kamenz. Das Forstfest 2019 ist schöne Geschichte. Dennoch heißt das immer, zeitnah zurückzublicken. Das Forstfest-Komitee mit Oberbürgermeister Roland Dantz als Chef an der Spitze traf sich bereits Donnerstagabend zur ersten Auswertung. Schon einmal vornweg: Das erreichte hohe Niveau bei den Umzügen – das erste Mal mit einem beweglichen Fahnenrondell – und in der Organisation sollte gehalten werden. Insgesamt wurde ein überaus positives Resümee gezogen.

Besucherzahl stabil gehalten

Knapp 35 000 Tickets konnten 2019 fürs Festgelände verkauft werden. Das belegen die Zahlen der Tagesbänder und Wochenpakete. Immer mehr sichern sich Letzteres im Vorverkauf. Hinzu kommen die Tickets für ehrenamtliche Kräfte und die Schülerinnen und Schüler, sodass man von etwa 45 000 Besucher im Forst ausgehen kann. Darin sind noch nicht die Besucher zum Eröffnungskonzert, diverser Konzerte der Blasorchester und Gäste des Adlerschießens, Schauturnens sowie der Festumzüge. Vorsichtig geschätzt kommt man so auf eine Gesamtzahl von 54 000 Besuchern. Wobei dies auf Schätzungen beruht. Die durch Schuleingangsfeiern bedingte, geringeren Besucherzahlen am Sonnabend wurden jedenfalls durch die erhöhte Anzahl am Mittwoch kompensiert.

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Neuer Moderator überzeugte

Das Eröffnungskonzert am Freitag wurde hoch gelobt. Der Dank geht an das Blasorchester der Lessingstadt Kamenz, an das Blasorchester der Partnerstadt Kolin sowie an den Chor der Lessingstadt Kamenz, die alle das Publikum auf dem rappelvollen Markt begeisterten. Zum Erfolg trug Achim Hoyer bei, der erstmals mit der Blütenkönigin Julia I. das Abendkonzert moderierte.

Blütenkönigin hat die Haare schön

Blütenkönigin Julia Petzold zeigte sich bei ihren vielen Auftritten wie immer charmant und mit Ausstrahlung. Dazu gehören auch gut zurechtgemachte Haare. Seit Jahren wird dies mit Akkuratesse und kostenlos vom Friseuratelier Romy Bieger erledigt. Auch das muss mal gesagt werden!

Augenweide bei den Festumzügen

„Die Gärtnerinnen und Gärtner legten wie immer eine Meisterleistung hin“, heißt es aus dem Rathaus. Immerhin liefen 1.540 Schülerinnen und Schüler mit, darunter eine erhöhte Anzahl von Teilnehmern aus den Förderschulen. Und erstmals auch aus der Grundschule Schönteichen. Tausende Astern und Gladiolen wurden durch Floristen, Blumenläden und Gartenbaubetriebe zu einem Blumenschmuck-Meer gezaubert. Wie man hörte, musste allerdings viel bei Großhändlern zugekauft werden, da die eigene Ernte durch die Dürre nicht besonders gut ausfiel.

Zahlreiche Ehrengäste auf dem Balkon

Besondere Freude herrschte, dass am Montag Generalmajor a. D. Sigmund Jähn als Ehrengast der Stadt Kamenz auf dem Balkon des Rathauses weilte und beeindruckt dem Festgeschehen folgte. Ebenfalls beeindruckt zeigten sich Christian Weßling, Referatsleiter beim SMI für Stadtentwicklung und EU-Förderung und der Geschäftsführer der Accumotive GmbH & Co. KG, Clemenz Dobrawa sowie die Landtagsabgeordneten Marion Junge und Aloysius Mikwauschk, die der Einladung des Oberbürgermeisters gefolgt waren. Dies trifft auch auf Carolin Schreck zu, die sich als Präsidentin des Sächsischen Landesamtes für Statistik erstmalig den Auszug am Donnerstag ansah. Der ebenfalls am Donnerstag anwesende Vorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, kommentierte seine Eindrücke mit „Spektakulär!“ und „Beeindruckend!“

Sächsische Schützenvereine

Eine Besonderheit des Forstfestes war das 16. Treffen der Sächsischen Schützenvereine, welches viele Schaulustige anlockte. Sieger in den Wertungen „Adlerschießen der Sächsischen Schützenvereine“ und „Adlerschießen des Sportschützenkreises 6 Westlausitz“ wurde die Privilegierte Schützengesellschaft Königsbrück. Bürgerschützenkönig ist Peter Nowotne.

Feuerwerk mit Raffinesse

Nach dem Ausfall 2018 stiegen die Besucherzahlen am Mittwoch rasant an. Im Übrigen wusste das Feuerwerk durch Raffinesse zu gefallen und überzeugte mit Feuerwerksspezialitäten, wie sie in Kamenz noch nicht zu sehen waren.

Noch mehr Rankewinder am Start

Insgesamt beteiligten sich am 14. August beim Rankewinden auf dem Markt 222 und an der 1. Oberschule 54 Personen. Das ist noch einmal eine Steigerung gegenüber dem letzten Jahr. 350 Meter Ranke wurden gewunden. Respekt!

Zusammenspiel der Sicherheitskräfte

Das Sicherheitskonzept bewährte sich erneut. Der Oberbürgermeister bedankt sich ausdrücklich für Umsicht und Zuverlässigkeit des Wachdienstes Mitteldeutscher Wachschutz GmbH & Co. KG. Dies schließt den Dank an die Rettungskräfte des DRK, an die Kameraden der Feuerwehr, an das Polizeirevier sowie an den Einsatzstab der Stadtverwaltung ein. Es gab keine erwähnenswerten Vorkommnisse.

Staffelstabübergabe beim Schauturnen

Ganze 19 Jahre hat sie das Schauturnen im Forst mit ihren Mitstreitern organisiert. Nach diesen langen und erfolgreichen Jahren übergab Petra Arendt den Staffelstab für die Organisation des Schauturnens an die jüngere Generation. Mit Katrin Driesnack hat eine engagierte Kamenzerin den Staffelstab übernommen.

Schausteller & Wirte zufrieden

Erste Einschätzungen legen nahe, dass Schausteller, Gewerbetreibende und Zeltbetreiber zufrieden waren. Das Geld saß locker und das Kamenzer Forstfest habe ein besonderes Flair. Genaueres werden Auswertungsrunden ergeben. Im Übrigen wurden zwei Schaustellerfamilien für ihre Treue zum Forstfest geehrt: Familie Schuder für 50 Jahre und Familie Thieme für 60 Jahre. Sie bekundeten, dass dieses Fest für sie in jedem Jahr der Höhepunkt ist.

Ausblick für 2020

2020 wird das Forstfest im Zeichen des Wirkens eines Schuldirektors stehen: Johann Gottlieb Wilhelm Leuner steht für 175 Jahre Festumzug, da durch ihn 1845 maßgeblich die konzeptionelle Festschreibung unseres Festes. Er legte damit die Grundlagen und schuf eine Festordnung, die heute bestimmend gilt und nach der die Festumzüge hinsichtlich Ablauf, Ordnung, Kleidung, Blumen und Fahnenpracht konzipiert sind.

Immaterielles Kulturerbe in Sicht?

Außerdem wird sich 2020 entscheiden, ob das Forstfest in das „Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen wird. Dabei handelt es sich um kulturelle Ausdrucksformen und Handlungsweisen, die einen Wert darstellen und von Generation zu Generation weitervermittelt werden. Die Chancen für eine Aufnahme in dieses Verzeichnis stehen gut.

Am Donnerstag feierte die Stadt mit dem Einzug das Ende des Forstfestes 2019.
Am Donnerstag feierte die Stadt mit dem Einzug das Ende des Forstfestes 2019. © Ina Förster

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