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Erzgebirger ist neuer Ranger

Yannik Otto ist der Nachfolger für Herbert Schnabel im Biosphärenreservat. Die Heide- und Teichlandschaft ist ihm vertraut.

Yannik Otto ist der Nachfolger für seinen in den Ruhestand gegangen Kollegen Herbert Schnabel und wird als Ranger im Biosphärenreservat tätig.
Yannik Otto ist der Nachfolger für seinen in den Ruhestand gegangen Kollegen Herbert Schnabel und wird als Ranger im Biosphärenreservat tätig. © Lorenz Richter (BRV)

Das Unesco-Biosphärenreservat "Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft" hat einen neuen Ranger. Es ist Yannik Otto, der für seinen in den Ruhestand gegangen Kollegen Herbert Schnabel diese Aufgabe seit März übernommen hat. Yannik Ottos Wurzeln sind im Erzgebirge zu finden. Dort absolvierte er eine Ausbildung als Forstwirt im Forstbezirk Marienberg und fasste anschließend Fuß beim Sachsenforst.

Der junge Mann erzählt: "Die typischen Arbeiten wie der Holzeinschlag, Pflanzungen oder die Waldpflege bestimmten meinen Arbeitsalltag. Auf die Stelle als Ranger im Biosphärenreservat machte ihn einer meiner Waldarbeiterkollegen aufmerksam." Dieser wusste, Yannik Otto ist nicht nur Jäger und Waldarbeiter, sondern auch Vogelkundler und aktiver Naturschützer. Seit seinen Kindertagen engagiert er sich ehrenamtlich im Naturschutz und betreut seit 2016 das Naturschutzgebiet Großhartmannsdorfer Großteich im Osterzgebirge. 

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Mit den Bewohnern die Besonderheiten bewahren

Um seinen persönlichen Beitrag für den Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft in der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft leisten zu können, musste Yannik Otto zunächst zurück auf die Schulbank. Denn um als Ranger tätig zu sein, ist es erforderlich, eine einjährige Ausbildung als Natur- und Landschaftspfleger zu absolvieren. Für ihn war das eine klare Herzenssache, wie er betont. „Als Ansprechpartner für die Bewohner des Reservates zu gelten, ihnen die Aufgaben und das Anliegen des Reservates näherzubringen und gemeinsam mit ihnen die Besonderheiten unserer Landschaft zu bewahren, steht für mich an erster Stelle“, so der 21-Jährige.

Torsten Roch ist als  Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung glücklich, dass er die Position des Rangers erfolgreich nachbesetzen konnte. „Mit Yannik Otto haben wir einen jungen, engagierten und interessierten Kollegen für unser Team gewinnen können. Zwei Jahre lang galt er als fester Begleiter von Herbert Schnabel und konnte sich wichtiges Hintergrundwissen aneignen.“ Zukünftig ist er in der Naturschutzstation Friedersdorf Ansprechpartner rund um den Naturschutz im Biosphärenreservat.

Augenmerk auf Kiebitze und Seeadler

Was erwartet den 21-Jährigen in seiner Tätigkeit als Ranger im Außendienst?  Neben den täglichen Gebietsrundfahrten, führt er Horst-Kontrollen bei den Seeadlern durch und kümmert sich um die leider extrem gefährdeten Kiebitze auf den Wiesen und Feldern. Dafür stimmt er sich zu Schutzmaßnahmen mit Bewirtschaftern aus der Fischerei, dem Forst und der Landwirtschaft ab, erklärt Christina Schmidt, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Tourismus im Biosphärenreservat. "Aber auch praktische Arbeiten, wie die Wiesenmahd, kleinere Reparaturen am Seeadlerrundweg und auf dem Naturerlebnispfad Guttauer Teiche und Olbasee gehören zu seinem Tätigkeitsfeld", ergänzt die Sprecherin. 

Sobald die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Biosphärenreservat wieder anläuft, kann man mit Yannik Otto bei öffentlichen Führungen die Heimat erkunden und die Junior-Ranger Gruppe in Friedersdorf wird mit ihm und seinem Kollegen Lorenz Richter auch wieder in Aktion sein.

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