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Pferdeschlitzer erneut unterwegs

Nur einen Tag nach dem Vorfall in Dennschütz wurde in Scharfenberg ein weiteres Tier mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

Auf dieser Koppel in Dennschütz wurde ein Pferd mit einem Messer verletzt. Einen Tag später gab es einen Vorfall in Scharfenberg.
Auf dieser Koppel in Dennschütz wurde ein Pferd mit einem Messer verletzt. Einen Tag später gab es einen Vorfall in Scharfenberg. © Gerhard Schlechte

Klipphausen. Nur einen Tag, nachdem in Dennschütz (Stadt Lommatzsch) eine Stute auf einer Koppel von Unbekannten offenbar mit einem Messer verletzt wurde, gab es einen weiteren Vorfall. Wie die Polizeidirektion Dresden erst am Sonntag mitteilte, wurde auch in Scharfenberg am Fährweg ein Tier auf einer umzäunten Koppel  am "Western Inn" mit einem scharfen Schneidewerkzeug verletzt. Der oder die Täter sind flüchtig. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Auch diese Tat ereignete sich wie schon in Dennschütz am helllichten Tag. Nach Polizeiangaben geschah der Angriff auf das Tier zwischen 11 und 15 Uhr. Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwoch. 

Pferdebesitzer sind nun in Sorge, dass es weitere Fälle gibt. Der oder die Täter handeln offenbar aus sadistischem Interesse, die Tiere werden nur relativ leicht verletzt. So hatte die 13-jährige Stute in Dennschütz eine etwa zehn Zentimeter lange Schnittwunde an der Scheide. Die Wunde wurde genäht, das Tier befindet sich auf dem Weg der Besserung.  

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Bis zu drei Jahre Haft drohen

Da Tiere im juristischen Sinne eine Sache sind, wird nicht wegen Körperverletzung, sondern Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Werden der oder die Täter gefasst, reicht der Strafrahmen im Falle einer Verurteilung von Geldstrafe bis zu drei Jahren Haft. Als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gilt, wenn ein  Wirbeltier ohne vernünftigen Grund getötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt werden. 

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Ähnliche Taten gab es schon im Landkreis Meißen in den vergangenen Jahren mit teils drastischen Folgen. So wurde im Juli vorigen Jahres eine Stute in Moritzburg angegriffen und verletzt. Der 45-jährige mutmaßliche Täter konnte gestellt werden. Er wurde angeklagt, das Gerichtsverfahren steht aber noch aus, er ist auf freiem Fuß.

Nicht ermittelt werden konnte der Täter, der ebenfalls in Scharfenberg im Jahr 2016 ein Pferd mit einer Eisenstange derart traktierte, dass das Tier von einem Tierarzt eingeschläfert werden musste.

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