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Pieschener Gartensparte ist die Schönste

Der Verein „Am Waldrand“ siegt im diesjährigen Wettbewerb der Dresdner Kleingartenanlagen.

Das Engagement der Kleingärtner vom Pieschener Verein "Am Waldrand" hat sich ausgezahlt.
Das Engagement der Kleingärtner vom Pieschener Verein "Am Waldrand" hat sich ausgezahlt. © Foto: Sven Ellger

Dresden. Der Gärtnerinnen und Gärtner des Vereins „Am Waldrand“ sind Sieger des 16. Wettbewerbs um die „Schönste Kleingartenanlage Dresdens“. Organisiert hat ihn die Stadt mit dem Stadtverband Dresdner Gartenfreunde. Die Kleingartenanlage „Am Waldrand" dominierte klar das Rennen um den Titel, teilt die Stadt in einer umfangreichen Presseinformation mit. Mit 271 Parzellen zählt der 1950 gegründete Verein an der Anne-Frank-Straße 15 in Dresden Pieschen zu den großen Vereinen in Dresden.

An diesem Sonnabend übergab Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den Wandpokal „Flora“ an Vereinsvorsitzenden Ronny Richter. Mit der Auszeichnung ist das Preisgeld von 1.000 Euro verbunden.

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Im vergangenen Jahr hatte der Verein das Projekt „Grüne Gartenwege“ gestartet. Damit sollte die Anlage für Kleingärtner und Besucher nicht nur schöner werden. Etabliert werden sollte auch eine weitere Facette der biologischen Vielfalt. So wurde die Festwiese umgestaltet und die prächtige Linde kommt als Mittelpunkt des zentralen Platzes richtig zur Geltung. Gleich daneben summt und duftete es auf der neuen Blühwiese. „Die Jury war sich einig, dass Ronny Richter und sein Team den Verein mit seiner positiven Ausstrahlung, den vielen Ideen und einem unermüdlichen Engagement weit vorangebracht hat“, erklärt die Stadt.

Über den zweiten Platz mit 500 Euro Preisgeld freut sich der Kleingartenverein (KGV) „Neuland". Er liegt am Emerich-Ambros-Ufer und war 2012 Sieger. Die intensive und vielgestaltige Gartennutzung sowie die Aktivitäten des Vorstandes und der Gärtner überzeugte die Jury auch dieses Jahr. Hier kümmert man sich um den Erhalt historischer Lauben, es gibt einen coolen Spielpatz und den Lehrpfad.
Der dritte Platz geht an den Verein „Am Tummelsbach“ in Cossebaude. Dafür gibt es 250 Euro Preisgeld. Ein Gang durch die Anlage ist erholsam und lehrreich. Fachberatung nimmt im Verein einen hohen Stellenwert ein. Der jüngste Fachberater hat erst kürzlich einen 150-Stunden-Lehrgang in Pillnitz absolviert.
Dieses Jahr gab es zusätzlich drei Sonderpreise mit jeweils 200 Euro. Die gingen an die Vereine "Am Tummelsbach", "Blumenau" und "Sommerfrische".
Den zweiten und dritten Preis sowie die Sonderpreise stiftet der Stadtverband „Dresdner Gartenfreunde“ e. V. Alle übrigen teilnehmenden Vereine erhielten vom Stadtverband jeweils 100 Euro.

Derzeit ist wieder eine Hochzeit für Kleingärtner in Dresden. Beim Kleingartenwettbewerb beteiligen sich zahlreiche Sparten, welche die Schönste ist.
Derzeit ist wieder eine Hochzeit für Kleingärtner in Dresden. Beim Kleingartenwettbewerb beteiligen sich zahlreiche Sparten, welche die Schönste ist. © Foto: Sven Ellger

„Es hat sich wieder bestätigt. Unsere Kleingärten sind ein wichtiger Bestand des städtischen Grünes“, erklärte OB Hilbert. Die Gärten würden zum Stadtbild gehören und die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner sind eine feste Größe im aktuellen Geschehen der Stadt. Der Trend halte an, dass junge Familien Gärten übernehmen, das Durchschnittsalter der Mitglieder in den Vereinen sinkt, die Kinderzahl und damit die Spielgeräte in den Anlagen zunehmen und neue Ideen eingebracht werden.

„Das naturnahe Gärtnern ist im Vormarsch und die Bienen sind aus den Anlagen nicht mehr wegzudenken“, so der OB. Der Wettbewerb um die schönste Kleingartenanlage Dresdens sei eine Möglichkeit, das Kleingartenwesen in die Öffentlichkeit zu tragen und die Vorstände weiter für Ihre Arbeit zu motivieren und zu würdigen.

Der Preis war in der Cottaer Kleingartensparte „Höhenluft I“ in der Grenzallee vergeben worden. Der Verein hatte im vergangenen Jahr den Wettbewerb gewonnen.

Insgesamt beteiligten sich dieses Jahr 18 Dresdner Vereine am Kleingartenwettbewerb. Zehn schafften es in die Endrunde. Die Jury besichtigte die Anlagen am 4. und 5. Juni. Bewertet wird nach folgenden Kriterien: Gesamteindruck, Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes, Berücksichtigung des Umwelt- und Naturschutzes, Qualität des Vereinslebens, Kontaktpflege zum Wohnumfeld, Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, Gestaltung und Pflege der öffentlich zugänglichen Flächen und Wahrnehmung der Anliegerpflichten. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Leistungen zum diesjährigen Motto „Kreative Gärten – bunte Vielfalt" gelegt.

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