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Polizei setzt Auto an den Baum

Eine Kontrolle nördlich von Görlitz entwickelt sich am Donnerstagmorgen zu einer Verfolgungsjagd - wie im besten Tatort.

Die beiden auf einem Waldweg gegen Bäume geprallten Autos.
Die beiden auf einem Waldweg gegen Bäume geprallten Autos. © Danilo Dittrich

Nicht der ausgelegte Nagelgurt, sondern ungenügend fahrerisches Können hat heute Morgen, gegen sechs Uhr, die Flucht eines 46-jährigen Mannes vor der Staatsgewalt beendet. 

Allerdings waren die Beamten der Bundespolizei nicht viel besser drauf und setzten ihren zivilen Golf gleich neben den gestohlenen Audi an einen Baum.

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Zuvor hatten die Bundespolizisten und Zoll an einer zwischen den Krauschwitzer Ortsteilen Podrosche und Skerbersdorf eingerichteten Kontrollstelle versucht,  einen sich nähernden Audi Q5  anzuhalten. Der Fahrer habe zwar den Blinker gesetzt, sei aber dann doch weitergefahren, teilte Anja Leuschner, Pressesprecherin der Polizeidirektion Görlitz, auf Nachfrage mit. Ein Beamter warf daher einen Nagelgurt quer über die Straße, über den der Audi fuhr.

Bundespolizisten nahmen daraufhin in einem zivilen VW Golf die Verfolgung auf. Der flüchtende Autofahrer versuchte zu entkommen, in dem er in einen unbefestigten  Waldweg abbog. Dort verlor er die Kontrolle über den Wagen, kam vom Weg ab und prallte gegen einen Baum. Die Polizisten machten es ihm nach. Sie kamen ebenfalls von der Straße ab und fuhren gegen einen Baum.

Alle Beteiligten blieben unverletzt. Der Audifahrer flüchtete zu Fuß, konnte aber von den Bundespolizisten eingeholt und überwältigt werden. Der Deutsche wurde vorläufig festgenommen. Es stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Den  Audi Q5 habe der Tatverdächtige zuvor vermutlich in Dresden gestohlen, so die Polizeisprecherin. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. 

Die beiden verunglückten Autos mussten abgeschleppt werden. Der Schaden an dem Polizei-Golf wird auf 8.000, der an dem gestohlenen Audi auf 10.000 Euro geschätzt.

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