merken
PLUS Großenhain

Planungsstart für Kindercampus

Das neue Hortgebäude in Ponickau soll zwar erst 2022 in Betrieb gehen, aber die Kommune will nicht in Zugzwang kommen.

Die Planungen sind schon lange im Gange: Bereits Anfang des Jahres beschäftigte sich Bürgermeister Dirk Mocker mit dem Kindercampus an der Ponickauer Friedrich-Ludwig Jahn-Grundschule.
Die Planungen sind schon lange im Gange: Bereits Anfang des Jahres beschäftigte sich Bürgermeister Dirk Mocker mit dem Kindercampus an der Ponickauer Friedrich-Ludwig Jahn-Grundschule. © Foto: Kristin Richter

Ponickau. Mit einem Treffen aller beteiligten Fachplaner soll nächste Woche die Errichtung des Ponickauer Kindercampus vorbereitet werden. Thiendorfs Gemeinderat hatte in den vergangenen Wochen zunächst die Planungsleistungen für den 1,8 Millionen Euro teuren Hortneubau vergeben. Obwohl die wirtschaftliche Situation wegen der Corona-Krise noch unsicher ist, setzt die Kommune auf einen frühen Beginn der Bauvorbereitungen.

„Wir wollen uns nicht unter Zeitdruck setzen“, sagt Bürgermeister Dirk Mocker. Bei einem so umfangreichen Projekt könne es leicht passieren, dass die Angebote der Bau- und Ausrüstungsfirmen nicht im Rahmen der Kostenprognose liegen, sondern weit darüber. Dann könne die Kommune die Ausschreibung aufheben und noch einmal neu starten.

Anzeige
Natururlaub im Land der 1000 Seen
Natururlaub im Land der 1000 Seen

Die Mecklenburgische Seenplatte bildet mit 1.117 natürlichen Gewässern das größte geschlossene Seengebiet Europas.

Bereits im Februar hatte Thiendorf die Kinderbetreuung im neuen, zentralen Hortgebäude der Gemeinde an die Diakonie Riesa-Großenhain vergeben. Bisher werden die Ponickauer Grundschüler noch auf drei verschiedene Horteinrichtungen in drei Ortsteilen verteilt. Dadurch müssen viele Kinder nach dem Unterricht mit dem Bus nach Thiendorf und Sacka fahren und bekommen erst sehr spät ihr Mittagessen. Im Ponickauer Neubau wird es eine Essenversorgung für alle Grundschüler geben, was sich die Eltern schon seit Langem wünschen. Durch die Zentralisierung wird es für die Schule auch leichter, mit Ganztagsangeboten zu arbeiten.

Ideen des Betreibers fließen in Planung ein

Die Diakonie Riesa-Großenhain ist bereits für den aktuellen Hortbetrieb in den Räumen der Grundschule verantwortlich und soll nach der Fertigstellung des Gebäudes auch die anderen Hortkinder betreuen. Die Ideen des neuen Betreibers sollen bereits in die Planung des Gebäudes einfließen. Zur Diakonie gehören in der Elbe-Röder-Region bereits mehrere Kindereinrichtungen, darunter auch das Ponickauer Montessori-Kinderhaus. Seine Organisation könne auf einen Pool von mehr als 90 Erzieherinnen zurückgreifen, sagte Diakonie-Chef Hans-Georg Müller damals im Gemeinderat. Dadurch ließen sich Ausfälle beim Personal leichter kompensieren.

In das Kindercampus-Gebäude sollen sechs Gruppenräume und ein größerer Mehrzweckraum eingebaut werden. Gegessen wird im Kinderrestaurant, wo sich die Schüler ihre Portionen selbst auftun dürfen. Die Mahlzeiten kommen aus der diakonieeigenen Küche in Großenhain, wobei an der Essenversorgung auch die Schüler teilnehmen können, die den Hort nicht besuchen.

Weiterführende Artikel

Künftige Hortkinder schwingen den Spaten

Künftige Hortkinder schwingen den Spaten

Zum Baubeginn des Ponickauer Kindercampus zog es auch Sachsens Minister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt aufs Land.

Die enge Kooperation mit der Grundschule soll fortgeführt werden; auch dadurch, dass die Hortkinder außerhalb der Unterrichtszeiten Turnhalle, Werken- und Computerraum nutzen dürfen, ebenso die Außen-Sportanlagen, den Schulhof und das Grüne Klassenzimmer. Auch der Spielplatz des benachbarten Montessori-Kinderhauses soll den Hortkindern offen stehen. Die Betreuung ist für den Frühhort von 6 bis 7.30 Uhr geplant, die Kernzeit von 11 bis 17 Uhr. Die Vergabe des Hortbetriebs an die Diakonie erfolgte unter dem Vorbehalt, dass die beantragten Fördermittel für den Neubau fließen.

Mehr lokale Nachrichten aus Großenhain lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Großenhain