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Großenhain

Die Freizeit-Entscheidungsträger

Nicht nur zum Tag des Ehrenamtes wird die Preuskermedaille als höchste Auszeichnung der Stadt verliehen. Fünf Großenhainer erhielten sie ohne große Öffentlichkeit.

Kai-Uwe Schwokowski schreibt sich ins Goldene Buch der Stadt als neuester Träger der Kleinen Preusker-Medaille ein. Er bekam sie von Oberbürgermeister Sven Mißbach (r.) für seine Verdienste im Ehrenamt und verabschiedete sich vom Stadtrat.
Kai-Uwe Schwokowski schreibt sich ins Goldene Buch der Stadt als neuester Träger der Kleinen Preusker-Medaille ein. Er bekam sie von Oberbürgermeister Sven Mißbach (r.) für seine Verdienste im Ehrenamt und verabschiedete sich vom Stadtrat. © Kristin Richter

Großenhain. Am Mittwoch wurde Kai-Uwe Schwokowski in der Ratssitzung mit der Kleinen Preuskermedaille geehrt. Der Stadtrat erhielt die höchste Auszeichnung für seine langjährige verantwortungsvolle Tätigkeit für die Belange Großenhains in verschiedenen Fraktionen. 16 Jahre hat der Rechtsanwalt mit entschieden, wie sich die Kommune entwickelt. Dafür war ihm die Eintragung ins Goldene Buch der Stadt sicher. 

Zehn Jahre müssen ehrenamtliche Stadträte oder Ortsvorsteher mindestens im Amt sein, damit sie die Kleine Preuskermedaille verliehen bekommen. Wie intensiv sie diese wichtige Funktion ausübten, spielt dabei keine Rolle. Im Vorjahr sind einige Großenhainer aus Stadt- bzw. Ortschaftsräten ausgeschieden, ohne dass die Allgemeinheit die Medaillenverleihung groß zur Kenntnis genommen hat. 

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Dorothea Böhme wird von Oberbürgermeister Sven Mißbach als Ortsvorsteherin geehrt.
Dorothea Böhme wird von Oberbürgermeister Sven Mißbach als Ortsvorsteherin geehrt. © Stadtverwaltung Großenhain

So wurde Christiane Mammitzsch am 12. Juni als Stadträtin verabschiedet und geehrt. Erstmals in der Kommunalwahl 1999 kam die Großenhainerin für die damalige PDS in den Stadtrat. 2009 wurde Mammitzsch erneut gewählt, jetzt für die Linkspartei. Seitdem engagierte sie sich ununterbrochen im Kommunalparlament der Großen Kreisstadt. Mammitzsch fasste Beschlüsse mit, die Schulen, Kindertageseinrichtungen, Jugend und Sport betrafen.

"Das war auch am umfangreichsten, es gab etliche Sondersitzungen", sagt die Großenhainerin. Sie war stellvertretende Vorsitzende dieses Ausschusses und kann nun als sachkundige Bürgerin ihre Erfahrungen einbringen. Bis zur Auflösung dieses Gremiums 2014 war sie auch Stellvertreterin im Partnerschaftsausschuss.

Christiane Mammitzsch war Stadträtin der Linkspartei.  
Christiane Mammitzsch war Stadträtin der Linkspartei.   © Stadtverwaltung Großenhain

Außerdem machte sich Christiane Mammitzsch im Badbeirat um den Umbau des Naturerlebnisbades verdient. Nicht genug damit, auch für den Abwasserverband „Gemeinschaftskläranlage Großenhain“ sowie den AZV Röderaue musste sie sich in viele Details einarbeiten, um verantwortungsvoll entscheiden zu können. Seit 2014 wirkte sie außerdem im Aufsichtsrat des Kulturzentrums.

"Christiane Mammitzsch nahm ihre ehrenamtliche Arbeit sehr ernst und setzte sich dabei stark für die sozialen Belange der Bürger der Stadt und der Ortsteile ein", heißt es aus dem Rathaus.

Ebenfalls im Juni wurde Ramon Kuhbach, der ehemalige Bürgermeister von Zabeltitz, aus dem Stadtrat verabschiedet. 2009 war er für die Alternative Liste in den Gemeinderat Zabeltitz gewählt worden. Ab 2010 war er im Großenhainer Stadtrat. Kuhbach wirkte bis 2017 in verschiedenen Ausschüssen. Er setzte sich nach der Eingliederung der Gemeinde Zabeltitz für die gleichberechtigte Fortentwicklung der Ortsteile ein.

Cornelia Hirschnitz war Ortsvorsteherin in Folbern.
Cornelia Hirschnitz war Ortsvorsteherin in Folbern. © Stadtverwaltung Großenhain

Eine Kleine Preuskermedaille erhielt weiterhin Cornelia Hirschnitz als langjährige Ortsvorsteherin in Folbern. 2004 war sie in den Ortschaftsrat gewählt worden. Nach ihrer Wiederwahl 2009 übernahm sie bis zu ihrem Ausscheiden 2019 den Vorsitz. "Sie setzte sich stets mit großem Engagement für die Belange des Ortsteils Folbern ein", würdigte die Stadt im Goldenen Buch der Stadt.

So konnten im Zeitraum ihrer Ortsvorstehertätigkeit das Dorfgemeinschaftshaus instandgesetzt und die Abwasserentsorgung modernisiert werden. "Cornelia Hirschnitz setzte sich stets für die Folberner und die positive Entwicklung des Ortsteils ein", heißt es.

Ramon Kuhbach war Stadtrat in der Alternaitven Liste. 
Ramon Kuhbach war Stadtrat in der Alternaitven Liste.  © Stadtverwaltung Großenhain

Schließlich wurde am 13. November Ortsvorsteherin Dorothea Böhme mit der Kleinen Preuskermedaille ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte in Anerkennung ihrer Verdienste für Zabeltitz und Treugeböhla. Seit 2009 stand sie dem Ortschaftsrat vor.

Bis Ende August 2019 nahm sie diese Funktion wahr und erhielt auch für die Wahlperiode bis 2024 das Vertrauen der Einwohner. Als Ortsvorsteherin begleitete sie den Abschluss der Sanierung der Grundschule, die Sanierung des Palais, die Erstellung des Gebäudenutzungskonzeptes für Zabeltitz und weitere wichtige Entscheidungen für das Barockdorf.

Sie brachte auch ihr Wissen als ehemalige Zabeltitzer Gemeinderätin durch "wertvolle Hintergrundinformationen" ein, so die Begründung. 

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