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Radebeuls Psychiatrie hat einen neuen Chefarzt

Maximilian Pilhatsch kommt vom Dresdner Uniklinikum und bringt Wissen mit, das genau hier gebraucht wird.

Dr. Maximilian Pilhatsch vor seinem neuen Arbeitsplatz als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Radebeul.
Dr. Maximilian Pilhatsch vor seinem neuen Arbeitsplatz als Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Radebeul. © Arvid Müller

Radebeul. Wieder kommt ein Oberarzt vom Dresdner Uniklinikum nach Radebeul und macht hier Karriere. Dr. Maximilian Pilhatsch ist neuer Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Elblandkliniken-Standort Radebeul. Zum 1. Juli hat der gebürtige Bonner die Position übernommen und hat damit den bisherigen Chefarzt, Dr. Wilfried Schöne, abgelöst.

Pilhatsch kennt sich besonders gut aus auf dem Gebiet der Depressionen und der Behandlung von Suchterkrankungen. Dazu hat er seine Doktorarbeit geschrieben und auch wissenschaftlich gearbeitet. Mit seinem Start an den Elblandkliniken gibt es auch ein neues Angebot – die ambulante Betreuung von Suchtpatienten. Mit seinen Erfahrungen als Arzt und in der Wissenschaft ist er eine Idealbesetzung für die Führungsposition am Elblandklinikum Radebeul, heißt es seitens des Managements der Kliniken.

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Zuletzt war Maximilian Pilhatsch als Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Hochschullehrer am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus tätig. In dieser Position hatte er mehrere Leitungsaufgaben inne, koordinierte die Aufnahme sämtlicher stationärer Patienten, leitete die Arbeitsgruppe „Neubau Zentrum für seelische Gesundheit“, war Weiterbildungsbeauftragter und seit 2018 als Geschäftsführender Oberarzt verantwortlich für die wirtschaftliche Entwicklung der Klinik.

Zudem ist er auch in der Forschung aktiv und konnte mehrere Forschungsprojekte einwerben und mit Publikationen abschließen, aktuell unter anderem als Projektleiter im Rahmen des DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten, transregionalen Sonderforschungsbereiches „Verlust und Wiedererlangung der Kontrolle bei Suchterkrankungen“. Daneben hat er auch im Bereich affektive Störungen an zahlreichen Therapiestudien mitgewirkt und weist somit eine hohe Expertise in verschiedenen Forschungsgebieten aus.

Frank Ohi, Vorstand der Elblandkliniken, dankte Wilfried Schöne für sein außerordentliches Engagement und die herausragende Arbeit, die er in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie geleistet hat. Er habe die Abteilung aufgebaut und maßgeblich ausgerichtet. „Gleichzeitig bin ich sehr froh, dass wir mit Herrn Dr. Pilhatsch eine Nachbesetzung gefunden haben, die diese Position nahtlos ausfüllt und fortsetzt“, sagt Ohi.

Der 43-jährige Maximilian Pilhatsch ist weiterhin Hochschullehrer an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden und ausgewiesener Experte in den Gebieten der affektiven Störungen und Suchterkrankungen. Unter seiner Führung soll die Abteilung weiter ausgebaut werden und ein verstärkter Schwerpunkt auf Behandlungskontinuität von der akuten Krise bis zur Genesung gelegt werden. 

„Ich möchte die Klinik vor allem im Bereich der ambulanten Versorgungsangebote weiterentwickeln“, sagt Pilhatsch. „Neben dem Ausbau der allgemeinpsychiatrischen Notfallversorgung möchten wir spezielle diagnostische und therapeutische Behandlungsangebote für Menschen mit Suchterkrankungen, für mehrfach- oder chronisch Erkrankte sowie für Gedächtniserkrankungen vorhalten. Die Menschen aus Radebeul und Umgebung sollen das Gefühl haben, dass wir uns für ihre seelische Gesundheit verantwortlich fühlen“, so der neue Chefarzt der Psychiatrie.

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