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PS-Enthusiasten in Lauterbach

Der Corvetteclub Berlin-Brandenburg macht am Schloss Halt. Der dortige Förderverein bereitet einen liebevollen Empfang.

Bettina und Matthias Unger machten mit dem Corvetteclub Berlin-Brandenburg am Wochenende einen Abstecher ins Schloss Lauterbach.
Bettina und Matthias Unger machten mit dem Corvetteclub Berlin-Brandenburg am Wochenende einen Abstecher ins Schloss Lauterbach. © Foto: Thomas Riemer

Lauterbach. Sonnabendnachmittag auf Schloss Lauterbach: Mitglieder des Fördervereins haben liebevoll ein Begrüßungsszenario vorbereitet: mit Kaffee, Kuchen, Schnittchen, kühlen Getränken. Selbst ein Eiswagen fährt vor - was angesichts von "unmenschlichen" 37 Grad im Schatten ein guter Plan ist.

Dann fahren sie vor - die ebenso heiß erwarteten Stars: Rund 15 Flitzer vom Typ Corvette. Diese amerikanischen Sportwagen von General Motors werden seit 1953 bisher in acht Generationen hergestellt - und haben auch in Deutschland viele Liebhaber. Die Mitglieder des Corvetteclubs Berlin-Brandenburg gehören dazu. Drei Ausfahrten veranstalten sie im Jahr, die Sommertour führt dabei in der Regel über ein ganzes Wochenende - und in diesem Jahr ins Sächsische. 

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Eigentliches Ziel war Moritzburg mit Schlossbesichtigung. Doch durch Zufall kam Lauterbach als Abstecher hinzu. Dabei auch zehn Gäste aus einem befreundeten Hamburger Club - und das dürfte die Lauterbacher Gastgeber besonders freuen. Denn mit derartigen Aktionen soll und kann "ihr" Schloss auch über die Landesgrenzen bekannter und als Ausflugsziel attraktiver werden.

"Corvette-Fahrer sind absolute Liebhaber", sagt Matthias Unger. Gemeinsam mit Ehefrau Bettina gehört er zum Tross, der hupend auf den Schlossvorplatz einbiegt. Ihr Gefährt ist ein C3, den sie im November 2019 in Alabama gekauft haben. Seit 2006 stand für den Mittfünfziger fest: "Ich wollte etwas mit Autos machen." 

Eine Fernsehserie war letztlich schuld, dass er seinen Traum verwirklichte. So fand er auch den Weg zum Corvetteclub, in dem die Gemeinsamkeit des Hobbies quasi gelebt wird. Regelmäßig trifft man sich zum Fachsimpeln, tauscht Erfahrungen aus, berät technische Details der Flitzer. Hin und wieder fahren die Mitglieder auch zu Corvette-Treffen, um sich zu präsentieren oder mit Gleichgesinnten auszutauschen. 

Zugegeben: Ganz billig ist das Hobby nicht. Zwischen 70.000 und 100.000 Euro muss man für eine Corvette mindestens hinlegen. Ältere Modelle sind "kaum zu bezahlen", so Matthias Unger. Hinzu kommt, dass der Kauf in den Staaten inklusive Überführung nach Europa nicht ganz ohne Risiko ist.

 Bedenken, dass bei einem Defekt am Auto Engpässe mit Ersatzteilen auftreten, muss aber niemand haben. "Die gibt es auch in Deutschland", sagt Matthias Unger. Und Reparaturen werden in der Regel club-intern organisiert.

In Lauterbach wird für den Corvette-Ausflug keine Reparaturbrigade gebraucht. Die Flitzer sind intakt und gewienert und werden von den zufällig vorbeikommenden Schloss- und Parkbesuchern bestaunt.

 Beim Förderverein "Schloss Lauterbach", der eine kleine Führung inklusive Vortrag für die Gäste organisiert hat, freut man sich. Nach der langen coronabedingten Zwangspause ohne größere Events soll es nun wieder losgehen. Den "Tag des offenen Denkmals" hat man fest im Blick, arbeitet bereits am Konzept - auch in Sachen Hygieneauflagen. 

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