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Hoyerswerda

Reges Interesse an Politik-Debatte

Hoyerswerdas Jugendstadtrat hatte zum Forum ans Bürgerzentrum geladen.

So wie gewünscht kamen Jugendliche und Politiker beim Forum am Bürgerzentrum direkt in Kontakt und diskutierten im kleinen Kreis rege miteinander.
So wie gewünscht kamen Jugendliche und Politiker beim Forum am Bürgerzentrum direkt in Kontakt und diskutierten im kleinen Kreis rege miteinander. © Foto: Hagen Linke

Hoyerswerda. Mit Demokratietheorie beschäftigt sich derzeit der 12er-Grundkurs Gemeinschaftskunde, Rechtserziehung und Wirtschaft (GRW) des Lessing-Gymnasiums Hoyerswerda. Dabei geht es zum Beispiel um den Vergleich der politischen Systeme in Deutschland und der Schweiz. 

Am Donnerstagabend hatte Lehrerin Sylvia Koark alle 22 Kursteilnehmer im Biergarten des Bürgerzentrums versammelt. Der Jugendstadtrat hatte in Kooperation mit dem Internationalen Bund zur Politik-Debatte vor der Landtagswahl am 1. September geladen. „Ich finde das schön, dass so etwas angeboten wird“, sagte Alina Köhler (18), die bei den Kommunal- und Europawahlen zum ersten Mal von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen konnte und es auch tat.

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Platz genommen hatten die hiesigen Direktkandidaten Frank Hirche (CDU), Ralph Büchner (Linke), Kevin Stanulla (SPD), Dirk Nasdala (Freie Wähler) sowie für die AfD der Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse und für die Grünen Lukas Mosler.

Christian Völker-Kieschnick, einstiger Jugendstadtratsvorsitzender, vertrat den verhinderten Politologen Marcus Weber als Moderator. Lockeren persönlichen Fragen, etwa über die Beweggründe, in die Politik zu gehen oder die Lausitz als Heimat, folgten tiefere Debatten: Wie kann die Stadt attraktiv(er) werden, wenn hier tatsächlich Ideen umgesetzt werden und viele jungen Leute in einem Campus am Scheibe-See studieren? Wie kann es gelingen, schneller mit dem ÖPNV nach Dresden zu kommen? Wie steht die Politik zur E-Mobilität?

Die Veranstaltung dauerte länger als die veranschlagten drei Stunden. Aber alle Forum-Teilnehmer bekräftigten, jederzeit ein offenes Ohr auch für Jugendthemen zu haben. „Es war unser Wunsch, dass offen auch in kleiner Runde weiterdiskutiert wird“, sagte Marija Skvoznikova, Jugendstadtratsvorsitzende. Eine Neuauflage zur nächsten Bundestagswahl ist nicht ausgeschlossen. Abzustimmen sei wichtig, empfahl Christian Völker-Kieschnick für den 1. September, aber danach nicht stumm zu bleiben. „Ihr braucht die Stimme, um die Regierenden kritisch zu hinterfragen.“(hl)

Eine Podiumsdiskussion der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit Kandidaten für den Wahlkreis 55 findet am 28. August von 19 bis 21 Uhr im Bürgerzentrum (Braugasse 1) statt. Der Eintritt ist frei.

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