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Riesa

Riesa erwartet Hunderttausende Gäste

Der Tag der Sachsen kommt nach 1999 zum zweiten Mal in die Stadt. Dabei gibt es eine Premiere.

Ein Blick von der rechten Elbseite auf Riesa: Dort wird ab Freitag der Tag der Sachsen gefeiert.
Ein Blick von der rechten Elbseite auf Riesa: Dort wird ab Freitag der Tag der Sachsen gefeiert. ©  Sebastian Schultz

Riesa. Festzelte? Gibt es reichlich. Musik? Gleich auf mehreren Bühnen. Bier? Wird auch fließen. Aber was bietet Riesa zum Tag der Sachsen, was das Oktoberfest nicht hat? Schließlich lautet das Motto „Wie die Wies’n. Nur besser!“ Die Antwort findet sich in der Sachsenarena. Dort wurde in den vergangenen Tagen still und heimlich eine Eisbahn aufgebaut. 

Eine Eisbahn? Im Spätsommer? „Das ist echtes Eis, kein Kunststoff“, sagt Torsten Pilz. Der Riesaer Event-Fachmann betreut sonst die Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt. Dieses Mal hat er die Technik aus Österreich auch für den September gebucht. „Eine Eisbahn gibt’s beim Oktoberfest nicht“, sagt Pilz. „Und beim Tag der Sachsen dürfte es noch nie eine gegeben haben.“

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Das gab’s wohl noch nie auf einem Tag der Sachsen: Torsten Pilz legt in der Sachsenarena eine 200 Quadratmeter große Eisbahn an. Möglich ist das im Spätsommer, weil dort keine Sonne drauf scheint.
Das gab’s wohl noch nie auf einem Tag der Sachsen: Torsten Pilz legt in der Sachsenarena eine 200 Quadratmeter große Eisbahn an. Möglich ist das im Spätsommer, weil dort keine Sonne drauf scheint. ©  Sebastian Schultz

Und so wird der eine oder andere Besucher die Schlittschuhe zu kurzen Hosen anziehen. Weil Anfang September niemand Handschuhe mit sich trägt, hat Torsten Pilz 150 Paar geordert, die mit den Schlittschuhen zusammen ausgeliehen werden. Die Besucher dürfen in der Arena das gute Gefühl haben, dort auf Kufen Runden zu drehen, wo Eislegende Katarina Witt 2008 ihre Abschiedsvorstellung gab. Der Großparkplatz vor der Arena trägt noch heute ihren Namen.

Prominente Gesichter waren auch beim ersten Tag der Sachsen in Riesa zu sehen: 1999 kamen Roland Kaiser, Stefanie Hertel, Hansi Hinterseer. Dieses Wochenende sind die Namen nicht ganz so groß – da kommen etwa die Sänger Tom Gregory, Stefanie Heinzmann oder Alvaro Soler, dazu Londonbeat, Marquess, Stereoact. 

Die Radiosender Radio PSR, R.SA, Energy Sachsen, Hitradio RTL und der MDR bespielen Bühnen am Rathaus, am Technikum und auf dem Widmann-Areal. In der Sachsenarena selbst wird das 20-jährige Bestehen der Halle gefeiert, die beim ersten Tag der Sachsen unter dem damaligen OB Wolfram Köhler eröffnet worden war.

Passt’s? Peter Eisenlöffel, Sophie-Elenore Naujoks und Lena Reichel (v.l.) probieren Kostüme für den Festumzug an.
Passt’s? Peter Eisenlöffel, Sophie-Elenore Naujoks und Lena Reichel (v.l.) probieren Kostüme für den Festumzug an. ©  Sebastian Schultz

Damals zog auch noch der große Festumzug direkt an der Arena vorbei. Weil es dort aber erst ziemlich steil bergab und danach wieder bergauf geht, hatte es den Zug seinerzeit weit auseinandergezogen. Das soll sich am Sonntag nicht wiederholen – und deshalb führt der Festumzug ab 13 Uhr auch nur direkt durch die Innenstadt – Robert-Koch- und Friedrich-Engels-Straße versprechen eine bequeme Strecke.

Das eigentliche Festgebiet erstreckt sich zwischen Arena und Innenstadt, wobei sich die meisten Angebote in der elbnahen Innenstadt zwischen Puschkinplatz und Stadtpark tummeln. Da präsentieren sich mehrere Hundert Vereine, alle Arten von Blaulicht-Organisationen, Sportler, Kleingärtner, Handwerker.

Ministerpräsident Michael Kretschmer wird am Sonnabend um 13.30 Uhr vor dem Krankenhaus eine vier Meter hohe Stahlskulptur eines Riesen enthüllen – Riesaer Unternehmen schenken die Figur des Stadtmaskottchens der Stadt. Ein Höhenfeuerwerk soll Riesa am Sonnabend um 20.30 Uhr in buntes Licht tauchen. Insgesamt erwartet die Stahlstadt 300.000 Besucher – nicht ganz so viele, wie die Wies’n.

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Riesas OB Marco Müller spendiert anlässlich des Festjahrs 900 Jahre Riesa 90 Kindern einen kostenlosen Besuch auf der Eisbahn. Zum Zug kommen jeweils die ersten 30 Kinder, die sich Freitag, Sonnabend und Sonntag auf der Bahn melden. Regulär kostet eine Stunde drei Euro, inkl. Leihgebühr. Geöffnet ist Freitag ab 17, Sonnabend ab 11, Sonntag ab 10 Uhr.

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