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So schneiden Sachsens Schüler beim Abi ab

Die Prüfungsvorbereitung fand wegen Corona hauptsächlich als Lernzeit zu Hause statt. Trotzdem kann sich der Notenschnitt sehen lassen.

Von Andrea Schawe
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Etwa 10.000 Schüler haben in Sachsen in diesem Jahr das Abitur bestanden.
Etwa 10.000 Schüler haben in Sachsen in diesem Jahr das Abitur bestanden. © dpa

Dresden. Die Ergebnisse der diesjährigen Abiturprüfungen in Sachsen stehen fest. Der Notendurchschnitt im Abitur 2020 beträgt 2,16, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit.  Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. 2019 lag der Durchschnitt bei 2,20, in den Jahren davor lag er zwischen 2,21 und 2.29.  

Von den 10.252 zugelassenen Schülern an den allgemeinbildenden Gymnasien haben 10.014 die allgemeine Hochschulreife erreicht - das sind 97,73 Prozent. Im Vorjahr haben 97,36 Prozent der Schüler das Abitur bestanden. "Die Prüfungen durchzuführen war richtig und wichtig", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). "Die Absolventen können stolz auf ihren Abschluss sein. Es ist kein Corona-Geschenk, sondern ein Ergebnis von persönlicher Leistung, von Disziplin und Fleiß".

Der diesjährige Jahrgang stand vor erheblichen Herausforderungen. Durch die Corona-Pandemie wurden die Schulen geschlossen, etliche Unterrichtsstunden zur Prüfungsvorbereitung sind ausgefallen. Sachsen hielt trotzdem an der Durchführung der Abschlussprüfungen fest. 

"Trotz der Krisensituation haben die Abiturienten in häuslicher Lernzeit ihre Hausaufgaben erfüllt und sich gut auf die Prüfungen vorbereitet", so Piwarz. Der Durchschnitt sei dabei nicht so entscheidend. "Wichtiger ist, dass die Abiturienten einen richtigen Abschluss mit Prüfungen in der Tasche haben, ohne Corona-Stempel." Die Abiturienten hätten so ihre Studierfähigkeit unter Beweis gestellt, denn selbstständiges Lernen werde im Studium verlangt.

Noten in Mathe angehoben

Nach Beschwerden über den Schwierigkeitsgrad der Mathe-Abiturprüfung hatte Piwarz Ende Juni  entschieden, die Noten um einen Punkt anzuheben. Die Zensuren im Fach Mathematik waren in diesem Jahr deutlich schlechter als in den Vorjahren. Im Leistungskurs erreichten die Abiturienten einen Durchschnitt von 3,1 - das schlechteste Ergebnis seit 2013. 

Piwarz begründete die Entscheidung damit, dass einige Aufgaben aus dem gemeinsamen Pool der Länder ungewohnt für Sachsens Schüler waren. In vielen Aufgaben ging es darum, das erworbene Wissen auf neue und unbekannte Sachverhalte anzuwenden. Das sei nicht Bestandteil der Prüfungsvorbereitung gewesen.