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Schüler bekommen I-Pads in Rollkoffern

Für 200.000 Euro erhält die Oberschule Ebersbach weitere digitale Infrastruktur. Nächstes Jahr ist auch die Grundschule dran.

Die Klasse von Sven Dietze an der Oberschule Ebersbach ist schon technisch gut ausgestattet. Doch da geht noch mehr.
Die Klasse von Sven Dietze an der Oberschule Ebersbach ist schon technisch gut ausgestattet. Doch da geht noch mehr. © Kristin Richter

Ebersbach. An den Landschulen soll die Bildung der Kinder und Jugendlichen der von Stadtschülern nicht nachstehen. Deshalb gibt es auch in Sachsen den Digitalpakt von Bund und Ländern. In die EDV-Infrastruktur an Schulen fließen fünf Milliarden bundesdeutsche Euro. Sachsen bekam aus diesem Topf 225 Millionen Euro und gab aus eigenen Mitteln noch einmal 25 Millionen Euro dazu. 

Bei der Gemeinde Ebersbach kommen davon immerhin 229.000 Euro an. Dabei ist die Grundausstattung der Oberschule gar nicht so schlecht. Schon vor über zehn Jahren ist die Infrastruktur für moderne Computerarbeit eingerichtet worden, hieß es jetzt im Gemeinderat. Aller drei Jahre wurde sie mit dem Förderprogramm Medios auf Vordermann gebracht. 

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Doch die technische Entwicklung schreitet voran. Und so fiel es den Lehrern der Ebersbacher Schule nicht schwer, ein medienpädagogisches Konzept zu schreiben. Das ist überall Voraussetzung, um die Förderung zu bekommen. Die Geräteausstattung kann weiter verbessert werden, das Wlan ist ausbaufähig. Auch die Turnhalle - so der Wunsch der Schule - soll ans Netzwerk angebunden werden. 

Die Kommune hat das Geld im Haushalt eingeplant und Verwaltungsmitarbeiter Richard Weiß als Koordinator beauftragt. Der stellte jetzt die Pläne detailliert dar, bevor die Gemeinderäte den Beschluss fassten. 

In den Sommerferien soll also die Datenverkabelung der Schule erweitert und teil-erneuert werden. 20 Access Points für das Wlan, also die Internetverbindung,  sind vorgesehen. Sie sorgen für mehr Datensicherheit und erweitern den Server. Fünf digitale Tafeln werden für die Fachkabinette Geografie, Musik, Physik, Chemie und Biologie angeschafft, dazu 20 neue Schüler-PC. "Auch die Altgeräte werden erweitert", erklärt Richard Weiß. 

Gebaut wird in den Sommerferien

Jedes der 16 Klassenzimmer wird zudem mit einem neuen Lehrer-PC bestückt. Auf dem kann unter anderem die digitale Anwesenheitskontrolle ganz zeitgemäß erledigt werden. Ins Informatik-Kabinett kommt ein neuer Beamer. 48 I-Pads, also 16 auf jeder der drei Schuletagen, können in Rollkoffern bereitgestellt werden. Zudem noch zehn I-Pads für Lehrer.  Diese Geräte ermöglichen ein mobiles Arbeiten und können überall hin transportiert werden. Die Telefonanlage soll extra erneuert werden. 

Nachdem die Gemeinde einen einheimischen Anbieter beauftragen wollte, fiel der Entschluss doch am Ende auf das Elektrozentrum Großenhain. Denn auch Sicherheits- und Brandschutzfragen sind bei der baulichen Umsetzung einzuhalten. Im Keller der Schule muss der Technikschrank erweitert werden, es sind Bohrungen in allen Etagen nötig, um auf jeder auch einen kleinen Netzwerkschrank zu installieren. "Die Verbindung wird dann über Lichtwellenleiter hergestellt", erklärt Richard Weiß. 

Der Anschluss der Turnhalle wird allerdings noch nicht in den Sommerferien umgesetzt. Dazu wird die Neugestaltung der Außenanlagen abgewartet, die ebenfalls bevorsteht. Im nächsten Jahr, so Bürgermeister Falk Hentschel, ist dann die Grundschule mit neuer Ausstattung dran. Auch für sie stehen 150.000 Euro im Haushalt bereit. Die Gemeinde legt also zu dem Geld, das sie bekommt, noch einiges dazu. Und sie gibt ausrangierte Altgeräte an Kindereinrichtungen oder die Feuerwehr weiter. Das hat sich auch Gemeinderat Christoph Beier besonders gewünscht. 

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