merken
PLUS Sebnitz

Sebnitz führt Handyparken ein

In Hinterhermsdorf und Sebnitz können Autofahrer ihre Parkgebühren jetzt mit dem Smartphone zahlen. Dafür braucht es nur die richtige App.

Parken auf dem Sebnitzer Markt: Wer übers Smartphone zahlt, kann sich den Gang zum Automaten künftig sparen.
Parken auf dem Sebnitzer Markt: Wer übers Smartphone zahlt, kann sich den Gang zum Automaten künftig sparen. © Daniel Schäfer

Auto abgeparkt, aber kein Kleingeld dabei? Auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen in Sebnitz und Hinterhermsdorf gibt es dafür jetzt eine Lösung. Die Stadt führt das bargeldlose Bezahlen von Parktickets per Smartphone ein. Ab dem 2. Juni soll dieser Service auf allen Parkplätzen mit Parkscheinautomaten, wie zum Beispiel auf dem Sebnitzer Markt oder an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf, als zusätzliche Option neben dem herkömmlichen Parkschein funktionieren. 

Wie funktioniert das Handyparken?

Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und die richtige App. Davon gibt es gleich acht verschiedene. Sie heißen: EasyparkPark Now, Park and Joy, Yellowbrick, Mobilet, Paybyphone, Parkster oder Parco. Über die Apps werden Start- und Endzeit des Parkens ausgewählt, die Bezahlung erfolgt je nach Anbieter und bevorzugter Methode über hinterlegte Kontodaten, Kreditkarte, PayPal oder ein aufladbares Konto. 

Anzeige
Abwrackprämie für Ihren "Alten"
Abwrackprämie für Ihren "Alten"

Die Autogalerie Dresden hat sich ein besonderes Angebot ausgedacht: 5.000 Euro Umtauschprämie.

Die verschiedenen Anbieter sind deutschland- und europaweit aktiv. Das heißt, wer eine  App einmal installiert hat, kann damit auch in anderen Städten seine Parktickets bezahlen. Umgekehrt können Urlauber, die in die Sächsische Schweiz kommen, bequem ihren von zu Hause bekannten Service nutzen. 

Die Stadt Sebnitz hat sich dafür mit der Plattform Smartparking zusammengetan. Auf deren Website gibt es eine Übersicht, in welchen Städten das Handyparken mit welcher App funktioniert.

Woher weiß das Ordnungsamt, ob ich bezahlt habe?

Parkscheine aus Papier gehören für Nutzer des Handyparkens der Vergangenheit an. Woran aber erkennt das Ordnungsamt, ob ich bezahlt habe, wenn kein Ticket hinter der Windschutzscheibe liegt?

Die Kontrolleure sind längst mit digitalen Geräten unterwegs. Diese sind über eine Software-Schnittstelle mit den App-Anbietern verbunden. Anhand der in der App hinterlegten Autonummer sieht das Ordnungsamt, wer bezahlt hat und wer nicht. Das Smartphone des Nutzers erkennt andererseits über GPS, auf welchem Parkplatz es sich befindet.     

Was ist der Vorteil?

Für Autofahrer bringt das Handyparken zunächst mehr Komfort. Die Gebühren können  bequem vom Fahrersitz aus gezahlt werden, der Gang zum Automaten und die Suche nach passendem Kleingeld entfallen. Wenn der Einkauf in der Innenstadt doch länger dauert oder die Wanderung um Hinterhermsdorf grad so schön ist, lässt sich die Parkzeit jederzeit über das Smartphone verlängern. 

Einige Apps bieten zudem verschiedene Zusatzfunktionen, wie beispielsweise das Finden eines freien Parkplatzes in größeren Städten oder eine Vorabreservierung für Parkplätze an Flughäfen an. 

In Zeiten von Corona interessant: Die Bezahlung funktioniert kontaktlos, es muss keine Taste am Parkautomaten mehr gedrückt werden.  

Ist das Handyparken teurer als ein Parkschein aus Papier?

Die Parkgebühren selbst sind die gleichen wie am Automaten. Zusätzlich erheben aber die App-Anbieter einen Aufschlag für ihre Dienstleistung, der entweder prozentual (z.B.  15 Prozent der Gebühren), als Einmalgebühr pro Parkvorgang (z.B. 10 oder 19 Cent) oder über ein Abomodell abgerechnet wird. Insgesamt kostet es für den Nutzer also mehr. 

Die Abrechnung ist jedoch genauer. In Sebnitz erfolgt sie, je nach Parkplatz, im 3- oder 6-Minutentakt. Die Parkdauer kann zudem manuell beendet werden, wenn man doch schneller zurück ist, als gedacht. Man zahlt also nur für die Zeit, die man tatsächlich parkt.

Mehr Nachrichten aus Sebnitz lesen Sie hier. 

Mehr zum Thema Sebnitz