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Seit einer Woche Autobrände in Dresden

Mehrfach waren Brandstifter am Werk, hat die Kripo ermittelt. Doch es sind noch nicht alle Fragen beantwortet.

Nach dem Brand in der Nacht zum Mittwoch ermittelt nun die Kriminalpolizei.
Nach dem Brand in der Nacht zum Mittwoch ermittelt nun die Kriminalpolizei. © Tino Plunert

Dresden. Es ging vor einer Woche los und seitdem bekommen die Spezialisten der Kripo immer mehr zu tun. Am 9. April brannte zum ersten Mal in diesem Monat ein Auto. Es handelte sich um einen VW-Bus, er stand im Hechtviertel auf einem Parkplatz an der Rudolf-Leonhard-Straße. Kurz nach 4 Uhr wurde die Feuerwehr an diesem Donnerstagmorgen alarmiert. Sie löschte die Flammen, die auch zwei Anhänger in Mitleidenschaft gezogen hatten. Seitdem ist die Kriminalpolizei gefragt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Brandstiftung die Ursache für das Feuer war.

Dann stand am vergangenen Sonntag auf der Reisewitzer Straße ein Hyundai in Flammen. Etwa eine Stunde nach Mitternacht brannte das Auto, die Flammen breiteten sich bis in den Innenraum des Kompaktwagens aus. Die Feuerwehr löschte sie, danach untersuchten Spezialisten der Polizei den Hyundai. Das Ergebnis: Brandstifter hatten den Pkw angezündet. Der Brandherd befand sich nahe des rechten Vorderrades. Weitere Ermittlungen sollen zusätzliche Details ans Tageslicht bringen. Etwa, ob die Täter dabei Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus verwendeten. Denn das ist eine bekannte Vorgehensweise: Ein mit Brandbeschleuniger getränkter Lappen wird auf ein Vorderrad gelegt und angezündet.

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Neuester Brand: Auto brennt in Gorbitz aus

Weiter ging es am Dienstag, wieder in den frühen Stunden nach Mitternacht. Zwei Mülltonnen brannten in Gorbitz. Verdächtig: Sie sind nicht etwa zusammen in Brand geraten, sie befanden sich an unterschiedlichen Orten. Auf dem Amalie-Dietrich-Platz und an der Harthaer Straße musste die Feuerwehr Mülltonnenbrände löschen. Die Brandorte sind etwa 1,5 Kilometer voneinander entfernt. In einem Fall beschädigten die Flammen auch die Tür eines Lagers, bei dem zweiten Brand griffen sie auf Sperrmüll über. Wie es zu den Feuern gekommen ist, wird noch untersucht.

In der Nacht zum Mittwoch musste die Feuerwehr schließlich zu einem Brand am Rand von Gorbitz ausrücken. Wieder nach Mitternacht. Und wieder standen Autos in Flammen. Auf einem Parkplatz an der Ecke Zöllmener Straße/Wilhelm-Franz-Straße brannte gegen 1.50 Uhr ein VW Golf. Zwei daneben geparkte Autos wurden leicht beschädigt. Der Gesamtschaden beträgt rund 50.000 Euro. "Brandursache unbekannt", meldete die Feuerwehr. Die Polizei geht dagegen wieder von Brandstiftung aus.

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Die Kripo ist dran, sie untersucht nun den VW-Brand. Dabei interessiert die Ermittler auch, ob es neben dem Alarmzeitraum weitere Parallelen zu den anderen Bränden gibt. Sie könnten ein Hinweis darauf sein, dass es sich bei der Serie um die Taten eines oder mehrere Brandstifter handelt.  

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