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So wirbelte "Kirsten" durch den Kreis Görlitz

Umgestürzte Bäume, Schäden an Leitungen und Fahrzeugen - bis zum Donnerstagmorgen zog das Sturmtief durch die Oberlausitz.

Fast genau vor einem Jahr knickte hier an der Biesnitzer Straße in Höhe August-Bebel-Platz in Görlitz durch starken Wind ein Baum um.
Fast genau vor einem Jahr knickte hier an der Biesnitzer Straße in Höhe August-Bebel-Platz in Görlitz durch starken Wind ein Baum um. © Nikolai Schmidt

Den Auftakt zur herbstlichen Sturmsaison im Landkreis Görlitz hat am Mittwoch das Sturmtief Kirsten gegeben. Mit angekündigten Geschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde blies der Wind - und hinterließ einige Schäden. Die überwiegenden Einsätze waren wegen umgestürzter Bäume. Es seien aber keine herausragenden darunter gewesen, berichtet Katharina Korch von der Polizeidirektion Görlitz am Donnerstagmorgen. Ihr Gebiet umfasst die Landkreise Görlitz und Bautzen. Betroffen waren alle Revierbereiche.

Bereits am Vormittag überraschte ein kurzes Gewitter mit starkem Regen und böigem Wind die Görlitzer. In der Innenstadt suchten die Menschen Schutz vor dem Regen in Geschäften und Hausnischen. Als das Gewitter weiterzog, nahm der Wind zu. 

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Äste beschädigen Autos

In Ebersbach im Schöpstal brach beispielsweise der Wind an der Fichtenhöhe Äste von Bäumen ab. Sie fielen herab und beschädigten Autos, die darunter parkten. In Weißwasser flogen Sonnenschirme vor einem Restaurant durch die Luft. Auch sie beschädigten ein Auto. Der Schaden beläuft sich in dem Fall auf 500 Euro. Später rückte ebenfalls in Weißwasser die Telekom aus. Sie musste einen Telefonmasten gerade rücken, der in Schieflage geraten war.  

In Bautzen hatte der Sturm am frühen Nachmittag einen Blumentopf von einem Fenstersims geweht, der einen 54-jährigen Fußgänger traf. Er erlitt leichte Verletzungen, die ambulant behandelt werden konnten. 

In Kreba hat ein Kurzschluss an einer Oberleitung kurz vor 17 Uhr einen Wiesenbrand verursacht. Die Ortswehr rückte dort mit einem Fahrzeug an, um die 20 Quadratmeter große Fläche zu löschen. Nach 20 Minuten waren die Flammen beseitigt. An der Kreisstraße 68 in Lawalde stürzte nach 17 Uhr ein Baum auf die Straße. Auch hier rückte die Ortswehr an, um die Strecke in etwa 20 Minuten frei zu räumen. Die Kameraden kamen in diesem Fall mit zwei Fahrzeugen. Ebenfalls kurz nach 17 Uhr Uhr fiel am Thomas-Müntzer-Ring in Görlitz ein Verkehrszeichen auf ein Auto. 

Die Görlitzer Feuerwehr musste gegen 18 Uhr einen brennenden Abfallhaufen an der Conrad-Schiedt-Straße löschen. Ob das Feuer mit dem Unwetter zusammenhänge, sei unklar, erklärte ein Sprecher der Rettungsleitstelle Ostsachsen. Darüber hinaus mussten die Görlitzer Kameraden wegen Windschäden bis zum frühen Abend nicht ausrücken. 

Gegen 20 Uhr ging dann die Alarmsirene - allerdings nicht wegen des Sturms, sondern wegen eines Rauchmelder-Fehlalarms in einer Wohnung an der Jakobstraße. Auch das Gewitter am Vormittag verlief ohne Schäden, zu denen die Feuerwehr hätte gerufen werden müssen.

Außerdem nahm die Polizei kleinere Unfälle auf, bei denen der Wind der Verursacher war. So hielten einige Kraftfahrer beim Aussteigen die Wagentür nicht fest, sodass der Wind sie gegen ein anderes Fahrzeug schlug und dieses beschädigte.

In Böen bis zu 90 Kilometer in der Stunde

Sturmtief Kirsten, das von der Nordsee aus zur Ostsee fegte, traf mit seinen südlichen Ausläufern Sachsen. In Böen sagten Meteorologen für den Raum Görlitz Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde voraus. Und zwar in allen Höhenstufen. Die reichten hier von 97 bis 420 Meter über dem Meeresspiegel. 

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Bis gegen 3 Uhr in der Nacht erstreckte sich die Unwetterwarnung des Wetterdienstes. Warnstufe 2 war ausgerufen. Das bedeutete Sturm- und Orkanwarnung. Am Donnerstagmorgen schwächte sich der Wind ab, das Sturmtief  zog weiter. In den nächsten Tagen ist mit wechselhaftem Wetter, am Wochenende auch mit Regen zu rechnen.

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