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Dresden

Unsere schönsten Kaiser-Momente

Der Countdown zur 16. Auflage der Kaisermania läuft. Viele Fans verbinden mit dem Sänger besondere Erinnerungen. Welche das sind, erzählen sie hier.

Für die einen ist der nur ein Schlagersänger. Für andere aber ist Roland Kaiser ein Idol – als Musiker und als Mensch. Viele Fans begleiten ihn deswegen schon seit Jahrzehnten und reisen ihm durch das ganze Land hinterher.
Für die einen ist der nur ein Schlagersänger. Für andere aber ist Roland Kaiser ein Idol – als Musiker und als Mensch. Viele Fans begleiten ihn deswegen schon seit Jahrzehnten und reisen ihm durch das ganze Land hinterher. © Ronald Bonß/ privat

Wenn am Elbufer die „Extreme“ regieren, „Sieben Fässer Wein“ geleert werden und „Joana“ gehuldigt wird, dann sind das nicht einfach nur Konzerte. Es sind gigantische Feste. Für viele Fans von Roland Kaiser ist die „Kaisermania“ längst der Höhepunkt eines jeden Jahres. Immer wieder zittern sie, ob sie denn wieder eine der begehrten Karten für die inzwischen vier Auftritte ihres Idols ergattern können. Und wenn sie ihr Ticket dann in den Händen halten, steigt das Schlagerfieber mit jedem Tag. Wochen vor dem großen Abend werden die Klamotten ausgewählt, der Friseurtermin gebucht und das Vorglühen mit Freunden im Garten organisiert.

An diesem Freitag wird sich die freudige Anspannung nun wieder in Glücksgefühlen, inbrünstigem Gesang und auch so einigen Tränen entladen. Der Kaiser lässt niemanden kalt, schon allein deswegen, weil auch bei sommerlichen Temperaturen und arg beengten Platzverhältnissen noch getanzt wird, bis der Schweiß rinnt und die Füße schmerzen. Zur Not auch mit wildfremden Leuten.

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Am Samstag, dem darauffolgenden Freitag und Samstag, den 10. August, folgen die nächsten Kaisermania-Feste. Die ganz Harten sind vier Mal da. Jeder, der schon einmal bei der Kaisermania dabei gewesen ist – oder das bislang vergeblich versucht hat – kann seine eigenen Geschichten über sich und Roland Kaiser erzählen. Die Fans himmeln ihn als Sänger an, aber auch als Menschen, der nach einem bewegten Leben mit Höhen und Tiefen zur Demut gefunden hat. Heute finden sich viele Fans in seinen Liedern wieder, die sie durch schwere und glückliche Zeiten begleiten, die zur Hochzeit gespielt werden – oder zur Beerdigung.

Jana Gabriel, 43 (Ottendorf-Okrilla): Große Überraschungen

© privat

Ich bin seit ein paar Wochen dabei, einen Brief an Roland zu schreiben. In seiner Geschichte finde ich mich sehr wieder. Ich habe zwei Kinder und habe mich nach 21 Jahren in einer sehr schlechten Beziehung getrennt. Kurz darauf lernte ich die wahre echte Liebe kennen. Es war erst soooo traumhaft, wir haben einige Konzerte erlebt und jedes Lied von Roland hatte für uns zwei eine Bedeutung. Ob wunderschön oder schmerzhaft – alles war dabei. Als mein Partner sehr schwer krank wurde, brach für mich die Welt komplett zusammen.

Zum Glück erlebte er vor wenigen Tagen seinen 50. Geburtstag, was vor einigen Monaten noch nicht so aussah. Ich habe ihn mit Karten für ein Kaiser-Konzert in Österreich überrascht.

Im Juni wurde für mich ein Traum wahr. Dank der SZ durften meine Tochter Luna und ich Roland in Kamenz treffen. 


Ines Hübner, 45 (Dresden): Charmante Begleitung gesucht

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Ich habe zum ersten Mal eine Karte für die Kaisermania, suche aber noch jemanden, der mit mir am Freitag hingeht. So ganz allein kann ich mir das nicht vorstellen. Zum ersten Mal habe ich Roland Kaiser bei der Schlagernacht im vergangenen Jahr live erleben dürfen. Zur Kaisermania 2018 habe ich dann auf der Carolabrücke getanzt. Ich bin erst vor zwei Jahren aus Thüringen nach Dresden gekommen und hier vom Kaiser-Fieber gepackt worden. Seine Musik hat mir die Kraft gegeben, das letzte Jahr zu überleben. Die Ärzte hatten mich schon aufgegeben, aber Dank eines besonderer Mannes, den ich leider wieder aus den Augen verloren habe, und Kaiser-Liedern wie „Extreme“ und „Alles oder dich“ bin ich heute ein anderer Mensch. Für eine weitere Chemotherapie hätte ich keine Kraft mehr gehabt. 

Möchten Sie Ines Hübner am Freitag begleiten? Schreiben Sie eine Mail an [email protected]ächsische.de


Madeleine Köhler, 39 (Stollberg): Kaiser-Tattoo für immer

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Ich habe vor etwa 15 Jahren meine Liebe zu Rolands Songs entdeckt und stehe voll und ganz dazu. Auf jedem meiner bisherigen Autos stand „Roland Kaiser“. Vor drei Jahren hat mir meine Frau Nadine dann zum Geburtstag den Gutschein für das Tattoo geschenkt – und hatte auch schon den Termin im Studio festgemacht. Ich wollte schon lange ein Tattoo im Nacken haben und da lag das Motiv nahe. Die „Extreme“ ziehen sich nun mal durch mein Leben. Mit diesem Lied kann ich mich besonders gut identifizieren. Deswegen steht das Wort zu Hause auch noch riesengroß in lila Buchstaben über meinem Schreibtisch.

Die Kaisermania ist für uns natürlich jedes Jahr Pflichtprogramm. Diesmal dürfen wir am Samstag dabei sein. Ich bin nicht so ein Fan, der jedes kleine Detail aus seinem Leben weiß. Ich bin einfach verrückt nach seinen Liedern. 


Britta Schirmer, 48 (Köln): Überraschung im Fahrstuhl

© privat

Jedes Jahr reisen wir für unseren Roland als ganze Familie von Köln nach Dresden. Da erlebt man schon manchmal kuriose Dinge. Vor zwei Jahren war ich mit meinem Mann und unseren beiden Töchtern zur Kaisermania im Hotel und wir wollten gerade zum Aufzug, um zu unserem Zimmer hochzufahren. Da kam Herr Kaiser mit seiner Frau und zwei Bandkollegen ebenfalls zum Aufzug. Die Tür öffnete sich und sie gingen hinein. Ich hielt meine Familie davon ab, ihnen zu folgen. Das hätte ich komisch gefunden.

Es kam, wie es kommen musste. Eine unsere Töchter drückte erneut den Knopf. Die Aufzugtür öffnete sich wieder, Herr Kaiser sah uns fragend an und winkte uns herein. Es sei doch noch genug Platz. Er fragte, welcher Stock. Es war derselbe wie bei ihm. „Ist halt die beste Etage“, flachste er. Herr Kaiser ist so wunderbar normal geblieben.


Katja Voß, 33 (Dresden): Kaisermania mit Baby-Bäuchlein

© privat

Eine besondere Kaisermania war die von 2013. Im siebten Monat schwanger wollte ich es mir nicht nehmen lassen, Roli live zu sehen. Wir standen wie immer ab um vier an und warteten, bis es endlich rein ging. Meine Mama, die auch meine beste Freundin ist, hat gut auf mich und meinen Bauch aufgepasst. In dem Jahr haben wir das Konzert von den Treppen am Rand verfolgt, die Mitte musste es diesmal nicht sein.

Ich glaube, unserer Tochter hat die Musik schon dort gefallen, denn im Bauch war alles ruhig. Mittlerweile ist Paulina mit ihren fünf Jahren ebenfalls ein Kaiser-Fan und kann viele Songs mitsingen. Ihr Lieblingslied „Warum hast du nicht nein gesagt?“ singt sie auch ohne CD. Die Kaisermania kommt für sie noch etwas früh. Vielleicht in ein paar Jahren, denn so wie Roland im Moment drauf ist, tritt er noch viele Jahre auf.


Linda Fritsch, 54 (Frankfurt/M.): „Trau dich, ich beiße nicht“

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Roland Kaiser verzauberte wieder 12.000 Fans am Elbufer. Und tanzte sogar.

Ich war schon mit neun Jahren Fan von Roland Kaiser. Heute besuche ich mindestens zehn seiner Konzerte im Jahr, und nach jedem Auftritt habe ich mehr Kraft und Energie. Aber ich will ihn nie überfallen und begegne ihm immer mit Respekt und Achtung. Bei einer Autogrammstunde in Dresden traute ich mich einmal nicht so richtig, zu ihm zu gehen. Irgendwann sagte er zu mir: „Komm trau dich! Ich tue dir nichts und beiße auch nicht.“ Da haben wir beide herzlich gelacht, und das Eis war gebrochen. Mein allerschönstes Erlebnis mit ihm hatte ich dieses Jahr in der Columbiahalle in Berlin. Als er mich im Publikum sah, lächelte er mir zu. Ich war wie verzaubert. Einmal hat er auch zu mir gesagt: „Linda, du bist mein Lebens-Fan.“ Das ging mir tief ins Herz. Er weiß, dass ich mal einen Bandscheibenvorfall hatte und fragt seitdem immer, wie es mir geht. Er ist eben ein ganz besonderer Mann.

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