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Warum Dresdens Laufsaison auf dem roten Teppich startet

Erstmals endet der Citylauf in der Messe - und er lockt so viele Läufer wie noch nie.

Im März 2018 wurde der neue Zieleinlauf geprobt, am Sonntag endet der Citylauf in der Messe Dresden.
Im März 2018 wurde der neue Zieleinlauf geprobt, am Sonntag endet der Citylauf in der Messe Dresden. © René Nicolai/Laufszene

Noch ist die Halle 1 am Messering ziemlich kahl. Außer ein paar Absperrgittern ist die riesige Fläche leer. Doch bis Sonntag verwandelt sich die Halle in das große Zielareal für den 29. Citylauf. Dann werden dort mehr als 3.600 Läufer mit Lichteffekten und großem Brimborium auf dem roten Teppich empfangen. Der traditionelle Start in die deutsche Straßenlaufsaison endet zum ersten Mal unterm Hallendach. Das soll für eine besondere Atmosphäre sorgen. Die Sächsische Zeitung beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was erwartet die Läufer bei der 29. Auflage des Citylaufs?

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Es hat sich längst herumgesprochen: Die Laufsaison beginnt Mitte März in Dresden. „Es ist ein Lauf, der die ganze Familie berührt“, meint Reinhard Schmidt, Geschäftsführer von der Laufszene Events GmbH. Mit den Schülerstaffeln am Freitag sowie dem Kinder- und Bambinilauf am Samstag zieht sich der Citylauf zum ersten Mal über drei Tage. Höhepunkt sind am Sonntag um 10 Uhr die fünf Kilometer und 11.30 Uhr die zehn, die gleichzeitig als Landesmeisterschaft ausgetragen werden.

Wie sieht die neue Streckenführung für Sonntag aus?

Mal am Ende angefangen: In der Messehalle 1 werden alle Läufer über fünf und zehn Kilometer empfangen. „Wir geben dem Citylauf ein neues, besonderes Flair. Diesmal geht es durchs Scheinwerferlicht über den roten Teppich ins Ziel – bejubelt von den Messebesuchern“, erklärt Schmidt und verspricht „Gänsehaut-Momente“. Zuvor erwartet die Läufer ein Sightseeing-Kurs durch die Stadt. Erstmals müssen die Starter über zehn Kilometer nicht zwei Runden zurücklegen, sondern starten an der Messe Richtung Innenstadt. Vorbei am Landtag geht es hinunter zum Terrassenufer. Später wird auch das historische Rathaus umrundet. Vorbei an Kreuzkirche und Zwinger führt die Strecke wieder Richtung Messe. Für Läufer, die mehr den Blick auf der Uhr als auf der Altstadtsilhouette haben, gibt es den Service der Tempomacher für Zielzeiten von 40, 50 und 60 Minuten.

Was ist noch neu in diesem Jahr für die Teilnehmer?

Wer will, kann auf der letzten Meile noch mal alles geben. Denn es gibt eine Extra-Wertung, die Strava Endspurt Challenge. Strava, das soziale Netzwerk für Läufer und Radfahrer, ermittelt die Schnellsten auf den letzten 1.600 Metern. Dafür zeichnet man seinen Lauf auf einer GPS-Uhr oder dem Handy auf und verbindet sie mit der App. Es dürfte sicher Lauffreaks geben, für die nur die Meile zählt und die sich auf dem Teilstück später beispielsweise mit dem Sieger vergleichen wollen. Neu ist zudem, dass die Cityläufer plus eine Begleitperson freien Eintritt zur gleichzeitig stattfindenden Messe aktiv+vital haben. Auch das Design der Laufshirts ist wieder anders: Zum ersten Mal steckt im Startpaket die langärmelige Version.

Wer sind die Favoriten auf den Sieg im Zehn-Kilometer-Rennen?

Der Sieg bei den Frauen geht nur über Alina Reh. Sie ist Deutschlands Beste über diese Distanz. Für die 21-Jährige, die kürzlich bei der Hallen-EM Vierte über 3.000 Meter wurde, ist es eine Premiere in Dresden. Reh war 2018 in 31:23 Minuten die schnellste deutsche Läuferin über zehn Kilometer und dürfte den 25 Jahre alten Streckenrekord in Angriff nehmen. „Alina hat das auf dem Kasten“, meint Organisator Schmidt. Herausgefordert wird sie von Vorjahressiegerin Deborah Schöneborn, übrigens die jüngere Schwester von Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn. Bei den Männern könnte es einen sächsischen Sieg geben. Marathon-EM-Teilnehmer Marcus Schöfisch aus Leipzig ist Favorit. Auch Dresdens schnellster Läufer, Marc Schulze, ist wieder am Start. Interessierte können mit den Top-Athleten bereits am Samstag ab 18 Uhr zum Eierschecken-Treffen in der Centrum-Galerie ins Gespräch kommen.

Sind noch Nachmeldungen für den Citylauf möglich?

Ja. Bis eine halbe Stunde vor dem jeweiligen Start sind Nachmeldungen möglich – falls der Citylauf bis dahin nicht ausgebucht sein sollte. Bisher haben sich mehr als 3.300 Teilnehmer gemeldet – schon ein Rekord. 4.000 sind möglich. Die Zahl hat sich seit 2013, als 1.806 Läufer am Start waren, verdoppelt. Wie viele Kurzentschlossene am Sonntag an der Startlinie stehen, ist auch vom Wetter abhängig.

Wie lautet denn die Wettervorhersage fürs Wochenende?

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Optimales Läuferwetter: angenehme 17 Grad Celsius – mal bewölkt, mal sonnig, kein Regen. 2018 zeigte das Thermometer minus sieben Grad an. Vor Kälte müssen sich die Teilnehmer diesmal nicht fürchten und können ihre dicken Mützen und Laufhandschuhe in den Schrank packen. Selbst wenn es regnen sollte, zumindest liegt das Ziel im Trockenen.

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