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Zoll baut in Klingewalde

Im Gewerbegebiet soll ein Dienstgebäude für 105 Mitarbeiter entstehen. Digitalfunkzentrale sowie die Kontrolleinheit für Verkehrswege ziehen her.

Zollbeamte, die die Straßen in und um Görlitz kontrollieren: In einigen Jahren sollen sie in einen Neubau ins Gewerbegebiet Klingewalde ziehen.
Zollbeamte, die die Straßen in und um Görlitz kontrollieren: In einigen Jahren sollen sie in einen Neubau ins Gewerbegebiet Klingewalde ziehen. © SZ-Archiv / Pawel Sosnowski

Von Klingewalde aus will der Zoll in einigen Jahren wichtige Aufgaben wahrnehmen. Er plant einen Neubau, der sowohl die Digitalfunkzentrale Görlitz mit 48 Beschäftigten als auch die Kontrolleinheit Verkehrswege mit 57 Beamten unterbringen wird. Das bestätigt Thorsten Grützner von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Bonn auf SZ-Nachfrage.

Demnach seien die Bauunterlagen für den Neubau bereits fertig und werden nun an die zuständigen Bundesinnenministerien gegeben. Denn erst wenn alle Genehmigungen da sind, könne das Grundstück im Klingewalder Gewerbegebiet gekauft werden. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, sei deshalb noch nicht klar. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erwarte eine Fertigstellung allerdings nicht vor Ende 2023.

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Die dann in Klingewalde ansässige Digitalfunkzentrale Görlitz wäre für die gesamte Mitte der Bundesrepublik zuständig, sagt Thorsten Grützner – von der polnischen Grenze Brandenburgs bis zur niederländischen Grenze in Nordrhein-Westfalen. Für diese Aufgabe werden neue Arbeitsplätze geschaffen, denn in der Digitalfunkzentrale geht die bisherige Sprechfunkzentrale des Zolls in Görlitz auf, wo bislang zwölf Vollzeitkräfte tätig sind. Weitere 36 Arbeitsplätze kommen neu in Görlitz dazu.

Die Kontrolleinheit Verkehrswege Görlitz ist eine mobile Einheit des Hauptzollamtes Dresden – zuständig für die Überwachung des Warenverkehrs auf den Hauptverkehrswegen der Landkreise Görlitz und Bautzen sowie für die Einhaltung der Zollvorschriften bei Waren wie Zigaretten und Alkohol. Weiterer Schwerpunkt der Kontrolleinheit sei die Bekämpfung des Schmuggels von Rauschgift und Waffen.

Die Pläne des Zolls fügen sich in das Vorhaben der Stadt ein, das Gewerbegebiet in Klingewalde, das seit Jahren leer steht, endlich zu beleben. Demnach soll neben dem Zollgebäude der Modellpark „Bauen 4.0“ auf dem Gelände entstehen. Das hatte der scheidende Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege Mitte Juli erklärt. Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte bei seinem Görlitz-Besuch vor wenigen Wochen eine Zusage über den Modellpark gemacht, indem beispielhaft Lösungen für die Digitalisierung der Baubranche entwickelt und dargestellt werden sollen. Perspektivisch könne sich aus dem Modellpark eine Baumesse etablieren, so Deinege.

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