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Heftige Kritik an Hofreiters Bahn-Plänen

Der Chef der Eisenbahngewerkschaft EVG Klaus-Dieter Hommel wehrt sich gegen die von den Grünen vorgeschlagene Trennung von Infrastruktur und Fahrbetrieb.

Die Grünen wollen einen Infrastrukturfonds fürs Schienennetz.
Die Grünen wollen einen Infrastrukturfonds fürs Schienennetz. © Michael Kappeler/dpa

Von Jana Kugoth und Caspar Schwietering

Berlin. Der EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel hat im Interview mit Tagesspiegel-Background massiven Widerstand gegen die von den Grünen geforderte Neuordnung der Deutschen Bahn AG angekündigt. „Wir werden alles mobilisieren, um eine Trennung von Netz und Betrieb zu verhindern“, sagte Hommel in einem Streitgespräch mit Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter. Wer diese Reform gegen den Willen der EVG durchsetzen wolle, kämpfe auf verlorenem Posten.

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Erfahrungen anderer Länder zeigten, dass eine Spaltung das System Schiene kaputtmache, sagte Hommel. Angesichts der unabsehbaren Pandemiefolgen könne man sich eine Verunsicherung der Fahrgäste und Mitarbeiter nicht erlauben. Hommel befürchtet, dass Innovationen wie die digitale Zugsicherung ETCS erschwert werden, wenn das Gleisnetz und das Fahrgeschäft der DB von verschiedenen Gesellschaften betrieben werden.

Hofreiter: Deutsche Bahn ist "zersplittert"

Anton Hofreiter verteidigte die Pläne. „Wir wollen, dass die Bahn das Rückgrat für die Mobilitätswende wird“, sagte er. Dafür wolle man einen Infrastrukturfonds fürs Schienennetz auflegen und die Bundesmittel um rund 175 Milliarden Euro bis 2040 erhöhen. „Dieses Geld sollte dann aber auch effizient ausgegeben werden“, meinte Hofreiter.

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Die Deutsche Bahn AG hält Hofreiter für „zersplittert“. Die verschiedenen DB-Gesellschaften arbeiteten häufig gegeneinander. Stattdessen wollen die Grünen eine „DB Transport“ und eine „DB Infrastruktur“ gründen. Die Infrastrukturgesellschaft soll sich am Gemeinwohl orientieren und viele Fahrten auf den Gleisnetz zum günstigen Grenzkostenpreis anbieten.

Klaus-Dieter Hommel sieht das skeptisch. „Das ist ein Wunschtraum“, sagte er. Wer Daseinsvorsorge organisieren wolle, müsse sagen, „wer das Geld aufbringt. Mir fehlt die Perspektive, wie das in absehbarer Zeit gelingen könnte.“

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