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Politik

Trump rät Briefwählern zu Betrugsversuch

Der US-Präsident warnt seit langem vor einer angeblich erhöhten Fälschungsgefahr bei der Stimmabgabe per Brief. Nun machte er Wählern einen Vorschlag.

USA, Londonderry: Donald Trump, Präsident der USA, spricht während einer Wahlkampfkundgebung am Regionalflughafen Manchester-Boston.
USA, Londonderry: Donald Trump, Präsident der USA, spricht während einer Wahlkampfkundgebung am Regionalflughafen Manchester-Boston. © Charles Krupa/AP/dpa

Washington. US-Präsident Donald Trump hat Briefwähler im Bundesstaat North Carolina aufgerufen, danach zu versuchen, ihre Stimme auch noch persönlich abzugeben. "Und wenn deren System so gut ist, wie sie sagen, dann werden sie ganz offensichtlich nicht abstimmen können", sagte Trump bei einem Besuch in dem Bundesstaat am Mittwoch.

Wenn es hingegen keine Vermerke über Briefwahl gebe, würden sie ihre Stimme noch einmal abgeben können, argumentierte der Präsident. Trump warnt schon seit Monaten vor einer angeblich drastisch erhöhten Fälschungsgefahr bei der Stimmabgabe per Brief in der Präsidentenwahl am 3. November.

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"So ist es, und das ist, was sie tun sollten", bilanziert Trump im Gespräch mit einem Lokalsender am Flughafen der Stadt Wilmington neben seiner Präsidentenmaschine.

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Wie Rechtsexperten umgehend danach betonten, ist es in den USA nach Bundesrecht strafbar, mehr als ein Mal abzustimmen. In North Carolina gilt es laut Wahlrecht als Verbrechen, sowohl mehr als ein Mal abzustimmen als auch dazu anzustiften. (dpa)

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