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Wagenknecht sieht sich als "rechtsoffen diffamiert"

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hatte zu einer Demonstration für Frieden in der Ukraine aufgerufen. Ihr wird vorgehalten, sich nicht eindeutig gegen Rechts und die AfD abgegrenzt zu haben.

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Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat Kritik an ihrem Demonstrationsaufruf für Frieden in der Ukraine zurückgewiesen.
Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat Kritik an ihrem Demonstrationsaufruf für Frieden in der Ukraine zurückgewiesen. © Archiv/Britta Pedersen/dpa

Berlin. Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat Kritik an ihrem Demonstrationsaufruf für Frieden in der Ukraine zurückgewiesen. "Wir rufen zu einer Friedenskundgebung auf", erklärte die frühere Vorsitzende der Linksfraktion am Freitagabend. "Es ist jeder herzlich willkommen, der für Frieden und gegen die Eskalation durch Waffenlieferungen demonstrieren möchte."

Zugleich fügte sie hinzu: "Dass Rechtsextremisten, die in der Tradition eines Regimes stehen, das den schlimmsten Weltkrieg seit Menschheitsgedenken vom Zaun gebrochen hat, auf einer Friedensdemo nichts zu suchen haben, versteht sich von selbst. Auch eine parteipolitische Vereinnahmung lehnen wir ab." Wer ihren Aufruf als "rechtsoffen diffamiert", vergesse, "dass nicht der Ruf nach Frieden, sondern die Unterstützung von Militarismus und Krieg seit ewigen Zeiten Kennzeichen rechter Politik ist".

Wagenknecht hatte zusammen mit der Feministin Alice Schwarzer zu einer Demonstration für Frieden in der Ukraine am 25. Februar am Brandenburger Tor aufgerufen. Den Initiatorinnen wurde vorgehalten, sich nicht eindeutig gegen Rechts und die AfD abgegrenzt zu haben. Schwarzer sagte dazu den "Nürnberger Nachrichten": "Ein paar Dutzend Rechtsextreme gegen bald eine Million Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unseres Friedensappells. Was wiegt das schon."

Die Linken-Spitze hatte sich Wagenknechts und Schwarzers Aufruf nicht angeschlossen, sondern einen eigenen Beschluss für Demonstrationen rund um den ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar gefasst. Darin heißt es: "Hierbei ist für uns klar, dass Frieden und Antifaschismus zusammengehören: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. In diesem Sinne haben Rechte hier keinen Platz." (dpa)