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Zuspruch bei Corona-Protesten bleibt hoch

Auch diesen Sonntag hat die Polizei allein knapp 300 Teilnehmer an der B96 zwischen Zittau und Oppach gezählt. Zudem gab's einen Autokorso mit knapp 60 Fahrzeugen.

Foto aus dem Vorjahr: Menschen protestierten in Oppach gegen die Politik der Regierung. Anlass war ein Besuch des Ministerpräsidenten.
Foto aus dem Vorjahr: Menschen protestierten in Oppach gegen die Politik der Regierung. Anlass war ein Besuch des Ministerpräsidenten. © Matthias Weber/photoweber.de

Der Sonntag hat vor allem im südlichen Landkreis Löbau-Zittau wieder die Kritiker der Corona-Maßnahmen auf die Straße gezogen. So gab's am Vormittag den sich seit Monaten wiederholenden "Stillen Protest" entlang der B96. An dem nahmen allein zwischen Zittau und Oppach 296 Menschen teil. Das sind ähnlich viele wie eine Woche zuvor. Zum Vergleich: Im Revier Bautzen lag die Zahl der Teilnehmer bei 136, in Hoyerswerda bei 15.

Die meisten Demonstranten standen nach Angaben der Polizei in Oppach (135), gefolgt von Ebersbach (50), Oderwitz (30), Eibau (22), Neusalza-Spremberg und Zittau (je 20) Mittelherwigsdorf (11) sowie Friedersdorf (8). Die Teilnehmer schwenkten Reichs-, Deutschland-, Oberlausitz- und Sachsenfahnen. Die Demo an der B96 in Zittau stand unter dem Thema "Wahrung unserer Grundrechte" und war anders als in den anderen Orten angemeldet. Die zehn eingesetzten Beamten erstatteten deshalb drei Strafanzeigen gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, für jeden Revierbereich eine.

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Das vor allem Oppach immer wieder Hotspot der Corona-Proteste an der B96 ist, ärgert Bürgermeisterin Sylvia Hölzel (parteilos). Sie sieht den Ruf der Gemeinde gefährdet. So habe die Unzufriedenheit nichts mit dem Ort zu tun, zumal ein Großteil der Teilnehmer noch nicht einmal aus der Gemeinde komme, sagt sie.

Kontrollen an den Grenzen

Damit nicht genug, haben etwa 100 Teilnehmer mit knapp 60 Fahrzeugen am Sonntagnachmittag noch einen Autokorso zum Thema "Freiheitliche Grundrechte bewahren" entlang der B99 von Görlitz nach Zittau und anschließend über Olbersdorf nach Jonsdorf und Großschönau veranstaltet. Etwa 70 Beamte der Polizeidirektion Görlitz begleiteten die vierstündige angemeldete Versammlung, um einen störungsfreien Verlauf zu gewährleisten. So prüften sie das Einhalten der Auflagen, die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge sowie die Verkehrstüchtigkeit der Teilnehmer. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Corona-Schutz-Verordnung.

Der Konvoi endete am Parkplatz Am Kux in Großschönau. Dort stellten die Teilnehmer ihre Fahrzeuge ab. Dann begann die Abschlusskundgebung. "Zu Behinderungen nach Versammlungsende kam es nicht", teilt die Polizei mit.

Der Autokorso findet regelmäßig an den Wochenenden statt und war erstmals Anfang Februar. Dabei mussten auch schon Teilnehmer aus dem Verkehr gezogen werden.

Darüber hinaus gab's am Wochenende wieder Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Polen. Die Einsatzkräfte prüften an beiden Tagen rund 20 Fahrzeuge und 30 Personen. "Alle führten die erforderlichen Dokumente sowie aktuelle Corona-Negativ-Tests mit sich", berichtet die Polizei. Drei Personen trugen keine erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung. Außerdem ahndeten die Uniformierten vier Verkehrsordnungswidrigkeiten.

Eine Streife stoppte am Sonntagnachmittag noch ein Auto an der Bahnhofstraße in Zittau. Darin saßen zwei Männer und zwei Frauen zwischen 22 und 31 Jahren. "Alle stammten aus verschiedenen Haushalten und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz", informiert die Polizei. Es folgten Anzeigen im Sinne der Corona-Schutz-Verordnung.

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